Älteste Wohnsiedlung Amerikas

Die USA können ja nicht gerade mit einer langen Geschichte aufwarten, aber in Taos ist das anders. Dieser Ort ist die längste, durchgängig bewohnte Siedlung von Kontinentalamerika. Bereits im 10. Jahrhundert ließen sich hier die Anasazi-Indianer nieder und deren Nachfahren, die Taos-Indianer, wohnen heute noch zum Teil in den aus Lehmziegeln gebauten Pueblos.

Diese sog. Taos-Pueblos liegen etwa 3 Meilen außerhalb des heutigen Stadtzentrums von Taos, idyllisch an einem kleinen Fluß und vor einer Bergkulisse, und sind natürlich der Höhepunkt eines Besuches in dieser Region.

Es macht zwar etwas den Eindruck eines Museumsdorfes, aber es leben tatsächlich noch 50 bis 60 Menschen hier. Man verlangt ein Eintrittsgeld und bekommt dafür eine sehr interessante Führung durch das Dorf. Diese werden von Taos-Indianern durchgeführt und unser Guide wurde sogar in diesem Dorf geboren.

Mittelpunkt des großen Dorfplatzes ist eine schöne Kirche sowie der große, teils viergeschossige Adobe-Bau, in dem sich mehrere Wohnungen befanden. Heute sind im Erdgeschoß einige Souvenirläden untergebracht.

Bei der Führung erfährt man dann alles über die Geschichte dieses Volkes, wie sie lebten und heute hier wohnen. Hier und da kann man auch mal einen Blick in wenige Häuser werfen, die auch heute noch kein fließendes Wasser und keinen Strom haben. Diese haben mittlerweile auch ebenerdige Zugänge, ursprünglich gab es diese nicht. Vielmehr waren die Häuser von den Dächern aus erschlossen, die man mit Leitern erreichte. So hatten es mögliche Angreifer schwer, die Häuser zu überfallen.

Nach dem offiziellen Teil kann man noch auf eigene Faust durch die kleinen Gassen des Dorfes schlendern und diese außergewöhnliche Architektur und die schöne Landschaft genießen.

Mittelpunkt des heutigen Zentrums von Taos ist die gleichnamige Plaza mit einigen Geschäften sowie einer Grünfläche mit Sitzgelegenheiten. Die Häuser sind auch hier weitestgehend im Adobe-Stil errichtet und man sollte auch einmal durch die kleinen Nebengassen schlendern.

Dabei entdeckt man nette Lokale sowie Läden, sehr nett sind die John Dunn Shops an der gleichnamigen Straße.

Tipp: In der Stadt gibt es natürlich einige Restaurants, aber auf Empfehlung hin waren wir zum Lunch im Orlando´s, wo köstliche, authentische mexikanische Gerichte serviert werden. 

Dieses liegt an der Route 64, etwa 2 Meilen nördlich des Stadtzentrums. Innen sitzt man in einem bunt bemalten Raum und an rustikalen Holztischen. Vor dem Lokal kann man auch auf einer schönen Außenterrasse speisen.

In der näheren Umgebung von Taos gibt es noch weitere sehenswerte Ziele. Allen voran die Gorge Bridge, die den Rio Grande überspannt. Man fährt knapp 20 Minuten auf der Route 64 und kann dann einen beachtlichen Canyon bewundern, der von dem heute recht ruhig wirkenden Fluß geformt wurde.

Es gibt ein paar Aussichtspunkte, von denen man einen schönen Blick auf die Schlucht und die Brücke hat. Mit etwas Glück kann man auch mächtige Steinböcke beobachten, die hier gerne grasen.

Nur wenige Kilometer weiter hat sich eine alternative Community zusammen gefunden, die hier aus 100% recycelten sowie natürlichen Baumaterialien neue Wohnwelten schaffen wollen. Sie nennen dies Earthship Biotecture und teilweise erinnert die Architektur etwas an Gaudi.

Einige Häuser stehen auch schon und man kann sich diese auch von außen ansehen. Interessant und sehr außergewöhnlich.

Auf dem Weg zurück nach Taos weist ein Schild hin zum Millicent Rogers Museum. Dieser Abstecher lohnt sich durchaus, denn nicht nur die Lage und Adobe-Architektur des Museums ist sehenswert, sondern auch die Ausstellung und Sammlungen dieser in unseren Breiten recht unbekannten Dame.

Millicent Rogers war die Tochter des schwer reichen Inhabers von Standard Oil und in den USA eine sehr bekannte Modeikone in den 20er und 30er Jahren. Sie war nicht nur eine leidenschaftliche Kunstsammlerin von uramerikanischen Gegenständen, sondern setzte sich auch vehement für deren Rechte ein. 

 

Weitere Impressionen von Taos

 

Unsere Unterkunft in Taos

EL MONTE SAGRADO

Wenn man sich für dieses Hotel entscheidet, was wir sehr empfehlen können, dann logiert man etwa 10 Gehminuten vom Zentrum entfernt in einer wahrhaft grünen Oase.

Die großzügig gestaltete Anlage ist im Pueblo-Stil errichtet und verteilt sich auf mehrere Häuser sowie verschieden große Villen. Demzufolge kann man auch zwischen mehreren Zimmer- und Häuserkategorien wählen. 

Die parkähnlichen Außenanlagen sind sehr gepflegt und ein kleiner Bach, der durch das Grundstück verläuft, versprüht eine entspannende Atmosphäre.

Unser Zimmer im ersten Stock war sehr geräumig und schön eingerichtet. Alles perfekt gepflegt mit einem offenen Bad und einem Balkon mit schönem Blick ins Grüne.

Natürlich gibt es hier auch einen Spa Bereich sowie ein kleines Schwimmbad. Wenn man Hunger verspürt, dann kann man zwischen zwei Restaurants sowie einer schönen Bar mit Snackangeboten wählen.

Ein rundum schönes Hotel mit sehr aufmerksamen Service, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

www. El Monte Sagrado

Taos war Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2018

Los Angeles - Palm Springs - Scottsdale - Tucson - Truth or Consequences - Albuquerque - Santa Fe - Bandalier National Monument - Los Alamos - Taos - Colorado Springs - Denver