Tagestour mit Gletschern & Kultur Individueller Reisebericht von Bøyabreen, Borgund und Aurlandsfjellet

Unsere Tagestour führte uns von Sandane bis Flam. Diese Strecke führt erneut durch traumhafte Berg-, Tal- und Fjordlandschaften.

Den ersten Halt legten wir am Rande des Jostedalsbreen - Nationalparks ein und fuhren die kurze Stichstraße hinein zu einem kleinen See, den man vom dortigen Parkplatz aus in wenigen Gehminuten erreicht. Von hier aus kann man den Bøyabreen Gletscher sehr gut erkennen. Dieser ist Teil des größten Gletschergebietes auf dem europäischen Kontinent, das sich in seiner vollen Größe etwa 1.500 Meter höher erstreckt.

Auf Informationstafeln wird anschaulich dargestellt, wie sich der Gletscher bewegt und vor allem Jahr für Jahr verkleinert. Ursprünglich reichte dieser komplett bis ins Tal und umschloß den besagten See.

Nur wenige Kilometer weiter auf der Nationalstraße 5 erreicht man das Glacier Museum, das allerdings bei unserem Besuch leider geschlossen war.

Dann überquerten wir mit einer Fähre den Sognefjord und fuhren weiter durch einen 6,6 Km langen Tunnel zur Abzweigung E 16 nach Borgund.

 

Stabkirche Borgund 

In Norwegen gibt es rund 1.000 Stabkirchen, allerdings sind die meisten in einem maroden oder zerfallenen Zustand. Die Stabkirche in Borgund gilt als eine der besterhaltenen und mehr oder weniger im Originalzustand erhaltenen kirchlichen Gebäude Norwegens. Man geht davon aus, dass sie aus dem 12. Jahrhundert stammt und man kann sogar den kleinen Innenraum besichtigen.

Vorher muss man aber eine Eintrittskarte im Besucherzentrum kaufen, dort befindet sich auch eine sehenswerte Ausstellung über die Geschichte der Stabkirchen sowie ein Café. 

In dem roten 1868 erbauten Kirchengebäude direkt neben der Stabkirche finden heute die Gottesdienste statt.

Historic Route 630

Wenn man nun weiter Richtung Flåm fährt, dann sollte man nicht die gleiche Strecke zurück fahren, sondern die Historic Route 630 nehmen.

Diese führt durch einen wunderbaren Canyon entlang eines rauschenden Flusses und endet wieder an der E 16. Tolle und kurvenreiche Fahrt durch eine mystisch wirkende Landschaft.

Der direkte Weg zu unserem Tagesziel Flåm würde nun durch den stattliche 24,5 Km langen Lærdal Tunnel führen. Viel schöner und sehr zu empfehlen ist aber die Fahrt über die Landschaftsroute Aurlandsfjellet.

Aurlandsfjellet

Die insgesamt rund 47 Km lange Gebirgsstrecke beginnt zunächst an den Lærdalsfjorden und schlängelt sich dann in immer weitere Höhen bis auf über 1.300 Meter. Es ist eine kaum befahrene und landschaftlich sehr abwechslungsreiche Strecke, die aber im Winter gesperrt ist. Anfangs fährt man auf Meereshöhe mit schönen Ausblicken auf den Fjord entlang und dann ändert sich mit jedem Höhenmeter das Landschaftsbild und zeigt sich - zumindest bei unserem Besuch Ende September - schließlich in wunderbar herbstlichen Farben. 

Nach etwa 10 Km erreicht man eine kleine Haltebucht mit dem Hinweisschild Sluppen, wo man einen Halt einlegen sollte. Ein kurzer Fußweg führt hier zum Vardahaugselvi Wasserfall.

An der Passhöhe dann angekommen erlebt man oberhalb der Baumgrenze eine völlig unberührte, mit farbigen Moosgeflechten bedeckte Berglandschaft. Auch im Sommer findet man hier immer wieder Schneefelder, ein wunderbares Naturerlebnis inmitten der Berge mit vielen Ausblicken.

Man fährt an mehreren Seen vorbei und dann geht es wieder auf einer Serpentinenstrecke bergab Richtung Aurlandsvangen und Flåm.

 

Stegastein

Krönender Abschluß dieser Tour ist der Aussichtspunkt Stegastein. Dieser befindet sich 650 Meter über dem Aurlandsfjord und bietet einen fantastischen, kaum zu übertreffenden Ausblick auf diese Fjordlandschaft.

Unter dem Menüpunkt Flåm beschreiben wir unsere Erlebnisse vom Aurlandsfjord und von der erneuten Fahrt zum Stegastein im Detail.