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Vulkansee in tiefem Blau

Wir waren fünf Tage im Gebiet von Bend bzw. im Vulkan-Gebiet von Sunriver, einen Tag davon haben wir für einen Ausflug zum Crater Lake National Park genutzt. 

Über den Highway 97 Richtung Süden erreicht man diesen in rund 90 Fahrminuten.

Nachdem man sein Eintrittsgeld entrichtet hat führt die Straße hinauf zum Kraterrand und der erste große Parkplatz erscheint. Aussteigen, ein paar Schritte gehen und dann kommt der erste Wow-Effekt: ein Rundumblick auf den See.

Das tiefe Blau des Sees ist schon sehr beeindruckend und wenn man ein paar Zahlen in Erfahrung gebracht hat, umso mehr:

Einst stand hier der 3.700 Meter hohe Mount Mazama, der vor über 7.000 Jahren ausbrach. Übrig blieb die 8 mal knapp 10 Kilometer große Caldera, die sich mit Regen- und Schmelzwasser füllte. Bis nahezu 600 Meter tief ist der See und damit der tiefste der USA. Er ist auch das sauberste Gewässer der Vereinigten Staaten mit einer Sicht bis 44 Meter Tiefe.

Eine schöne Panoramastraße führt entlang des Kraters einmal um den See. Für die 53 Kilometer sollte man rund 3 Stunden einplanen.

Man braucht diese Zeit wirklich, denn die Straße schlängelt sich an der Kraterkante enlang und es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, die immer wieder neue faszinierende Ausblicke bieten. Es gibt auch die Möglichkeit, einige Wanderungen zu unternehmen, am beliebtesten ist der Abstieg zum Seeufer über den Cleetwood Cove Trail. Von dort kann man auch eine Bootsfahrt machen, für den serpentinenartigen Auf- und Abstieg sind aber jeweils 210 Höhenmeter zu überwinden.. 

Von den vielen Aussichtspunkten wollen wir drei besonders hervorheben. 

An der Ostseite des Sees liegt der Pumice Castle Overlook. An der aus grauem Vulkangestein bestehenden Kraterwand wächst förmlich eine rötlicher Sandsteinformation heraus, die an die Hoodoos vom Bryce Canyon erinnern. Ein krasser Kontrast.

Nur ein paar Fahrminuten weiter kommt der Phantom Ship Overlook. Von diesem kann man eine der zwei Inseln beobachten, wobei das Besondere an diesem Eiland die spitzen Gesteinszacken sind. Man kann sich vorstellen, ein Geisterschiff zu sehen, wobei der Effekt sicherlich bei Nebel noch besser wirkt.

Den Kratersee kann man von so vielen Seiten erleben, aber der schönste Ausblick ist unserer Meinung nach der vom Discovery Point bzw. Watchman Overlook an der südwestlichen Seeseite.

Von diesen Aussichtspunkten aus sieht man am besten den gesamten See mit der größeren Insel Wizard Island im Vordergrund und den Steilwänden des Westufers. Der Vulkanschlot ragt 230 Meter aus dem Wasser hinaus und stellt das wohl beliebteste Fotomotiv dar.

Auf der Südseite liegt das sog. Rim Village, das aus einem Museum, einem Café und Visitor Center sowie einem historischen Hotel besteht.

Die Herberge hat eine sensationelle Lage direkt am Krater und versprüht ein nostalgisch elegantes Ambiente. Die Zimmer haben wir nicht gesehen, aber Lobby und Terrasse sind wunderbar.

Tipp: In dieser Crater Lake Lodge gibt es ein erstaunlich gutes Restaurant, wo wir uns mit knackig frischem Salat und leckeren Sandwiches gestärkt haben.

Man sitzt in einem rustikalen Dining Room oder auf der Terrasse mit Seeblick und wird sehr freundlich bedient.

Für unsere Rückfahrt zu unserem Hotel in Sunriver haben wir eine sehr schöne Alternativroute gewählt.

Zunächst geht es wieder auf dem Highway 97 nach Norden, dann auf die 58 nach Westen abbiegen und nach ein paar Kilometern nach rechts abbiegen auf den Cascade Lakes Scenic Byway. Diese landschaftlich schöne Tour vorbei an Seen und rotstämmigen Zedern können wir sehr empfehlen. Bei dem Abzweig zur Route 42 dann rechts abbiegen und man erreicht auf direktem Weg Sunriver und Bend.

Weitere Impressionen vom Crater Lake

Der Crater Lake National Park war Teil unserer folgenden Reise:

August/ September 2019

Seattle - Mount Rainier - Mount St. Helens - Cannon Beach - Newport - Bend - Crater Lake - Mount Hood - Columbia River - Portland