Addo - Elefanten hautnah

Der Addo Elephant Park ist ideal, um wirklich große Herden von Elefanten zu beobachten. Aber nicht nur diese Säugetiere gibt es zu bewundern, sondern auch die Big Five und mehr.

Wir waren insgesamt dreimal hier und haben uns jeweils unterschiedliche Camps, meist im direkten Umfeld des Parks ausgesucht. Besonders aufregend war aber das Gorah Elephant Camp direkt im Addo Park (siehe unten).

Man kann auf gut ausgebauten Straßen mit dem eigenen Auto in den Park fahren und alles auf eigene Faust erkunden. Echtes "Jagd-Fieber" kommt dann in den umliegenden privaten Reservaten auf, denn dort können die Ranger querfeldein fahren, wo hingegen im Nationalpark man die Wege nicht verlassen darf. Vorsicht beim fahren, immer wieder queren Elefanten und Co..

Ein unvergessliches Erlebnis ist es, wenn man über eine Bergkuppel oder durch ein Dickicht fährt und auf einmal sich riesige Elefantenherden zeigen. In anderen Parks sieht man auch Elefanten, aber hier kann man auch einmal 100 dieser Tiere zusammen beobachten.

Bei solchen Anblicken kann man sich kaum satt sehen, wir verweilten immer recht lange an den diversen Stellen, insbesondere Wasserlöchern, und sahen uns das Treiben und Verhalten der Herden an. Toll.

Bei unseren ersten beiden Besuchen war man noch auf den nördlichen Teil des Park begrenzt, mittlerweile wurde dieser im Süden deutlich erweitert und reicht fast bis ans Meer. Insgesamt weist das Gebiet eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft auf. Es ist hügelig und man kann auch über weitläufige Ebenen fahren. 

Neben den Elefanten trifft am hier aber auch die Big Five an. Nicht nur die Natur bietet eine große Vielfalt an, auch das Tierleben.

An mehreren ausgeschilderten Stellen kann man -auf eigene Gefahr- das Auto verlassen und teils kurze Wege zu Fuß durch das Dickicht unternehmen zu geschützten Aussichtspunkten. Von dort ist man dann den Tieren ganz nah, ein besonderes Erlebnis ohne das sonst schützende Fahrzeug.

Wenn man den Addo Park im Süden bei Colchester verlässt, sind es nur wenige Fahrminuten bis zum Sundays River. Man zahlt einen kleinen Eintritt und fährt dann über eine schmale Schotterpiste entlang des Flusses bis zum sog. Sundays River Mouth, wo der Fluß ins Meer mündet.

Die Landschaft hier ist geprägt von schneeweißen hohen Sanddünen und Stränden. Ein kleines Paradies für Wasserfreunde vor toller Kulisse. Ist auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Wie eingangs bereits erwähnt, kann man in der Umgebung des Addo Parks in zahlreichen Privatreservaten auch individuelle Safaris unternehmen und in edlen Lodges übernachten. Dies hat seinen Preis, ist aber auch ein Erlebnis, denn mit dem Jeep geht es dann kreuz und quer durch die Wildnis und es werden die Big Five und mehr geboten.

Eine seltene Besonderheit war die Beobachtung eines weißen Löwens. Da hatten wir wirklich großes Glück, denn so etwas sieht man nicht alle Tage.

 

Die Fahrten durch diese ewig weite Wildnis ist sehr schön und der krönende Abschluß ist -wie bei allen Safaris- der Sundowner in der Natur, umgeben von wilden Tieren. Da schmeckt der Gin Tonic besonders gut!

Weitere Impressionen vom Addo NP

Unsere Unterkünfte im Addo

Am und im Addo Elefant Park waren wir in folgenden Lodges:

Gorah Elephant Camp

Der absolute Hit, Out of Afrika - Feeling total. Dies ist das luxuriöseste Camp mitten im Addo Park.

Das Camp ist -mit Ausnahme des Pool-Bereichs - nicht eingezäunt. Man sitzt auf der Terrasse, speist hervorragend zubereitete Gerichte, trinkt dazu ein Gläschen Wein und vor einem stehen Elefanten & Co.

