• Header Image
  • Header Image
  • Header Image

Naturparks und Sandstrände

Um es vorweg zu nehmen, die Stadt Newport an sich ist nicht sonderlich schön, aber die Umgebung ist umso sehenswerter und hat sehr viel Schönes zu bieten.

Am südlichen Ende des Stadtzentrums liegt die Yaquina Bay State Recreation Site, ein kleiner Park mit Leuchtturm und dem tollen Blick auf die stählerne Yaquina Bay Bridge.

Fährt man nun über diese beeindruckende Brücke auf dem Oregon Coast Highway 40 Kilometer weiter nach Süden, dann erreicht man die landschaftlich wunderbare Cape Perpetua Scenic Area.

Im dortigen Visitor Centre bekommt man Kartenmaterial sowie alle nötigen Informationen, schließlich gibt es hier so einiges zu unternehmen.

Direkt vom Parkplatz des Besucherzentrums gehen mehrere Wanderwege ab, wir haben uns für den Giant Spruce Trail entschieden.

Entlang eines kleinen Flusses geht es in einen urwaldartigen und dichten Wald. Der Weg ist schmal, aber gut zu gehen.

Der Weg endet nach einer Meile und zur Belohnung gibt es einen Riesenbaum zu bestaunen.

Bereits entlang des Weges stehen viele große, teils mit Moos bewachsene Bäume, aber dieser Baum übertrifft sie alle. Hier steht eine über 500 Jahre alte Sitka-Fichte, die fast 60 Meter in die Höhe ragt, wow.

Ein weiterer schöner Wanderweg ist der Captain Cook Trail, der entlang der Küste verläuft.

Dieser führt zu einigen Gezeitenpools sowie einem Aussichtspunkt namens Sprouting Horn, von dem man bei entsprechendem Wellengang Wasserfontänen beobachten kann, die aus einem Felsen hinaufsteigen. Wir waren bei Ebbe hier und konnten dieses Spektakel leider nicht bestaunen. Das macht aber nichts, denn der Weg mit Blick auf die Küste ist wunderbar.

Am gebührenpflichtigen Devil´s Churn Viewpoint kann man die Gewalt der Gezeiten sehr gut beobachten, denn hier werden die Wassermassen in eine enge Schlucht gepresst und man kann ebenfalls Wasserfontänen beobachten ... wenn man die entsprechende Witterung erwischt. Bei Ebbe und ruhiger See, wie es bei uns der Fall war, erkennt man leider nichts davon.

Wir sind also lieber noch einmal zum 240 Meter hohen Cape Perpetua Viewpoint hinauf gefahren, dann der Ausblick ist einfach wunderbar. 

Auf unserem Rückweg Richtung Newport machten wir noch Halt in dem netten kleinen Ort Yachats.

Tipp: Einen guten Mittagstisch bietet das Ona Restaurant direkt an der Lagune am südlichen Ortseingang. Mit Blick aufs Meer sitzt man auf einer netten Terrasse und bekommt köstliche Speisen serviert. Schöne Location, schöne Atmosphäre, gutes Essen.

Auf der Weiterfahrt zurück nach Newport hat man die Möglichkeit, an mehreren Aussichtspunkten noch Halt zu machen.

Besonders schön fanden wir den Seal Rock State Park, wo man vom großen Parkplatz aus einen netten kurzen Spaziergang zum Meer unternehmen kann und dabei schöne Felsformationen bestaunen kann.

Eine weitere besondere Attraktion dieser Gegend ist die Yaquina Head Outstanding Natural Area etwas nördlich von Newport. Sehr selbstbewußt wurde der Name dieses Marine Parks gewählt, er ist aber auch wirklich sehr schön.

1,5 Kilometer lang führt die Straße an schönen Buchten und Aussichtspunkten vorbei auf eine Landzunge mit dem Yaquina Head Lighthouse, einem klassisch-schönen Leuchtturm.

Von einer größeren Aussichtsplatform beim Leuchtturm hat man einen guten Blick auf die vorgelagerten Felsen im Wasser und kann die verschiedenen Meeresvögel und Robben beobachten. Mit etwas Glück -das hatten wir- sieht man hier auch Grauwale.

10 Kilometer weiter nördlich liegt der Devil´s Punch Bowl State Park, der mit einer orange-gelblichen Sandsteinklippe und einem schönen Strand aufwartet.

