Blue Mountains - Berge im Regenwald

Die Blue Mountains liegen etwa 80 Km westlich von Sydney und wurden bereits im Jahre 2000 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist eine sehr imposante Landschaft, gebirgig und dicht durchzogen von einer artenreichen Flora, wobei insbesondere riesige Gebiete mit Eukalyptusbäumen das landschaftliche Bild prägen.

Diese stoßen ein ätherisches Öl aus, das einen feinen Nebel bildet. Diesen kann man in den Morgenstunden erleben, tolle Stimmungen!

Es gibt zahlreiche Fahr- und Wanderwege, die das Gebiet um die Städtchen Katoomba und Leura durchziehen. Für Fußfaule gibt es viele Aussichtspunkte, die leicht angefahren werden können.

Die bekannteste Felsformation der Blue Mountains sind die Three Sisters, drei spitze Felstürme am Rand des jungleartigen Tals namens Jamison Valley.

Diese kann man am besten vom sog. Echo Point, einer großen Aussichtsplattform, bewundern. Besonders schön ist der Ausblick bei Sonnenuntergang mit den schönen Farbstimmungen.

Die Orte Katoomba und Leura gehen mehr oder weniger ineinander über. Wenn man sie aber miteinander vergleicht, dann ist Leura der deutlich schönere Ort. An der Leura Mall, der Hauptstraße durch das Städtchen, findet man Geschäfte, Restaurants und Cafés.

Die Straße ist sehr schön gestaltet mit einem grünen Mittelstreifen und schlendern kann man auf der einen Seite unter Arkaden und auf der anderen Seite in offenen, gemütlichen Lokalen das Treiben beobachten.

Bevor man sich zum absoluten Highlight diese Nationalparks begibt kann man eine Mittagspause einlegen in einem absoluten Spitzenlokal.

Tipp: Das Silk´s Brasserie in dem geschäftigen Ort Leura ist ein kulinarischer Hochgenuß. Das Restaurant ist recht klein, weiße Tischdecken, sehr gemütlich, fabelhaftes Essen und sehr freundlicher Service. Auch wenn das Lunch nicht gerade günstig ist, es ist jeden Dollar wert.

Scenic World

Gut gestärkt geht es den kurzen Weg wieder zurück nach Katoomba. Ganz in der Nähe des Echo Points befindet sich die Scenic World.

Dies ist sicherlich die meist besuchte touristische Attraktion des Parks und man erreicht diese bequem mit dem Wagen oder eine Seilbahn, die schwindelerregend das Jamison Valley überspannt.

Von dem großen Informationszentrum der Scenic World aus kann man nun das Jamison Tal erkunden. Es geht spektakulär in einer ehemaligen Bergminen-Eisenbahn mitten in den 350 Meter tiefer gelegenen Urwald. Diese Scenic Railway gilt als der schnellste Schrägaufzug der Welt und rast in der Tat extrem steil und schnell in die Tiefe.

Die Sitze sind etwa 60 Grad geneigt, damit man halbwegs gerade sitzend runterfahren kann. Es geht sehr flott und knatternd bergab, ein tolles Erlebnis.

Bei unserem ersten Besuch im Jahr 2009 waren die Züge noch authentisch und offen, mittlerweile wurden diese aber aus Sicherheitsgründen leider durch neuere geschlossene Modelle ersetzt.

Unten angekommen kann man auf gut befestigten und beschilderten Wegen unterschiedlich lange Wanderungen durch das Dickicht unternehmen.

Einen sehr schönen Eindruck von der Arbeitsweise des Bergbaus im 19. Jahrhundert hier sowie der wunderbaren Natur bekommt man auf einem rund 2,5 Km langem Rundweg, dem Scenic Walkway, der teils über gut begehbare Stegkonstruktionen und anderseits über holprige und enge Pfade führt.

Der Spaziergang führt einen tief in den dichten Urwald aus Eukalyptusbäumen und nach nochmals rund 150 Höhenmetern hinab ins Dickicht erscheint eine kleine Lichtung mit einer Seilbahnstation, von der man einen schönen Blick auf die üppige Vegetation und die Felsen mit den Three Sisters hat.

Mit dieser Seilbahn geht es dann wieder hinauf zum Ausgangspunkt und bei dieser Fahrt wird der vorgenannte Ausblick nochmal übertroffen.

