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Wunder aus Kalkstein und älteste Fossilien

Der Nambung Nationalpark mit den bekannten Pinnacles liegt etwa zweieinhalb Autostunden nördlich von Perth. Viele Menschen besuchen diesen sehenswerten Park im Rahmen einer Tagestour von Perth aus. Wenn man nicht weiter nach Norden fährt, dann ist dies auch völlig ausreichend, denn in der näheren Umgebung ist sonst nicht allzuviel geboten und die Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt und einfach (siehe Hotelbewertung unten).

Wir wollten aber das stimmungsvolle Spätnachmittagslicht erleben und haben uns für eine Übernachtung in Cervantes entschieden. Der Ort ist nicht sonderlich erwähnenswert, er ist mit Ausnahme eines kleinen Memorial-Parks und einem kleineren Strandabschnittes eher unattraktiv. Eine kleine Institution befindet sich allerdings an der Uferstraße, das Restaurant Lobster Shack. Die Hummer kommen hier frisch auf den Tisch und man sitzt in einem kleinen Innenhof auf Holzbänken und kann die Meerestiere genießen. Wir haben dies allerdings nicht hier getan, denn mittags fallen hier die japanischen und internationalen Reisegruppen ein.

Vom Ort aus fährt man knappe 20 Minuten bis zum Eingang des Nambung Nationalparks. Man kann mit dem eigenen Auto auf einem Rundkurs direkt durch den Park fahren. Vom Besucherzentrum geht es eine kleine Anhöhe hinauf, nach der Kuppe geht die Asphaltstraße in eine gut befahrbare sandige Pistenstraße über und der erste Anblick der unzähligen Felstürme ist überwältigend.

In der Regel sieht alles auf Fotos und Bildern besser und spektakulärer aus als in der Realität. Hier ist es umgekehrt. Eine faszinierende Landschaft, entstanden durch Erosion über zigtausend Jahre.

Auf dem Rundkurs gibt es immer wieder Haltebuchten und kleinere Parkplätze, wo man aussteigen kann und ohne Einschränkungen zwischen diesen verschiedenartigen, aus Kalkstein bestehenden Säulen spazieren kann. Es gibt auch kleinere Wanderwege, die durch diese wunderschöne Dünenlandschaft führen.

Es ergeben sich immer wieder neue Ausblicke und neue Formationen, sodass man sich nicht satt sehen kann. Von einer kleinen weiteren Anhöhe aus kann man auch die etwas entfernt liegenden schneeweißen Sanddünen sehen.

Eine weitere, nicht so bekannte Attraktion, findet man am Lake Thetis. Dieser liegt kurz vor dem Ortseingang von Cervantes und man erreicht diesen über eine staubige Schotterpiste. Eine Fahrt dort hin lohnt sich, denn hier kann man die wohl "ältesten Lebewesen" auf unserem Planeten bewundern, die Thrombolithen. Dies sind die ersten uns bekannten Einzeller, lebende Fossilien, die vor Milliarden von Jahren unsere Sauerstoff Atmosphäre entstehen ließen. 

Über eine Stegkonstruktion führt ein Weg zu einem kleinen See, wo man diese pilzartigen Gebilde sehen kann. Sie wirken eher wie runde poröse Steine, aber wenn man bedenkt, wie alt diese "lebenden" Steine sind, dann ist man doch irgendwie beeindruckt.

Zu guter Letzt noch zwei Restaurant-Tipps. Die Auswahl ist hier sehr begrenzt, aber diese Zwei Lokale können wir empfehlen:

Sehr nett ist das Seashells Café an der Catalonia Street. Hier gibt es mittags kleine Gerichte und man sitzt auf einer schönen kleinen Terrasse mit Blick auf eine Grünanlage. Nach dem Essen sind es dann nur wenige Meter bis zum Strand. Sehr freundlicher Service.

An der Cadiz Street liegt das Cervantes Bar & Bistro, ein recht großes Restaurant mit einer breiten Auswahl an Speisen. Gemütlich kann man zwar das Ambiente nicht gerade nennen, aber das gute Essen und die ebenfalls sehr freundliche Bedienung macht dies wett.

Impressionen von den Pinnacles und mehr

Hier gehts zur Bildergalerie mit weiteren Impressionen.

Unsere Unterkunft bei den Pinnacles

Pinnacles Edge Resort in Cervantes

Cervantes ist der nächste Ort, wenn man die Pinnacles besuchen will und die Auswahl an Hotels ist sehr bescheiden. Diese Unterkunft ist da noch die beste, sie liegt mitten im Ort.

Einzelne zweigeschossige Häuser gruppieren sich um einen etwas lieblosen Pool. Die Zimmer sind eher Apartments, also sehr großzügig. Die Einrichtung ist zweckmäßig, hat aber leider keinen besonderen Charme. Der Zustand der Anlage ist ordentlich und die Zimmer sauber. Die einzige Servicekraft am Empfang im benachbarten Motel ist als gelangweilt zu bezeichnen und dementsprechend laufen auch Check In und Check Out ab. Das Hotelrestaurant, das sich ebenfalls in diesem Motel-Trakt befindet, würden wir nicht empfehlen. Viel besser ist das ebenfalls benachbarte Restaurant Cervantes Bar & Bistro.

Für eine Nacht OK, aber bei Preisen, die mit anderen exklusiven  5 Sterne Hotels vergleichbar sind, kann man das Preis-/ Leistungsverhältnis nur als schlecht bezeichnen.

www. Pinnacles Edge Resort

Die Pinnacles waren Teil unserer folgenden Reise:

Dezember 2017

Perth - Cervantes - Mandurah - Yallingup - Margaret River - Pemberton - Walpole - Denmark - Albany - Esperance - Cape Le Grand NP - Singapur 

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