Man wohnt in Zelten, die auf Holzplateaus errichtet sind, alles bestens ausgestattet. Das Urgemütliche an dieser Lodge ist, dass es keinen elektrischen Strom gibt (man kann allerdings Geräte über Nacht aufladen lassen). Alles ist mit Petroleum-Lampen und Kerzen erleuchtet, authentisches Abenteuer-Feeling.

www.Gorah Elephant Camp

Woodall Country House

Eine absolut empfehlenswerte Unterkunft, knapp 10 Km vom Addo Park Eingang entfernt. Sehr geschmackvoll eingerichtet, schöne, geräumige Zimmer, kleine, aber sehr gepflegte Anlage und sehr gutes Essen. Angetan hat uns die große Marmeladenauswahl beim Frühstück und natürlich das herrliche Deck mit geschmackvollen Sitzgelegenheiten und Blick auf einen Teich mit vielen Vögeln.

Bei unserem letzten Besuch im Jahr 2017 waren wir nochmals positiv überrascht, denn man hatte zwischenzeitlich ein paar kleine Häuschen dazu gebaut, in denen man nochmals komfortabler wohnt. Man hat dort sogar einen kleinen privaten Hofbereich mit einem kleinen Pool, ideal zur Abkühlung. Für Wiederkehrer gibt es übrigens eine Flasche Champagner vom Haus. Immer wieder schön hier.

www.Woodall Country House

River Bend Lodge

Der Addo Nationalpark wird im nördlichen Teil durch die R 342 getrennt und in diesem noch zum Park gehörenden Teil liegt diese Lodge. Sehr schöne Lage und erbaut in einem kolonialem Stil. Im geschmackvoll eingerichteten Haupthaus liegen die Lounge, die Bar und das Restaurant. Man speist auf einer lang gezogenen Terrasse in gediegener Atmosphäre.

Die gesamte Anlage ist gärtnerisch schön angelegt und man wohnt in kleinen Doppelhäusern, die wiederum elegant eingerichtet sind. Diese Lodge ist eigendlich sehr schön, getrübt wird aber der Aufenthalt durch einen leider sehr schlechten Service und eine mäßige Speisequalität. Dies steht in keinem Verhältnis zu den sehr hohen Übernachtungspreisen. Schade.

www.River Bend Lodge

Pumba Game Reserve

Diese Lodge liegt in einem privaten Reservat, direkt angrenzend an den Addo Park. Kurz gesagt: traumhaft!

Die Lage ist einmalig, unmittelbar an einem kleinen See mit Hippos. Nachts hört man diese sehr deutlich. Eine tolle Anlage inmitten der Wildnis, auch ohne Zäune.

Man wohnt in eigenen, reetgedeckten Häusern, die sehr luxuriös eingerichtet sind. Zu jedem Haus gehört ein eigener kleiner Pool mit tollem Blick. Sehr empfehlenswert!

www.Pumba Game Reserve

Blaauwbosch Game Lodge

Diese Lodge liegt in einem privaten Reservat etwa 30 Km vom Addo Park entfernt und verfügt über die Big Five. Es ist eine ausgesprochen schöne Lodge, nicht so bekannt wie Shamwari etc. und daher sehr individuell. Das Personal war sehr freundlich, Zimmer und die gesamte Anlage perfekt gepflegt.

Wie bei fast allen Lodges liegt vor dem Haupthaus ein Wasserloch, wo man Tiere beobachten kann.

Update: Wir waren hier im Jahr 2003 und bei unseren letzten Recherchen nach dieser Lodge mussten wir feststellen, dass es diese scheinbar nicht mehr gibt.

Der Addo Elephant Park war Teil unserer folgenden Reisen:

Januar 2017

Addo Elephant Park - Tsitsikamma National Park - Plettenberg - Knysna - Oudtshoorn - Beaufort West - Swartberge - Swellendam - Hermanus und Walker Bay - Franschoek - Stellenbosch

Diese Tour auf der Karte ansehen.

Januar 2007

Johannesburg - Madikwe - Magaliesberg - Kapstadt- Franschoek - Hermanus - Wilderness - Plettenberg - Swellendam - Tsitsikamma - Addo Elephant Park - Port Elizabeth

Januar 2006

Kapstadt mit Stellenbosch, Hermanus, Karoo, Swellendam, Outshoorn, über den Swartberg Pass nach Prince Albert, Graaf Reinet, Addo Elephant Park, Plettenberg und Tsitsikamma

November 2003

Port Elizabeth - Plettenberg - Knysna - Tsitsikamma - Addo Elephant Park