Cannon Beach - Die Monolithen-Küste

Cannon Beach ist sicherlich mit der schönste Ort an der Küste von Oregon. Unsere Anfahrt erfolgte vom Mount St. Helens kommend entlang des Columbia Rivers über das Städtchen Astoria. Dieses ist mit Ausnahme des Astoria Column, einem säulenartigen Aussichtsturm, recht unspektakulär.

Wenn man hier zur Mittagszeit durchfährt und Hunger verspürt, dann lohnt sich aber ein Halt im Hafengebiet an der unübersehbaren Astoria Megler Bridge.

Tipp: Hier befindet sich in einer ehemaligen Lagerhalle direkt am Wasser das Bridgewater Bistro. Wir waren mehr als angenehm überrascht, hier ein solch nettes Restaurant gefunden zu haben. Es gibt sehr schön angerichtete Speisen in einer sehr netten Atmospäre.

Von hier aus sind es noch 30 Fahrminuten bis Cannon Beach. Kaum angekommen und im Hotel eingecheckt (Hotelbewertung siehe unten) zieht es einen natürlich an den Strand.

Wahrzeichen des Ortes ist der bekannte Felsmonolith Haystack Rock, der unmittelbar vor der Küste gut 70 Meter hoch aus dem Wasser ragt. Dieser ist ein wahrer Hingucker, insbesondere bei Ebbe, wenn sich der Felsen in dem dünnen Wasserfilm auf dem Sandstrand spiegelt.

Auf dem sehr breiten Strand kann man ausgiebige Spaziergänge unternehmen, durch den recht harten Untergrund bei Ebbe wird das Laufen sehr erleichtert. Auch mit Fahrrädern kann man hier bequem den Strand auf und abfahren.

Aber natürlich kann man das herrliche Strandleben auch in schönem goldfarbenen Sand genießen, der sich zum Landesinneren hin zu einer tiefsandigen Hügellandschaft auftürmt.

Das Ortszentrum ist geprägt von gepflegten Holzhäusern, denen man teilweise die harte Witterung der Wintermonate ansieht. Dadurch versprüht der Ort einen besonderen Charme und bei einem Spaziergang entlang der Hauptstraße kann man diesen auf sich wirken lassen und zahlreiche Geschäfte und Lokale besuchen.

Tipps: Es gibt hier eine gute Auswahl an Restaurants, sehr beliebt ist das Driftwood Restaurant an der Hemlock Street und dementsprechend auch meist voll. Gutes Essen, nette Atmosphäre und auf der schönen Terrasse kann man bei einem leckeren Lunch das Treiben des Ortes beobachten.

Zum Abendessen waren wir im The Wayfarer Restaurant, wo eine etwas gehobenere Küche geboten wird. Diese hat auch ihren Preis, aber die Gerichte sind sehr schön angerichtet und eine Gaumenfreude.

Zum Sonnenuntergang geht  es dann natürlich wieder an den Strand, wo man eine Besonderheit beobachten kann. Die Menschen versammeln sich hier und zünden Lagerfeuer an. Man genießt dabei um die wärmenden Feuer herum die schöne Abendstimmung.

Ein landschaftliches Highlight stellt der im Norden des Ortes gelegene Ecola State Park dar. Nachdem man ein kleines Eintrittsgeld entrichtet hat führt die Straße durch einen dichten Wald bis man eine Lichtung mit einem Parkplatz, den Ecola Point, erreicht.

Es sind nur ein paar Meter zur Fuß, bis man die Kante der Felsküste erreicht und von hier aus eröffnet sich der sagenhafte Blick auf die Küste mit ihren Stränden, Buchten und Felsmonolithen.

Zu dem unterhalb dieses Aussichtspunktes gelegenen Crescent Beach führt ein schmaler und steiler Weg, der allerdings bei unserem Besuch gesperrt war.

Die Fahrt geht weiter durch einen wiederum schönen Waldabschnitt zum Indian Beach. Hier endet die Straße und man kann sich sowohl am Strand dem Badevergnügen hingeben, oder verschiedene Wanderungen unternehmen.

Sehr beliebt ist die Wanderung zum Tillamook Rock Lighthouse Viewpoint. Diesen kann man über zwei Wege erreichen, zum einen über einen breiten, gut ausgebauten und teils recht steilen Wanderweg durch einen verträumten Wald und zum anderen über einen schmalen, durch Dickicht führenden Weg entlang der Küste mit schönen Ausblicken.

Letzterer ist landschaftlich aufregender, aber auch beschwerlicher. Man kann natürlich beide Wege als Rundkurs kombinieren.

Für den Aufstieg sollte man mindestens eine bis eineinhalb Stunden einplanen.

Oben angekommen geht es vorbei am Hiker´s Camp, das ist ein einfacher Unterschlupf für Wanderer, zu einem kleinen Aussichtspunkt, von dem aus man mit einem schönen Blick auf das Meer und natürlich auf den Tillamook Rock Leuchtturm, der sich etwa 1,5 Km vor der Küste auf einer kleinen Felsinsel befindet, belohnt wird.

10 Fahrminuten südlich von Cannon Beach liegt der Oswald West State Park, dessen Besuch wir ebenfalls empfehlen.

Hier kann man unter zahlreichen Wanderwegen wählen, sehr beliebt sind der Cape Falcon Trail, der vom nördlichen Parkplatz am Highway 101 losgeht sowie der Necarney Creek Trail, der am südlichen Parkplatz beginnt. Wir sind letzteren gegangen, der zunächst durch einen verwunschenen Mischwald verläuft bis zu einem Bach, den man über eine Hängebrücke überquert.

Man gelangt dann zu einem schönen Strand namens Short Sand Beach. Als wir diesen erreichten war gerade Ebbe und man konnte wunderbar über den festen Sand spazieren gehen.

Es war eine wunderbare Stimmung, denn es war ein wenig nebelig und es klarte gerade auf. Auf der einen Seite des Strandes noch Nebel, auf der anderen Sonnenschein, toll.

Weitere Impressionen von Cannon Beach

Unsere Unterkunft in Cannon Beach

INN AT CANNON BEACH

Dieses kleine Resort liegt im Süden des Ortes, in einem ruhigen Wohngebiet und bis zum Strand sind es gerade einmal 2 Gehminuten. 

Eine sehr schöne und gepflegte Anlage aus zweigeschossigen Holzhäusern, die in einem Karree angeordnet sind. In der Mitte befindet sich eine schöne Gartenanlage mit einem kleinen Teich sowie Sitzgelegenheiten.

Die Zimmer sind sehr ansprechend eingerichtet, recht groß und vom eigenen Balkon aus hat man einen schönen Blick auf den Garten. Der Empfang sowie der allgemeine Service ist äußerst freundlich und aufmerksam, man kommt sich fast wie in einem familiären Umfeld vor.

Sehr nett ist auch das genau gegenüber liegende kleine Café namens Sea Level, wo man einen hervorragenden Kaffee zubereitet.

Dies ist eine rundum schöne und empfehlenswerte Unterkunft, wir haben uns hier 2 Tage lang sehr wohl gefühlt.  

www. Inn at Cannon Beach

Cannon Beach war Teil unserer folgenden Reise:

August/ September 2019

Seattle - Mount Rainier - Mount St. Helens - Cannon Beach - Newport - Bend - Crater Lake - Mount Hood - Columbia River - Portland