Die Fahrt auf dem Cliff Drive sollte man keinesfalls auslassen. Diese Straße führt weitestgehend an den felsigen Klippen entlang und immer wieder gibt es Aussichtspunkte.

Von den meisten dieser Haltepunkte kann man auch wiederum Wanderungen unternehmen, die Wege sind gut ausgeschildert. Es ist schon faszinierend, wenn man auf einer dieser Klippen steht und diese dichte Regenwaldvegetation einem zu Füßen liegt, wie zum Beispiel vom schönen Sublime Point aus, den man nach ein paar Schritten gut erreicht.

Für diejenigen, die noch ein kleines Abenteuer suchen, sollten den Wanderweg zu den Wentworth Falls unternehmen.

Der Weg führt zunächst recht bequem zu einem Aussichtspunkt mit wiederum tollem Blick auf die Wälder des Parks. Von hier aus läuft man dann bergab zu dem Wasserfall und kann danach noch auf einem schmalen Pfad an der Steilklippe entlang seine Höhenangst überwinden.Tolle Panoramen.

Nach dem erlebnisreichen Ausflug überlegten wir uns, wo wir am Abend speisen sollten. Ein sehr netter Jogger empfahl uns ein Restaurant, das bei Einheimischen sehr beliebt ist.

Tipp: Das Solitary in Leura kann man uneingeschränkt empfehlen. Im Kolonialstil gehalten, gemütlich und sehr nett eingerichtet bietet dieses recht kleine Restaurant eine hervorragende Küche.

Mount Wilson

Etwa 45 Fahrminuten nördlich von Katoomba führt von der B 59 aus eine schöne Straße hinauf zum Mount Wilson. Die Fahrt auf diese gut 1.000 Meter hohe Erhebung stimmt einen bereits landschaftlich bestens ein auf das, was einen noch erwartet.

Oben dann angekommen fährt man an einem Museum sowie ein paar netten Häusern mit schön angelegten Gärten vorbei, die man eigentlich besichtigen kann. Leider waren diese aber bei unserem Besuch geschlossen. Also gings weiter zu einem durch Erosion bizarr verformten Plateau mit erneut herrlichem Fernblick auf den dichten Regenwald.

Einen kurzen Spaziergang sollte man hier noch durch ein Waldgebiet mit teils riesigen Farnen machen. Cathedral of Ferns heißt dieser Weg und dieser hat es in sich.

Er führt nämlich durch ein wahres Dickicht artenreicher Flora, man kommt sich ein wenig vor wie Indiana Jones im Dschungel. Die Besonderheit sind aber natürlich die zahlreichen verschiedenen Farne, die teilweise mehrere Meter hoch sind. Begleitet wird man von lautstarken Papageien, schöner Walk.

Auf dem Rückweg entlang der A 32 nach Katoomba lohnt noch ein Zwischenstop bei der Ortschaft Blackheath, denn hier gibt es noch zwei weitere Aussichtspunkte zu besuchen.

Vom Evans Lookout blickt man wieder in die ewige Weite dieser Canyon-Landschaft aus Eukalyptusbäumen und vom Govetts Leap Lookout gibt es auch noch einen rund 180  Meter hohen Wasserfall zu bestaunen.

In Leura, wo wir auch gewohnt haben, können wir noch zwei Lokalitäten empfehlen:

Tipps: Wer nicht im Hotel frühstücken will, der sollte ins Lily´s Pad Café an der Grose Street gehen. Dieses befindet sich in einem netten Innenhof und man kann hier in gemütlicher Atmosphäre den Tag beginnen. 

Am Abend wird es ingesamt recht ruhig in der Stadt und es war gar nicht so einfach, ein nettes Restaurant zu finden, das auch geöffnet hatte. Fündig geworden sind wir im Leura Garage, wo wir sehr leckere italienische Speisen serviert bekamen.

Weitere Impressionen von den Blue Mountains

Unsere Unterkunft in den Bergen

Fairmont Hotel

Das Hotel liegt etwa 5 Fahrminuten außerhalb von Leura beim Golfplatz. Eine sehr schöne und großzügige Anlage mit gut ausgestatteten Zimmern (man sollte eines der modernisierten Zimmer mit Balkon nehmen), schönem Lounge Bereich, Pool mit Aussicht ins Grüne.

Wunderbare Lage und guter Service. Wir haben uns hier gleich zweimal sehr wohl gefühlt.

www.Fairmont Hotel