Achensee - Traumhafte Kulisse

Im September 2020 machten wir eine 14 tägige Tour durch Tirol und verbrachten 3 Tage davon am Achensee.

Der nur ein paar Kilometer nach der deutsch-österreichischen Grenze liegende See und die bergige Umgebung ist für Menschen, die Idylle und Naturschönheit mögen, genau das richtige Ziel. Wir sind solche Menschen und fühlten uns hier pudelwohl. Leider hatten wir die meiste Zeit recht schlechtes Wetter, aber auch dank unseres unten näher beschriebenen Hotels haben wir uns die Laune nicht vermiesen lassen. Von unserem nächsten Ziel, dem schönen Alpbachtal, das nur eine halbe Fahrstunde entfernt ist, haben wir die Achensee-Region noch einmal besucht und das dann bei wahrem Kaiserwetter.

Wenn man hier ankommt, schaut man sich natürlich den Hauptort Pertisau einmal an. Am besten stellt man sein Fahrzeug schon etwas vor dem Ort an einem der gebührenpflichtigen Parkplätzen ab (Parken kostet hier überall) und schlendert dann an der sehr schön angelegten Uferpromenade Richtung Ort. Dabei kommt man an einer hölzernen Aussichtsplattform vorbei und von dort oben hat man einen wunderbaren Blick auf den Ort und den See.

Die Ortsmitte ist geprägt von lebhaftem touristischen Treiben, Hotels, Shops und Strandbars. 

Es ist ein sehr netter Ort mit gepflegten Grünanlagen und Bademöglichkeiten. Es gibt sogar einen 18 Loch-Golfplatz und in dem futuristisch anmutenden Info-Center bekommt man alle Informationen zu dieser Region (wenn es nicht Corona bedingt geschlossen hat ... ).

Pertisau ist Ausgangspunkt von zahlreichen Wandermöglichkeiten im Naturpark Karwendel.

Am westlichen Ortsausgang führt eine gebührenpflichtige Straße in den Park, wir haben aber zunächst unser Auto an der Mautstation geparkt und haben uns zu Fuß aufgemacht Richtung Gramai Alm. Es ist ein sehr bequemer Wanderweg, die ersten Kilometer ohne nennenswerte Steigungen. Der Weg verläuft über weite offene Strecken mit schöner Bergkulisse sowie durch Waldabschnitte. Nach einer knappen Stunde erreicht man die Falzthurnalm, wo man schon einmal einen Zwischenstop einlegen kann.

Zur Gramai Alm

Der Wanderweg führt dann weiter zur Gramai Alm, die man in etwa einer weiteren Stunde erreicht.

Das Tal wird, je mehr man sich der Alm nähert, immer enger und die imposanten Berge des Karwendels kommen in ganzer Größe und Schönheit zur Geltung. Es ist weiterhin eine recht gemütliche Wanderung ohne Strapazen. Auf etwa halber Strecke kommt man an eine Gabelung und kann dann entscheiden, ob man den ebenerdigen Weg durch die offene Landschaft gehen möchte oder den in leichter Anhöhe liegenden Waldweg. Da man den gleichen Weg auch wieder zurück geht, bietet es sich an, den einen Weg hin und den anderen zurück zu nehmen.

An der Gramai Alm dann angekommen merkt man sofort, dass dies ein beliebtes Ausflugsziel ist, denn der vorgelagerte große Parkplatz ist voll. 

Die Alm beherbergt ein gehobenes Hotel sowie einen separaten, sehr schön gestalteten Spa-Bereich. Für Kinder gibt es einen Steichelzoo und auf der großen Terrasse werden allerlei Schmankerl serviert. Ein paar Schritte nur weiter gibt es noch die Kasalm, ein altes steinernes Gebäude mit ein paar Tischen davor, wo man sich mit kleineren Gerichten und natürlich hausgemachtem Käse stärken kann. Egal wo man einkehrt, man wird immer mit einer wunderbaren Lage und toller Bergkulisse belohnt.

Von hier aus kann man nun etwas alpinere Touren unternehmen und das Gebirge erklimmen oder zumindest noch einen Abstecher zu dem Gramai Wasserfall unternehmen.

Es sind nur ein paar hundert Meter dorthin und auf den letzten Metern wird der Weg sehr eng und führt durch ein Dickicht von Sträuchern und Bäumen. Der Wasserfall an sich ist nicht sonderlich groß und spektakulär, aber der Pfad ist ganz nett zu gehen. 

Nachdem wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück gekehrt sind, fuhren wir mit dem Auto noch in den Park Richtung Almgasthof Pletzachalm. Auf einem kleinen Parkplatz etwa zwei Kilometer vor dieser Alm stellten wir unseren Wagen ab und marschierten auf dem gut ausgeschilderten Wanderweg, der mit einiger Entfernung parallel zur Straße verläuft, zu dieser Alm.

