Tief - heiß - fantastisch

Nach über 20 Jahren - 1994 waren wir schon einmal hier - wollten wir dieses Tal des Todes noch einmal etwas ausführlicher erkunden und erleben. Dazu haben wir uns entschieden, dieses Mal auch eine Nacht hier zu verbringen und es hat sich gelohnt. Noch nie hatten wir zuvor unterhalb des Meeresspiegels übernachtet, denn das Camp (Bericht siehe unten) liegt gute 50 Meter darunter.

Wir waren hier Anfang Mai und trotz teils bewölktem Himmel kletterten die Temperaturen bereits auf knapp 43 Grad Celsius. Es ist aber eine völlig trockene Hitze und damit recht erträglich.

Zabriskie Point

Bester Ausgangspunkt für die Erkundungen ist Furnace Creek, von hier aus kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut erreichen.

Keine 10 Minuten Fahrt und man ist am Zabriskie Point, einem der Highlights hier. Vom Parkplatz aus läuft man auf eine kleine Anhöhe und von dort eröffnet sich ein fantastischer Blick auf bizarre und farbeprächtige geologische Sand- und Steinformationen. Es hat fast etwas magisches und am schönsten ist es morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne ihre Schatten wirft und die Formationen noch plastischer wirken.

20 Mule Team Canyon

Fährt man nur ein wenig weiter Richtung Süden, so erscheint ein kleines Schild, das zu dem Twenty Mule Team Canyon weist. Dieser führt über eine teils holprige, aber gut befahrbare Schotterstraße durch eine staubtrockene, teils hügelige Landschaft mit echtem Steinwüsten-Feeling.

Im 19. Jahrhundert wurde in der Gegend von Furnace Creek Natriumborat, ein selten vorkommendes Mineral, abgebaut und mit Maultierwägen abtransportiert. Dieser Transport erfolgte durch diesen Canyon, heute kaum vorstellbar. Eine tolle Fahrt.

Golden Canyon

Von Furnace Creek aus führt die Badwater Road nach Süden zu gleich mehreren Attraktionen.

Nach etwa 4 Km erreicht man den Golden Canyon. Diesen sollte man wegen der Hitze möglichst morgens oder nachmittags ansteuern und unbedingt eine kleine Wanderung durch diesen unternehmen. Es geht durch schmale Felsdurchbrüche und wieder sich weitende Sandsteintäler zu einer Felswand mit tollen erosionsbedingten Formationen. Für uns die schönste Wandermöglichkeit hier, die hin und zurück etwa eine Stunde dauert. Wer will könnte auch weitergehen bis zum Zabriskie Point.

Artist Drive

Es geht weiter auf der Badwater Road nach Süden als nächstes zum Artist Drive. Dies ist ein sehr schöner Rundweg entlang einer abwechslungsreichen Bergkulisse mit sich immer wieder verändernden Formen und Farben.

Hier und da gibt es kleinere Wandermöglichkeiten oder aber man fährt gemütlich die Straße entlang und genießt die Landschaft. Mit etwas Glück sieht man hier auch mal einen Kojoten.

Ein Augenschmaus ist der Aussichtpunkt bei Artist´s Palette, etwa auf halben Weg der rund 15 Km langen Panoramastraße.

Von einem Parkplatz führt ein kurzer Weg zu einer Aussichtsfläche, von der man die sehr farbenprächtigen Sedimentgesteine bewundern kann. Toll, was die Natur so an Farben hervorbringt.

Devils Golf Course

Etwa 4 Km weiter kommt die Abzweigung zum Devils Golf Course. Über eine gut befahrbare Schotterpiste geht es weit in das große Tal hinein durch eine versalzte Wüstenlandschaft. Es wirkt fast so, als ob es gerade geschneit hätte ...

Je weiter man fährt, umso verkrusteter wird der Boden und am Ende des Weges blickt man in die große Weite und fragt sich, ob dieser Boden jemals Wasser gesehen hat. Toller Ausblick.

Badwater Basin

Weiter geht es zu dem Badwater Basin, dem tiefsten Punkt des amerikanischen Kontinents. Dieser liegt 85,5 Meter unterhalb des Meeresspiegels, ein Schild hoch oben in der Felswand, das das Höhenniveau des Meeresspiegels anzeigt, markiert eindrucksvoll, wie tief man sich gerade befindet.

Auf einem festgetretenen Salzweg kann man in die Senke hinein laufen. Rechts und links davon erkennt man noch gut die Salzkrusten des völlig ausgetrockneten Bodens. Wenn man vorhat, etwas weiter zu laufen, sollte man unbedingt genügend Wasser mitnehmen, denn es ist hier extrem heiß und trocken.

