Halbwüste im Federkleid

Parallel zur Küstenstraße der Garden Route verläuft eine alternative Route durch das Inland. "See the Karoo on Route 62" heisst der Slogan und es empfiehlt sich, diese Route 62 auch einmal zu fahren.

Wenig Verkehr und wunderbare Landschaft. Man fährt lange Strecken durch Talsohlen, rechts und linke Berge, die ab dem späteren Nachmittag oft mit Nebelwolken überbedeckt sind. Sieht immer wieder gut aus.

Wir waren im Jahr 2006 das erste Mal in dieser Gegend und fuhren über die besagte Route 62 von Swellendam aus nach Oudtshoorn.

Anfang 2017 waren wir nochmal hier und fuhren von dem privaten Game-Reservat Botlierskop aus zunächst über eine landschaftlich sehr schöne Schotterstraße bis zur R 328 und auf dieser dann weiter nach Oudtshoorn.

Die Strecke führt durch bergige Abschnitte und je weiter man sich Oudtshoorn nähert, umso flacher und trockener wird es. Wenn dann die ersten Strauße am Wegesrand auftauschen, dann ist es nicht mehr weit.

Oudtshoorn ist die Stadt der Strauße, überall gibt es Straußeneier und -federn zu kaufen. Zahlreiche Farmen laden zu Besichtigungen ein, das sollte man auch unbedingt machen. Dort erfährt man alles über die Aufzucht, das Verhalten dieser Tiere und die Geschichte dieses Ortes.

In den goldenen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts waren Boas sehr gefragt und Oudtshoorn war der weltweit größte Produzent der Federn hierfür. So sieht man heute noch vielerorts mehrere prächtige Gebäude der damals wohlhabenden Kaufleute.

Der Ort an sich hat sonst nicht allzu viel zu bieten. Entlang der Hauptstraße findet man ein paar Läden und Restaurants.

Das einzig sehenswerte Gebäude ist der prächtige und markante Altbau an der Baron van Reede Street, in dem sich das C.P. Nel Museum befindet. Das aufwendig gestaltete Gebäude mit seinem rund 30 Meter hohen Turm ist ein wahrer Hingucker. Hier wird man auch gleich von Straßenverkäufern angesprochen und schlendert man von hier aus nach Norden, dann erlebt man den schönsten Teil des Ortes mit vielen Bäumen.

Es ist geradezu ein Muß, von hier aus über den Swartberg Pass nach Prince Albert zu fahren. Eine traumhafte Bergtrecke. Sie ist zwar steinig, staubig und kurvig, aber landschaftlich von überwältigender Schönheit.

Man kann die Strecke mit "normalen" PKWs befahren, es macht wirklich viel Spaß und geboten wird eine wunderbare Landschaft. Bitte genügend Zeit einplanen und am besten eine Nacht in Prince Albert verbringen, bevor es auf einem Rundkurs wieder zurück Richtung Oudtshoorn geht.

Die ausführliche Beschreibung zu dieser Tour seht Ihr unter dem Menüpunkt Swartberge Karoo.

Während wir bei unserem ersten Besuch den Ort mehr als Zwischenstop gesehen haben, verbrachten wir bei unserem letzten Besuch in 2017 noch 2 Tage in der unten näher beschriebenen Madi Madi Lodge. Diese liegt in völliger Abgeschiedenheit, also Entspannung und Ruhe pur und die Möglichkeit, noch ein paar Safari - Ausflüge zu unternehmen.

Bereits die Anfahrt ist landschaftlich wunderschön und bei der Lodge dann angekommen, wird man gleich von drolligen Erdmännchen begrüßt.

Es gibt hier keine Big Five, die Tierwelt steht gewissermaßen eher im Hintergrund. Es sind vielmehr die schöne Landschaft und die holprigen Fahrerlebnisse mit dem Jeep, die man hier genießt.

Wie üblich, gibt es einen morgentlichen Drive sowie eine Sundowner Fahrt. Das besonders Schöne hierbei empfanden wir durch die Tatsache, dass man nahezu alleine mit dem Ranger durch diese Wildnis fährt. Die Lodge ist recht klein und wir waren neben einem anderen Pärchen die einzigen Gäste.

Natürlich gibt es aber auch noch Tiere zu beobachten, dies am besten kurz vor Sonnenuntergang.

Wir fuhren einen steilen Abhang hinunter in das ausgetrocknete Flußbett und dort haben wir zahlreiche Antilopen, Wasserböcke, Zebras und Büffel angetroffen. Ein schöner Abschluß einer schönen Safari - Tour und in der Lodge gabs dann am Lagerfeuer den obligatorischen Drink.

Weitere Impressionen von Oudtshoorn

Unsere Unterkünfte bei Oudtshoorn

Anfang 2017 waren wir in der

MADI MADI KLEIN KAROO SAFARI LODGE

Das ist eine sehr schöne Lodge abseits jeglicher Zivilisation. Fährt man von Oudthoorn rund 40 Minuten Richtung Osten und biegt in Dysseldorp nach Süden ab, so steht man an einem großen Tor, der Einfahrt zu dem riesigen Reservat. Von hier geht es nochmal gute 20 Minuten auf einer Schotterstraße zur Lodge.

Dort angekommen wird man herzlich empfangen und wohnt in einzelnen Häusern, die um das Haupthaus gruppiert sind. Diese sind sehr schön eingerichtet und sehr geräumig. Von der eigenen Terrasse aus hat man einen tollen Blick auf eine gepflegte Grünfläche mit Pool sowie das dahinter liegende, ausgetrocknete Flußbett.

Der Lounge- und Restaurantbereich sind sehr gemütlich gestaltet und es gibt ein gutes 3 gängiges Dinner bei Kerzenschein. Vorher gehts natürlich mit dem Jeep auf eine Safari-Tour durch die hügelige Landschaft.

Tolle Lage, tolles Ambiente und sehr entspannend.

www. Madi Madi Lodge

Auf unserer ersten Reise in diese Gegend im Jahr 2006 waren wir in folgendem B&B:

THE RETREAT AT GROENFONTEIN

Diese noch aktive Farm liegt sehr abseits in einem verträumten Tal, etwa 40 Km von Outshoorn entfernt. Es ist eine traumhaft schöne Lage und die Gastgeber sind besonders nett und freundlich.

Das Haus sowie die gesamte Anlage sind sehr gepflegt, die Zimmer sind zwar recht klein, aber nett eingerichtet und ordentlich. Abends sitzt man mit den anderen Gästen und Gastgebern an einem langen Tisch und es gibt herrlich gute Hausmannskost. Sehr familiär und schön.

www. Groenfontein