Göttlich farbenfrohe Landschaften

Mit dem Namen Colorado Springs verbindet man wohl eher die Rocky Mountains und einen Ort des Wintersports. Doch er ist auch ein kleines Paradies für Wanderer und wartet mit allerhand landschaftlichen Sehenswürdigkeiten auf.

Allen voran natürlich der Garden of the Gods. Dieser Park ist öffentlich zugänglich, man muß nicht einmal Eintritt zahlen. Man kann diesen mit dem eigenen Auto durchfahren und zahlreiche Wanderungen und Spaziergänge unternehmen. Und das alles in einer Kulisse von unterschiedlich roten Sandsteinformationen.

Es gibt mehrere Parkplätze, von denen man sich zu Fuß durch diese schöne Landschaft aufmachen kann. Der Klassiker aller Wanderwege ist der Central Garden Trail, dieser geht vom Main Parking Lot aus erst einmal entlang einer riesigen roten Felswand mit dem Namen Kissing Camel und dann weiter auf einem Rundweg zwischen steilen, teils bizarren Felsformationen hindurch.

Immer wieder ist man fasziniert von den Gesteinsformen, denn viele von diesen wirken wie riesige, in den Boden gestoßene und aneinander gereihte, spitze Felsscheiben. 

Die Wanderungen hier sind wirklich toll, man läuft durch kleinere lichte Waldstücke und überall sprießen förmlich die spitzen Felsen aus dem Boden.

Es gibt auch zwei Anhöhen, von denen man dann auch noch einen herrlichen Blick auf die auch im Sommer verschneiten Rocky Mountains sowie diese Sandsteinwunder hat.

Ein weiteres Highlight ist der Balanced Rock. Man hat den Eindruck, als ob ein riesiger Stein hier so abgelegt wurde, dass er geschmeidig vor sich hin balanciert. Hier hat die Erosion volle Arbeit geleistet.

Man kann auf den umliegenden Felsen herumspazieren, wie fast überall im Park gibt es kaum Absperrungen. Nur schießen darf man nicht überall, da waren wir doch kurz verdutzt, was dieses Schild denn bedeutet? Etwa dass man außerhalb der beschilderten Stellen schießen darf? Amerika eben.

Ein sehr schöner Spaziergang ist der Aufstieg zu den Siamese Twins. Über teils etwas steile Stufen und schmale Wege durch Buschwerk geht es auf ein Plateau mit grandioser Aussicht.

Hier hat wiederum die Erosion ein steinernes Wunder erschaffen. Zwei sich sehr ähnelnde und miteinander verbundene Felsen ragen in die Höhe und erinnern so an siamesische Zwillinge. 

Es gibt hier zahlreiche Wanderwege, am Info Centre bekommt man eine Karte oder schaut hier schon mal auf die virtuelle Version.

Neben den zuvor erwähnten Wanderwegen möchten wir aber den Ridge Trail sowie den Cabin Canyon Trail noch besonders empfehlen. Auch diese führen jeweils auf einem Rundweg zu einer Anhöhe, von der man wiederum einen tollen Blick auf die Berge und Felsen hat.

Das moderne Stadtzentrum

Fasziniert von den vielen landschaftlichen Eindrücken gehts nun wieder zurück ins Großstadtleben.

Das eigentliche heutige Stadtzentrum von Colorado Springs ist nicht sonderlich groß, es dominieren einige Bürogebäude sowie historische Gebäude wie das Pioneers Museum, das von einer schönen Grünanlage umringt ist. Sehr auffällig ist, dass alles äußerst gepflegt und sauber ist, untypisch schön für eine amerikanische Großstadt.

RESTAURANT TIPP

Schräg gegenüber von besagtem Museum liegt an der Tejon Street das MacKenzie´s Chop House. Dieses wurde uns wärmstens empfohlen, da es hier angeblich die besten Steaks der Stadt gibt. Also wir können das bestätigen!

Dieses sehr geschmackvol eingerichtete Restaurant mit einem netten sonnigen Innenhof serviert in der Tat herrliche Steak-Gerichte und zum Lunch gibt es günstigere Menüs. Toller Service und eine angenehm gediegene Atmosphäre, aber keineswegs steif.

