Höchste Passstraße Nordeuropas Reisebericht unserer Traumfahrt auf der Landschaftsroute 55

Die 140 Kilometer lange Landschaftsroute 55 verbindet Sogndalsfjøra mit dem Ort Fossbergom und gilt als eine der schönsten Panoramastraßen Norwegens. Diese höchste Passstraße Nordeuropas führt mitten durch eine dramatische Hochgebirgslandschaft zwischen Fjorden und den Gipfeln des Jotunheimen.

Von Sogndalsfjøra aus fährt man zunächst entlang des Lustrafjords Richtung Skjolden und Gaupne. Die Straße schlängelt sich vorbei an tiefblauem Fjordwasser, kleinen Höfen und steilen Berghängen. Hinter Fortun beginnt dann der eigentliche Anstieg ins Hochgebirge des Jotunheimen-Nationalpark.

Die Straße steigt dann kontinuierlich an und immer wieder zeigen Hinweisschilder, in welcher Höhe man sich gerade befindet. Die Landschaft ändert sich zunehmend und man fährt nun durch eine immer karger werdende Bergwelt mit Wasserfällen, Gletscherblicken und klaren Bergseen.

Man erreicht dann den Sognefjell-Pass, den höchsten Gebirgspass Nordeuropas auf etwa 1.434 Metern Höhe.

Einen fantastischen Ausblick auf diese Hochgebirgslandschaft bekommt man vom Silja Rasteplass, von dort öffnet sich ein wunderbares Panorama aus schneebedeckten Bergen, türkisblauen Bergseen und Gletscherfeldern.

Von dem schönen Aussichtspunkt erreicht man nach rund 6 Kilometern den Fantesteinsvatnet. Direkt am Ufer dieses Sees befindet sich die Sognefjellshytta, eine mittlerweile sehr schön ausgebaute Berghütte mit einem Angebot an Snacks und Übernachtungsmöglichkeit.

Von hier aus kann man Bergwanderungen und Gletschertouren unternehmen. Ein sehr schöner Wanderweg führt direkt von der Berghütte über Stahlbrücken in diese karge Gebirgslandschaft mit fantastischen Ausblicken auf die umliegende Gletscherwelt. Einen Zwischenstopp sollte man hier also durchaus einlegen.

Einkehr - Tipp

In der vorgenannten Sognefjellshytta bekommt man in einem stylisch und modern ausgebauten Ambiente Erfrischungsgetränke und kleinere Gerichte, ideal also für eine kleine Stärkung mit wunderbarem Panoramablick.

Wenn man hier übernachtet, werden abends auch teils mehrgängige Menüs angeboten.

Nach der Passhöhe führt die Straße hinunter ins Bøverdalen-Tal. Nun wird die Landschaft wieder grüner, mit Flüssen, Wasserfällen, Almwiesen und vereinzelt traditionellen Höfen.

Nach rund 50 Kilometern erreicht man dann den Ort Fossbergom, auch einfach Lom genannt.

Fossbergom

Das Bergdorf Fossbergom liegt umringt von Bergen in einem Flusstal und bietet neben Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten auch Restaurants und vor allem eine sehenswerte Stabskirche.

Wir machten hier einen kurzen Stopp, tranken einen Kaffee und fuhren weiter nach Geiranger.