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Durch Lavafelder zu hübschen Orten

Von Newport an der Küste kommend fuhren wir den Highway 20 nach Osten, bogen dann auf die 126 nach Süden ab, um zum McKenzie Highway (Route 242) zu gelangen. Dies ist ein sehr schöner Scenic Byway, der sich zunächst durch dichte Wälder schlängelt. 

Es geht bergauf und langsam lichtet sich die Landschaft und verändert sich dabei komplett. Und dann erscheinen die ersten riesigen Lavafelder.

Von nun ab geht es über mehrere Kilometer durch weitläufiges Lavagestein, das sich links und rechts der Straße ausbreitet.

Im Hintergrund sieht man die teils schneebedeckten Vulkankegel, besonders schön sind die Three Sisters, die sich auf bis zu 3.150 Meter erheben. Die letzten Ausbrüche liegen schon 2.000 Jahre und mehr zurück, diese waren aber heftig, wie man an den riesigen Lavafeldern erkennen kann.

Dann erscheint das Dee Wright Observatory, ein aus Lavasteinen aufgetürmter Hügel mit einer Aussichtsplatform, von der man einen herrlichen Rundumblick auf Vulkane und die Lavafelder hat.

Von hier ab führt die Straße wieder leicht bergab und man entfernt sich ein wenig von den Lavafeldern, sodass bald wieder Kiefernwälder die Wegstrecke säumen. Bei der Weiterfahrt wird man begleitet von dem schönen Anblick auf den knapp 2.400 Meter hohen Mount Washington, der wegen seiner spitzen Form besonders auffällig ist.

Kurz vor dem Ort namens Sisters endet dieser schöne Mc Kenzie Pass, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der nette kleine Ort Sisters bietet sich gut für einen Zwischenstop an. Man hat sich hier schön herausgeputzt, das äußerst gepflegte Stadtbild ist geprägt von bunten Holzhäusern, die sich weitestgehend entlang der Hauptstraße aneinander reihen.

Es ist ein recht touristischer Ort, aber sehr ansprechend. Es gibt einige Restaurants und viele Geschäfte. Ein kurzer Spaziergang durch die Straßen lohnt sich.

Tipp: Sisters bietet sich für ein schönes Mittagessen an. An der Hauptstraße mitten im Ort liegt das Gallery Restaurant, das anscheinend sehr beliebt ist. Es war bei unserem Besuch komplett voll und wir hätten eine gute Stunde warten müssen, sodass wir nach einer Alternative suchten.

Fündig geworden sind wir am Ortsrand in der Three Creeks Brewing Company. Hier wird das Bier selber gebraut und man bekommt typische amerikanische Speisen serviert, die sehr gut geschmeckt haben. Innen speist man in einer legeren Atmosphäre, alternativ kann man es sich auf einer Terrasse mit Waldblick gemütlich machen. Nettes einfaches Lokal in schöner Lage.

Die Fahrt geht weiter auf dem Highway 20 Richtung Bend. Unterwegs lohnt noch ein kleiner Abstecher zum Riley Ranch Nature Reserve

Diese ehemalige Ranch wurde 2017 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und man kann einen etwa einstündigen Spaziergang durch das weitläufige Gelände unternehmen. Man spaziert gemütlich durch kleinere Waldflächen und offenes Gelände mit Blick auf die Vulkangipfel der Three Sisters im Hintergrund. Ein kleiner Canyon durchzieht ebenfalls die Ranch, von einer Aussichtsplatform hat man einen guten Ausblick auf diesen und die gegenüber liegenden Villen.

Von hier aus sind es noch gute 10 Fahrminuten bis Bend. Im Stadtzentrum findet man zwischen der Wall Street und der Bond Street zahlreiche Geschäfte und Lokale.

Besonders schön ist aber der Old Mill District südlich des Zentrums. Hier wurde bis in die 1980er Jahre Holz verarbeitet. Nachdem die Sägewerke schließen mußten, verfielen die Gebäude, bis 1993 das über 100 Hektar große Gelände von privaten Investoren erworben wurde und zu einem lebendigen neuen Stadtteil entwickelt wurde. Erhalten geblieben sind die hohen Schornsteine der ehemaligen Fabriken, die weithin sichtbar sind.

In die schön renovierten Backsteinhäuser sowie in neu entstandene Gebäude sind zahlreiche Geschäfte, Boutiquen, Ateliers und Restaurants eingezogen.

Sehr beliebt ist hier eine Fahrt mit dem Schlauchboot auf dem Deschutes River. Man kann sich diese ausleihen und sich über eine Strecke von rund 1,5 Kilometern auf dem Fluß treiben lassen. Dies erinnert an die frühere Zeit, als hier noch große Baumstämme auf dem Wasser transportiert wurden. Am Fluß entlang verläuft ein netter Wanderweg und von einem der Restaurants oder Cafés kann man das bunte Treiben der Wasserfreunde gut beobachten.

Weitere Impressionen von Bend & Co.

Unsere Unterkunft bei Bend

EAGLE CREST RESORT

Dieses Golf-Resort liegt auf halbem Weg zwischen Bend und Sisters, mitten im Grünen. In jeweils 20 Fahrminuten ist man in einem der beiden Orte.

Die Anlage ist dreigeteilt: im Haupthaus befinden sich die etwas altmodisch wirkende Lobby nebst einem Café sowie die Hotelzimmer, etwa 10 Gehminuten entfernt gibt es weitere Gebäude mit einem Restaurant, einer Bar, einem Café und einem Shop und nochmals 15-20 Gehminuten Richtung Deschutes River liegen einige Villen, die man ebenfalls mieten kann, sowie ein Sportzentrum mit Tennisplatz, Fahrradverleih, Pool etc..

Die geräumigen Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, schön sind die mit Blick auf den Golfplatz. In dem einzigen Restaurant Niblick & Greene`s haben wir sehr gut gespeist und man sitzt sehr nett auf einer großen Terrasse vor einem kleinen See.

Insgesamt ein gutes Resort in schöner Lage, aber unvorteilhaft ist die Tatsache, dass man keine Auswahl an Lokalitäten hat, diese zu erreichen einen kleinen Fußmarsch erfordern und das Mobiliar des Hotels insgesamt etwas moderner sein könnte. Schön ist der abendliche Spaziergang entlang des Golfplatzes, wobei man von Rehen und Gänsen begleitet wird.

www. Eagle Crest Resort

Die Lavafelder und die netten Orte waren Teil unserer folgenden Reise:

August/ September 2019

Seattle - Mount Rainier - Mount St. Helens - Cannon Beach - Newport - Bend - Crater Lake - Mount Hood - Columbia River - Portland

Diese Reise auf der Karte ansehen.