Am Ende einer kleinen Landzunge kann man ein großes Loch in der felsigen Küste erkennen. Durch dieses Gezeitenbecken wird bei rauher See das Wasser gepeitscht, was ein lautes Rauschen erzeugt, daher der Name dieses Parks.

Die Fahrt geht weiter Richtung Norden, das nächste Teilstück aber nicht auf dem Highway 101, sondern auf dem parallel dazu verlaufenden Otter Crest Loop.

Dies ist eine schöne schmale Küstenstraße, die zum Otter Crest State Scenic Viewpoint führt. Von hier aus blickt man auf die wunderbare Küste, das Meer und kann in einem historischen Häuschen, das in den Steilhang der Küste gebaut wurde, eine Erfrischung genießen oder ein Souvenir kaufen.

Von hier sind es nur ein paar Fahrminuten bis nach Depot Bay, einem einstigen Fischerort mit einer langen Uferpromenade.

Heute ist es eher ein recht touristischer Ort, das versteht man auch sehr schnell, wenn man ein paar Schritte auf der Promenade entlang läuft. Viele Menschen stehen hier und schauen auf das Meer und dann zeigen diese immer wieder auf die hohe See und schreien "there !". Ja, da sind sie wieder, die Grauwale, die hier in der Bucht sehr gut zu beobachten sind.

Am nördlichen Ende des Ortes liegt der Boiler Bay Park, ein ebenfalls guter Aussichtspunkt zur Walbeobachtung.

In 20 Fahrminuten ist man wieder in Newport und unsere Neugierde hat uns dann doch noch in den alten Teil der Stadt getrieben. 

Die Straße enlang des Wassers heißt Bay Boulevard, man darf sich aber von dieser Namensgebung nicht blenden lassen. Es ist ein typisches einfaches Fischerviertel mit einer Fischfabrik und einigen Läden und Lokalen. Der große Vorteil aber ist, dass man hier im wahrsten Sinne des Wortes den Fisch direkt vom Boot auf den Teller bekommt, frischer geht es also nicht. Wir haben eines der sehr einfachen Restaurants aufgesucht und genossen im Mo´s Annex bei sehr moderaten Preisen einen fangfrischen Fisch.

Tipp: Wenn man in einem schönen Ambiente lecker essen gehen will, dann können wir den Georgie´s Beachside Grill empfehlen. Dieser liegt fussläufig entfernt von dem unten beschriebenen Hotel und wartet mit einer feinen Küche auf.

Schöne Lage mit Blick aufs Meer und gutes Essen, was will man mehr. Unbedingt zu empfehlen sind die "Diablo Tenderloin Bites", Rinderfilets mit einer leicht süßlichen und scharfen Rahmsauce und Parmesan, einfach gut!

Zum Abschluß eines ereignisreichen Tages zieht es einen natürlich wieder an den Strand, der im Bereich unseres Hotels besonders weitläufig ist.

Bei einem Spaziergang genießt man das warme Licht der Abendsonne und die Farbenspiele der Dämmerung. Hier gleitet man förmlich in den Sonnenuntergang, wunderbar.

Weitere Impressionen von Newports Umgebung

Unsere Unterkunft in Newport

ELIZABETH OCEANFRONT SUITES

Von außen ist dieses Hotel nicht gerade der Hingucker und die kleine unscheinbare Lobby ist auch nicht besonders erwähnenswert. Aber die Lage und die Zimmer sind überaus schön.

Das Gebäude liegt erhöht unmittelbar an der Klippe zum kilometerlangen Strand und vom eigenen Balkon aus hat man den uneingeschränkten Blick auf Beach und Meer. Die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet und sehr gepflegt. Auf einer mit Sand ausgelegten kleinen Terrasse kann man bei einem offenen Feuer den Sundowner genießen. Diesen muß man sich allerdings selber besorgen, denn das Hotel bietet keine Bar und kein Restaurant. 

Das Frühstück war zwar inbegriffen, ist aber nicht zu empfehlen, weder von der Auswahl her noch vom Raum, in dem dieses serviert wird. Nur 2-3 Fahrminuten entfernt gibt es einen guten Starbucks.

Fazit: Besonderen Service oder Amenities darf man hier nicht erwarten, aber die Lage, der Ausblick und die Zimmer sind sehr schön.

www. Elizabeth Oceanfront Suites

Newport und Umgebung waren Teil unserer folgenden Reise:

August/ September 2019

Seattle - Mount Rainier - Mount St. Helens - Cannon Beach - Newport - Bend - Crater Lake - Mount Hood - Columbia River - Portland