Portland - Leben am Willamette River

Portland gilt als eine der lebenswertesten Städte im Nordwesten der USA und bei einem Spaziergang durch die City kann man sich davon überzeugen.

Das Herz der Stadt schlägt rund um den Pioneer Courthouse Square, einem größeren Platz mit Cafés, der von mächtigen und ansprechenden Bankpalästen eingerahmt ist.

An der Ostseite des Platzes steht eines der bedeutendsten Gebäude dieser Stadt, das auch Namensgeber des Platzes ist: das  Pioneer Courthouse.

1869 erbaut, ist es das älteste Bundesgebäude im Nordwesten des Landes und beherbergt das Berufungsgericht von Oregon. Das Gerichtsgebäude kann man außerhalb der Sitzungszeiten ohne Anmeldung besichtigen.

Beim Betreten des Gebäudes wird man von sehr freundlichen uniformierten Beamten begrüßt und muß eine Kontrollstation wie an Flughäfen durchlaufen.

Danach kann man sich völlig frei im Haus bewegen und nahezu alle Räume auf eigene Faust besichtigen. Das erstaunlichste war, dass wir sogar das Büro des obersten Richters in seiner Abwesenheit und ohne Begleitpersonal begehen durften. Das wäre bei uns undenkbar.

Nachdem wir hier viel von der Geschichte der Stadt und dem Gerichtswesen erfahren haben, wurde es Zeit für eine kulinarische Pause.

Tipp: 5 Gehminuten südwestlich des Pioneer Squares liegt das uneingeschränkt empfehlenswerte Restaurant Higgins.

In einem Ambiente wie in einer französischen Brasserie wird man mit sehr guten und schön angerichteten Speisen verwöhnt. Der Service ist äußerst freundlich und aufmerksam und mittags gibt es günstige Menüs.

Über den netten Stadtpark Chapman Square ging es dann weiter zum Willamette River. Die meisten Straßen dorthin sind gesäumt von großen Bäumen. Insgesamt erlebt man hier ein sehr gepflegtes Straßenbild mit einer Mischung aus historischen und modernen Gebäuden.

Am Fluß dann angekommen steht man im Tom McCall Waterfront Park mit einer schönen Uferpromenade, die einen natürlich zu einem Spaziergang verleitet.

Es geht also nach Norden am Fluß entlang und zwischen diesem und den Hochhäusern der Stadt kann man auf den lang gezogenen Grünflächen Erholung suchen.

Auf der Höhe der Morrison Bridge sind wir dann Richtung Downtown abgebogen, hier befindet sich der alte, historische Teil der Stadt.

Schön verzierte Backsteingebäude und enge Gassen mit Cafés und Lokalen prägen diese Gegend. 

Wenn dann die Dämmerung hereinbricht, bietet sich ein Besuch des südlichen Teils des Uferparks an.

Hier findet man mehrere Restaurants und Bars und kann auf einer der Lokalterrassen mit Blick auf die Marina den Sonnenuntergang bei einem leckeren Sundowner genießen.

Tipp: Zum Dinner waren wir im King Tide Fish & Shell Restaurant, das zum Kimpton River Place Hotel gehört.

Man sitzt entweder auf der netten Terrasse mit Blick auf den Fluß oder in dem geschmackvoll eingerichteten Innenbereich. Es werden in legerer Atmosphäre sehr gute Speisen serviert und obwohl dieses Restaurant gegenüber den anderen Lokalen in der Nachbarschaft etwas feiner ist, kann man das Preis-/ Leistungsverhältnis als sehr angemessen bezeichnen.

10 Fahrminuten westlich des Zentrums befindet sich der Washington Park, die grüne Lunge der Stadt. In der weitläufigen Parkanlage mit Wanderwegen findet man auch den Portland Zoo und ein Kindermuseum.

Darüber hinaus ist der Japanese Garden sehenswert, ebenso wie der International Rose Test Garden. Hier kann man 10.000 Rosensträucher mit über 650 Rosensorten bestaunen.

Bei dem Besuch des Holocaust Memorial wird man dann nach der Blumenpracht nachdenklich gestimmt.

Neben ergreifenden Zitaten auf der großen abgerundeten Gedenkwand bleiben einem die aus Metall gefertigten Koffer und persönliche Gegenstände, die die Vertreibung der Juden symbolisch und realistisch darstellen, in Erinnerung.

Unweit des Washington Parks nördlich der Burnside Road steht auf einer Anhöhe das besuchenswerte Pittock Mansion.

1914 erbaute der erfolgreiche Verleger Henry Pittock dieses luxuriöse Haus mit 46 Zimmern inmitten eines schönen Parks mit Blick über die Stadt.

Im Innern des Gebäudes wird einem der Wohlstand der Pittocks vor Augen geführt. Es wurden edle Materialien verarbeitet und zahlreiche handwerkliche Details wie Holzschnitzerein und Stuckdekors sind zu bewundern.

Besonders angetan hat uns die fortschrittliche Dusche mit Rundum-Düsen, eine große Besonderheit für diese Zeit. Das Haus kann man in Eigenregie erkunden.

Neben der Villa kann man noch den Garten sowie eine Nebengebäude besichtigen, in dem die Haushälter seinerzeit wohnten.

Wenn man jetzt noch eine kleine Wanderung unternehmen möchte, der unmittelbar vom Parkplatz abgehende Wildwood Trail führt durch ein schönes Waldgebiet.

Weitere Impressionen von Portland

Unsere Unterkunft in Portland

PORTLAND MARRIOTT DOWNTOWN WATERFRONT

Dieses typische Business-Hotel liegt unmittelbar gegenüber vom Waterfront Park, eine sehr gute Lage also für die fußläufige Erkundung der Stadt. Der tagsüber durchaus dichte Autoverkehr vor dem Hotel beruhigt sich abends deutlich und man kann bei offenem Fenster ruhig schlafen. Wir haben ein Zimmer mit Wasserblick gebucht mit sehr schöner Aussicht von dem kleinen Balkon auf den Fluß und den Park. Die Zimmer sind nicht allzu groß, aber völlig ausreichend und dekorativ schön eingerichtet.

Die große Lobby ist etwas nüchtern, aber der angrenzende Bar- und Loungebereich dafür sehr nett. Hier werden neben guten Drinks auch Speisen serviert. Auf der anderen Seite der Lobby gibt es noch ein Café mit angeschlossenem kleinen Shop, wo man sich mit Kleinigkeiten versorgen kann.

Geht man über die Straße, kann man herrlich in den Grünanlagen am Fluß entlang spazieren gehen, hier gibt es auch eine Vielzahl an Restaurants.

Insbesondere wegen der Lage und des angemessenen Preis-/ Leistungsverhältnisses ist dieses Hotel durchaus empfehlenswert.

www. Marriott Downtown Waterfront

Portland war Teil unserer folgenden Reise:

August/ September 2019

Seattle - Mount Rainier - Mount St. Helens - Cannon Beach - Newport - Bend - Crater Lake - Mount Hood - Columbia River - Portland

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