Kangaroo Island - Name ist Programm

Wir flogen Ende April 2010 von Singapore aus direkt nach Adelaide, verbrachten dort eine Nacht im Hotel Intercontinental und flogen am nächsten Tag mit Regional Express Air nach Kingscote auf Kangaroo Island. Wir sind geflogen, da dies schneller und günstiger war als mit der Autofähre.

Der Flug mit der kleinen Propellermaschine dauert keine 30 Minuten und man hat bereits beim Landeanflug herrliche Ausblicke auf die Insel. Es gibt wenig Mietwagenfirmen hier, wir entschieden uns für Hertz und haben vorher vom Festland aus gebucht.

Wir verbrachten zwei Tage auf Kangaroo Island. Neben der schönen Natur gibt es zwei Highlights, die man in jedem Fall anschauen muß:

Remarkable Rocks und Admirals Arch im Flinders Chase Nationalpark und die Seelöwenkolonie im Seal Bay Conservation Park.

Die Flinders mit der herrlichen Natur (es gibt hier zahlreiche Wanderwege) sind eine Augenweide. Ganz am Ende der Straße hier im Park erscheint eine Felsformation, bei der man sich wundert, warum gerade hier auf diesem kleinen Fleck diese bizarren Felsen sich erheben, denn drum herum ist so gut wie kein Stein zu sehen. 

Es empfiehlt sich, diese wirklich bemerkenswerte Gesteinserhebung sowie die umliegende Landschaft bei einer Tageswanderung zu erkunden, aber auf jeden Fall zum Sonnenuntergang nochmal dort hin zu fahren. Dann leuchten die Felsen förmlich und die eigenwilligen Felsformationen kommen sehr schön zur Geltung.

Tipp: Direkt am Eingang des Parks gibt es im dortigen Visitor Center ein sehr nettes "Gourmet Café" mit leckeren Sandwiches, Burgern und hausgemachten Tagesgerichten, alles auch to go.

Auf der gesamten Insel begegnet man immer wieder Kängurus und Koalabären. Die Insel ist ein Schutzgebiet und die Tiere haben hier keine natürlichen und kaum menschliche Feinde (außer den Autos, die leider immer wieder Kängurus erfassen, insbesondere in der Dämmerung und der Nacht).

Es gibt viele ausgezeichnete Plätze, wo man die Tiere besonders gut sehen kann, aber sie laufen einem auch immer wieder buchstäblich über den Weg. Von den kleineren Wallabys bis hin zu den größeren Kängurus ist alles dabei.

Fährt man nun von den Remarkable Rocks weiter zur südlichen Spitze des Parks, so gelangt man zu der Cape Du Couedic Lightstation. Vom dortigen Parkplatz aus führt ein sehr schöner Wanderweg entlang der schroffen Küste zum Admirals Arch, einem großen Felsbogen, durch den man von einer Besucherplatform aus hindurch auf das offene Meer blicken kann.

Das Besondere ist, dass an der oberen Öffnung dieses Felsens Stalaktiten herab hängen, die wie Zähne aussehen und einem das optische Gefühl vermitteln, als ob man in einen riesigen Mund sehen würde.

Der Seal Bay Conservation Park ist eine weitere Attraktion, wunderschön gelegen. Hier kann man Seelöwen hautnah erleben, faszinierend.

Vom Parkeingang aus macht man in Begleitung eines Rangers einen kleinen Spaziergang zum Strand (etwa 15 Minuten). Die letzten paar Meter gehts über Holzstege und eine Treppe direkt ans Wasser. Da liegen sie auch schon, etwa 100 Seelöwen (je nach Jahreszeit können es auch über 1.000 werden). Sie liegen friedlich im von der Sonne erwärmten Sand, einige watscheln hin und her.

Vorsicht ist aber geboten, wenn ein Bulle sich aufmacht, dann wird auch der Ranger nervös und man bringt sich über die Treppen in Sicherheit. So nah haben wir so viele in Freiheit lebende Seelöwen nur noch an der Skelettküste in Namibia erlebt.

Tipp: Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher über eine nicht befestigte Schotterstraße Richtung Norden. Nach rund 30 Minuten Fahrt erscheint dann ein unscheinbares Anwesen, bestehend aus einfachen Gebäuden. Hier wird der Marron, ein ca. 35 cm großer Flusskrebs gezüchtet und köstlich zubereitet. Das Marron Café ist auf der Insel eine Institution und sehr empfehlenswert.

Weitere Impressionen von Kangaroo Island

Unsere Unterkunft bei den Kängurus

Kangaroo Island Wilderness Retreat

Diese Lodge liegt strategisch sehr gut, ganz in der Nähe vom Flinders Chase Nationalpark und der berühmten Felsformation "Remarkable Rocks". Sie ist etwas wie eine Motel-Anlage aufgebaut, aber chic in Holz.

Wir hatten uns die Suite gegönnt, diese ist sehr geräumig, aber die ordentlichen Möbel stehen in diesem Raum etwas verloren herum. Alles ist aber sehr gepflegt, ordentlich und kleine Wallabys hüpfen durch die Anlage. Es gibt ein kleines Restaurant mit gutem Abendessen und Früstück.

Alles in Allem eine gute Unterkunft, die beste auf der Insel zu bezahlbaren Preisen, denn das Top Hotel "Southern Ocean Lodge" ist richtig teuer.

www.Kangaroo Island Wilderness Retreat

 

Kangaroo Island war Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2010

Adelaide - Kangaroo Island - Alice Springs - Kings Canyon - Uluru Ayers Rock - Cairns - Daintree National Park - Cape Tribulation - Port Douglas - Palm Cove