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Kakadu - Trockenheit und Megafluten

Der Kakadu Nationalpark liegt etwa 2,5 Stunden Fahrt östlich von Darwin und gilt als einer der schönsten Nationalparks Australiens. Der Park ist gelistet als Unesco Weltkulturerbe und seine Ausmaße sind beeindruckend: er erstreckt sich gut 100 km von Ost nach West und 200 km von Nord nach Süd.

Unser Ausgangspunkt für die 4 tägige Erkundung dieses zum Großteil den Aboriginies gehörenden Parks war Jabiru.

Wir waren hier im September, es war heiß und trocken. Diese Region von Australien ist aber geprägt von enormen Wetterveränderungen, dazu später mehr.

Etwa 30 Minuten Fahrt von Jabiru entfernt liegt Ubirr Rock. Dies ist auch eines der Highlights von Kakadu. Vom Parkplatz aus führt ein Weg an Felsen und Höhlen entlang, wo man viele, sehr gut erhaltene Felsmalereien von den Ureinwohnern bestaunen kann. Die Landschaft hier ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch besonders schön.

Schließlich kann man eine etwa 100 m hohe Felsformation erklimmen. Es geht dabei über enge, in Stein gehauene Pfade sowie über große Felsplateaus auf eine Anhöhe mit grandioser Aussicht.

Die beste Zeit hierher zu kommen ist der späte Nachmittag, da ist es nicht mehr ganz so heiss und das Licht ist wunderbar. Zum Sonnenuntergang versammeln sich dann zahlreiche Menschen hier oben und man genießt das Farbenspiel der Natur.

Tipp: Knappe 2 Km vor den Felsen von Ubirr, an der Abzweigung zu den nachfolgend beschriebenen Wanderwegen, liegt das Café Border Store. Hier gibt es Kleinigkeiten zu essen, insbesondere leckere Toasts sowie asiatische Gerichte. Man sitzt auf einer schönen schattigen Terrasse und gleich um die Ecke vergnügen sich die Allradfahrer bei der Durchquerung des Flusses an der Cahill Crossing.

Im Vergleich zu allen anderen Einkehrmöglichkeiten im Park empfanden wir dieses am nettesten.

Kurz vor Ubirr kann man zwei sehr schöne Wanderungen unternehmen. Der rund 30 minütige Manngarre Rainforest Walk führt durch dichtes Grün entlang eines Flusses, ideal auch zu gehen, wenn es für andere Aktivitäten zu heiss ist. Das Besondere hier: in den Bäumen hängen hunderte von riesigen Flughunden (eine Fledermausart).

Der Bardedjilidji Sandwork Walk hingegen führt einen durch offenes und meist sandiges Terrain entlang von bizarren Felsen. Dieser abwechslungsreiche Rundweg dauert etwa eine Stunde.

Der südliche Teil des Parks

Fährt man von Jabiru rund 45 Minuten Richtung Süden, so kommt man nach Cooinda. Hier gibt es ein Resort (das schön gelegen ist, aber recht einfach ausgestattet und sehr teuer ist), ein einfaches Restaurant und ein Museum der Aboriginies. Das Entscheidende an diesem Ort ist aber, dass von hier aus Bootsfahrten auf dem Yellow River angeboten werden. Eine solche Fahrt ist ein absolutes Muß!

Man schippert gemütlich durch eine wunderschöne Landschaft und während der Trockenzeit ist dieses Gebiet von unzähligen Tieren bevölkert, natürlich sieht man auch massenhaft Krokodile.

Tipp: Die beste Zeit für eine Bootsfahrt ist die Morgenfahrt um 9.00 h oder die Sunset Tour um 16.30 h. Wenn man 2 Fahrten bucht, bekommt man die Zweite für günstige $ 20 (Stand 2012).

Die Fahrten dauern jeweils etwa 2 Stunden und lohnen sich beide! Am besten vorher die Bootstouren buchen bei Yellow Water Cruises.

Während der Regenzeit (Dezember bis März) verwandelt sich dann die gesamte Landschaft in ein riesiges Überflutungsgebiet. Es regnet hier so heftig, dass der Wasserpegel um 4 m oder gar mehr steigt. Unvorstellbar.

Man kann das auf dem Foto unten gut erkennen. Die Brücke zum Boot hängt flexibel und beweglich an den großen Eisenpollern. Wenn das Wasser steigt, liegt die Brücke am oberen Ende dieser Poller!

15 Minuten Fahrt von Cooinda entfernt kommt eine Abzweigung zu den Jim Jim Falls. Man fährt erst 50 km auf einer holprigen Schotterstraße durch eine einsame Gegend. Dann taucht ein Warnschild auf, dass eine Weiterfahrt nur noch mit einem guten Vierradantrieb mit großer Bodenfreiheit möglich ist. Ab hier wird es spannend und aufregend.

Der Weg ist einspurig, felsig und dann wieder sandig und es geht auf und ab. Macht wirklich Spaß, aber nach etwa 5 Km waren die mangelnde Bodenhaftung und Schlaglöcher dann doch zu viel für unseren Leihwagen, wir saßen auf. Also drehten wir lieber um.

Etwa auf halbem Weg zwischen Jabiru und Cooinda liegen die Felsen von Nourlangie. Hier kann man wiederum auf einem Rundweg verschiedenste Felsenmalereien der Ureinwohner bewundern. Diese sind vornehmlich an Felsüberhängen, die den Aboriginies als Schutzunterkunft dienten, zu sehen. Ein Ranger erklärt die Besonderheiten dieser Lebenskultur und die Geschichte dieser Kunst.

Der Weg führt schließlich noch auf eine Anhöhe, schöne Landschaft mit schöner Aussicht.

Wir waren knappe 4 Tage im Kakadu National Park und hätten gerne noch etwas verlängert. Die Landschaften sind einfach beeindruckend mit so vielen Kontrasten und einer enormen Vielfalt an Tieren und Sehenswürdigkeiten.

Weitere Impressionen vom Kakadu NP

Unsere Unterkunft im Kakadu NP

Gagadju Crocodile Holiday Inn

Wirklich gute und schöne Übernachtungsmöglichkeiten sind Mangelware im Kakadu Nationalpark, man ist eher auf einfache Unterkünfte oder Campingplätze eingestellt.

Das in Jabiru gelegene Holiday Inn ist dann noch das beste Hotel. Aus der Luft ein Hingucker und sehr außergewöhnlich in Form eine Krokodils gebaut, von Innen dann eher unspektakulär. Die Zimmer sind ordentlich und gut ausgestattet, am schattigen Poolbereich im Innenhof kann man sich entspannen. Außer in diesem Bereich sind die Außenanlagen aber leider etwas ungepflegt. Erstaunlich gut haben wir in dem Restaurant gespeist, allerdings ist das Ambiente recht nüchtern.

Update 2018: Das Hotel heisst mittlerweile Mercure Kakadu Crocodile Hotel.

Der Kakadu Nationalpark war Teil unserer folgenden Reise:

September 2012

Singapur - Darwin - Mary River NP - Kakadu NP - Kununurra - Purnunulu NP mit Bungle Bungles - Kimberley - El Questro - Perth - Margaret River