Zunächst führt der Weg durch einen schönen Mischwald bis man eine weite flache Ebene erreicht. Bereits von Weitem hört man das Geläut von Glocken und vor dieser Alm grasen dann auch eine große Anzahl von Kühen. Man kann hier also quasi im Takt der Glockenmusik seine Wanderung genießen. Und mit etwas Glück kann man sogar auf dem Weg dorthin Dammwild beobachten.

Von der Pletzachalm geht man dann etwa 800 Meter an der Straße entlang bis man einen Wanderparkplatz erreicht.

Von hier aus führt der Weg dann entlang eines Flussbettes mit schönen Waldpassagen. Immer wieder trifft man kleineren Herden von Kühen an, ein fast schon romantischer Weg.

Einkehr-Tipp - Gern Alm

Nach rund 20 Minuten erreicht man dann die idyllisch am Ende dieses Tals liegende Gern Alm.

Diese ist längst nicht so überlaufen wir die Gramai Alm und deutlich uriger und gemütlicher. Wir haben hier zu fairen Preisen sehr gut gespeist und wurden von einer sehr freundlichen Bedienung in Lederhosen bestens bedient. Trotz touristischem Andrang fühlt man sich hier als gern gesehener Gast.

Wer noch 500 Höhenmeter auf sich nehmen möchte, der kann von hier aus noch zur Plumsjochhütte wandern.

Für diesen teils recht steilen Aufstieg sollte man eine gute Stunde einplanen. Wir sind ja eher diejenigen, die gemütliche und nicht allzu anstrengende Wanderungen bevorzugen, insofern haben wir uns mit nur einer Teilstrecke begnügt.

Der Gaisalmsteig

Eine sehr beliebte Wanderung führt entlang des Westufers des Achensees. 

Dieser sog. Gaisalmsteig führt von Pertisau bis nach Achenkirch am nördlichen Ende des Sees und ist vom Schwierigkeitsgrad zweigeteilt. Etwa in der Mitte des Weges lieg in abgeschiedener, idyllischer Lage die Gaisalm, die man nur zu Fuß oder dem Schiff erreicht. Der südliche Teil ist zunächst bequem über einen Uferweg und anschließend über leichtere Auf- und Abstiege auf einem schmalen Weg zu erwandern. Der nördliche Teil hingegen hat es in mehreren Abschnitte in sich. Hier geht es teils über sehr schmale Pfade an steilen Abhängen und über rutschige Felsen entlang. Eine mögliche Rutschpartie wollten wir dann auch nicht riskieren, denn es fing leider stark an zu regnen und wir drehten lieber um.

Die Alm konnten wir also leider nicht besuchen und den sicherlich abenteuerlichen Weg nicht in Gänze begehen. Insofern müssen wir wohl nochmal hier her.

Der Tiroler Steinölweg

Schließlich unternahmen wir noch eine schöne Wanderung auf dem historischen Steinölweg. Dieser beginnt am Wander-Parkplatz Seealm, unmittelbar neben der Talstation der Seilbahn von Christlum-Achenkirch.

Durch ein schmales Tal entlang des plätschernden Unteraubaches führt dieser bequem zu gehender Wanderweg. Wegen des schlechten Wetters waren die nahen Berge leider in Wolken verhüllt, aber wer eine gemütliche und landschaftlich schöne Wanderung machen möchte, der ist hier gut aufgehoben. Auf Schautafeln wird auch erklärt, wie hier seit dem Mittelalter das Steinöl aus dem Gestein gewonnen und abtransportiert wurde.

In der Achensee-Region verbrachten wir 3 Tage bei unserer Tirol-Rundreise im September 2020.

Unsere Unterkunft am Achensee

REITERHOF ACHENKIRCH

Etwa 5 Fahrminuten nördlich des Achensees liegt dieses wunderbare Hotel auf einer Anhöhe abseits der Bundesstraße 181. Man wohnt hier mitten in einer schönen Natur in völliger Ruhe und schönem Ausblick auf die umliegenden Berge.

Wir hatten uns für diese Unterkunft entschieden, da diese im Vergleich zu den vielen Hotels in Pertisau ein deutlich besseres Preis-/ Leistungsverhältnis bietet. Die gesamte Anlage ist sehr ansprechend und schön gestaltet, im weitläufigen Garten mit Naturteich und Pool oder im geräumigen Wellness-Bereich läßt es sich bestens entspannen.

Die Zimmer sind in einem modernen alpenländischen Stil gestaltet und äußerst gepflegt. Wir hatten uns die Alpin Lodge Suite gegönnt, sehr geräumig und stylisch mit großem Balkon und tollem Bad. Ganz besonders erwähnen möchten wir die überaus gute Küche, wir haben selten so gut gespeist in einem sehr schönen Ambiente mit perfektem Service.

www. Reiterhof

Am Achensee waren wir im September 2020 auf unserer Tour durch Tirol für insgesamt 3 Tage.