Fahrt Richtung Norden

Weitere Attraktionen gibt es dann nördlich von Furnace Creek. Entlang des Hwy 190 tauchen immer wieder neue landschaftliche Besonderheiten auf.

Einen kleinen Stop sollte man machen bei der Borax Mill Road und sich dort die renovierten Überreste der Borax-Förderanlagen ansehen. Es gibt nicht allzuviel zu sehen, doch man bekommt einen guten Eindruck von den strapaziösen Arbeiten in den 1880er Jahren, dieses seltene Mineral zu fördern und zu verarbeiten. Die Straße führt dann weiter in den Mustard Canyon, eine schöne Schotterstraße, die wieder auf die 190 führt.

Mesquite Flat Sand Dunes

Sehenswert sind noch die Mesquite Flat Sand Dunes, die auf einmal mitten in der sonst steinigen und versalzten Wüstenlandschaft auftauchen.

Von dem Parkplatz aus kann man sich ohne Beschränkungen in die Dünenlandschaft begeben und weitläufige Spaziergänge durch die Sanddünen unternehmen.

Weiter Richtung Norden geht es noch zu Scotty´s Castle, das bei den Amerikanern sehr beliebt ist. Ein Schloß mitten in der Wüste. Leider war bei unserem Besuch die Straße dort hin gesperrt ...

Einkehr - Tipp

Einen knappen Kilometer nach den Sand Dunes liegt das Stovepipe Wells Village Hotel, wo man auch übernachten kann. Im dortigen Restaurant wird nur Frühstück und Dinner angeboten.

Aber auf der anderen Straßenseite gibt es einen General Store mit Tankstelle. Hier kann man sich mit kleinen Snacks oder Sandwiches versorgen.

Dantes View

Auf dem Rückweg Richtung Las Vegas muß man natürlich noch als krönenden Abschluß die schöne Fahrt zum Dantes View unternehmen. Man fährt über eine kurvenreiche Straße, die im letzten Abschnitt recht eng wird, zu einem fantastischen Aussichtpunkt. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Senke von Badwater, wo wird tags zuvor noch unter dem Meeresspiegel spazierten.

Wir hatten zwar etwas diesiges Wetter, aber diesen Ausblick sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

Impressionen vom Death Valley

Unsere Unterkunft im Death Valley

THE RANCH AT FURNACE CREEK

Übernachten unterhalb des Meeresspiegels und noch dazu in einem schönen Ambiente, was will man mehr. Die großzügige und weitläufige Anlage bietet neben sehr angenehmen Übernachtungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Häusern auch zwei Restaurants, eine Bar, einen Pool, einen gut sortierten kleinen Supermarkt sowie ein Borax-Museum. Direkt angrenzend kann man auch noch Golf spielen!

Die Zimmer sind sehr geräumig, sehr ordentlich und gut ausgestattet. Alle verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon mit Blick auf die äußerst gepflegten Grünanlagen. Alles in Allem sehr empfehlenswert und eine gute Wahl, wenn man im Death Valley übernachten will.

www. Furnace Creek Ranch

Angesehen haben wir uns auch das

FURNACE CREEK INN

Die sehr charmante und freundliche Hotelmanagerin Dominie hat uns dieses Hotel gezeigt. Es thront auf einer Anhöhe mit Blick in das steinige Wüstental und ist eingebettet in eine grüne Palmenlandschaft. Ein wahrer Hingucker in dieser trockenen Gegend.

Dieses Haus ist die luxuriöse Variante, wenn man hier übernachten will. Es bietet einen terrassenartigen Garten mit Teich und vielen Palmen sowie großzügigen Rasenflächen mit lauschigen Ecken mit Bänken und gemütlichen Sitzgelegenheiten. Am großzügigen Pool kann man sich sehr schön erfrischen und erholen. Auf jeden Fall sollte man entweder mittags oder abends im Restaurant essen; mit Blick auf die umliegenden Berge genießt man köstlich zubereitete Gerichte und der Service ist sehr freundlich. Die Zimmer sind recht klein, aber gut ausgestattet und gemütlich.

www. Furnace Creek Inn

Das Death Valley war Teil unserer folgenden Reise:

April/ Mai 2015

Pasadena — Death Valley — Valley of FireRed Rock CanyonZionBoulderBurr TrailCapitol Reef NPNatural BridgesMoabArches NPCanyonlands NPDead Horse PointMesa Verde NPMonument ValleySedonaScottsdalePhoenix