Und die Altstadt

Es lohnt sich auch, einen kurzen Spaziergang durch den alten Teil der Stadt zu unternehmen.

In Old Town reihen sich in meist aus Backstein erbauten historischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert Lokale, Galerien und Geschäfte aneinander. An den ungewöhnlichsten Stellen wie z.B. Zeitungsständern wird auch gedacht an die Zeit des Goldrausches und des Bergbaus. Tagsüber ist es recht ruhig hier, abends soll aber mächtig was los sein.

Die Felsenbehausungen der Indianer

Fährt man dann auf der Route 24 nach Westen, so erwarten einen noch drei weitere Sehenswürdigkeiten.

Die Manitou Cliff Dwellings vermitteln einen sehr guten Eindruck vom Leben der Anasazi Indianer, die vor über 1.000 Jahren in dieser Gegend, allerdings nicht genau an diesem Ort, in Felsbehausungen wohnten. Diese in den Fels gehauene Wohnungen wurden hier Anfang des 20. Jahrhunderts nachgebaut und sollen seitdem die Kultur dieses Indianervolkes in Erinnerung halten.

Im kleinen angeschlossenen Museum wird viel historisches Material ausgestellt, sehr interessant.

Cave of the Winds

Nur wenige Kilometer weiter führt eine steile und kurvenreiche Straße hinauf zur Cave of the Winds. Bei der Anfahrt eröffnen sich bereits schöne Ausblicke auf einen Canyon sowie eine felsige Schluchtenlandschaft.

In den Steilhang gebaut wurde ein Besucherzentrum, von dem man diverse abenteuerliche Touren sowie eine geführte Höhlenwanderung unternehmen kann. Von der Terrasse aus hat man den besten Ausblick und wer den Nervenkitzel sucht, der kann sich wie Batman in die Tiefe fallen lassen.

Red Rock Open Space

Fährt man nun wieder auf dem Hwy 24 zurück Richtung Stadt, so kommt man an der Red Rock Open Space vorbei. Allerdings sollte man nicht vorbeifahren, sondern unbedingt einen Besuch abstatten, denn hier gibt es viele Wanderwege, die wiederum durch farbenprächtige Felsen hindurch führen. Viele von diesen stellen sog. Hogbacks dar, also scheibenartige schmalere Felsen, die emporsteigen.

Früher wurde hier der rote Sandstein abgebaut, bis die Stadt das riesige Areal kaufte und es zu einem Erholungsgebiet umwidmete. Ein Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber. 

Impressionen von Colorado Springs

Unsere Unterkunft in Colorado Springs

CHEYENNE MOUNTAIN RESORT

Vor der wunderbaren Bergkulisse des Cheyenne Mountain liegt dieses Resort mit direktem Anschluß an den Golfplatz mit Country Club, wo es sogar einen kleinen Sandstrand an einem künstlich angelegten See gibt.

In der riesigen Lobby mit schweren Holzbalken und großem Kamin wird man sehr herzlich empfangen. Offen angrenzend befinden sich das Restaurant und der Barbereich. Diesen wiederum vorgelagert befinden sich zwei große Terrassen mit schönen Sitzgelegenheiten, ideal für einen snack und einen drink mit tollem Ausblick auf die weitläufige Landschaft.

Die Anlage ist an einen Hang gebaut, die jeweiligen Ebenen werden über Aufzüge verbunden. Die Zimmer verteilen sich auf mehrere Gebäude, wir wohnten in der Fountain Creek Lodge. In unseren Augen sollte man entweder diese oder die Cripple Creek Lodge buchen - hier die Übersichtskarte - denn diese bieten einen sehr schönen Ausblick auf die Berge und den Golfplatz und man wohnt hier völlig ruhig, denn in diesem Bereich ist der vorgelagerte kleine Weg für Autos gesperrt. Die Zimmer sind sehr geräumig und geschmackvoll eingerichtet, ein Balkon gehört auch dazu.

Insgesamt ein sehr schönes Hotel mit freundlichem Service.

www. Cheyenne Mountain Resort

Colorado Springs war Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2018

Los Angeles — Palm SpringsScottsdaleTucsonTruth or ConsequencesAlbuquerqueSanta FeBandalier National MonumentLos Alamos — Taos — Colorado Springs — Denver

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