Samurai - Flair in Kanazawa Individueller Reisebericht von Kanazawa mit unseren Highlights
Die Stadt Kanazawa an der nördlichen Westküste ist ein vielbesuchtes historisches Reiseziel. Anders als viele andere Städte Japans wurde sie im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört und bewahrt deshalb bis heute ein authentisches Bild der Edo-Zeit mit Samurai-Villen, einer Burg, Tempelanlagen und kunstvollen Gärten.
Bevor es aber in die historischen Viertel geht, wird man bei der Ankunft am Bahnhof von Kanazawa erst einmal mit moderner Architektur begrüßt. Unter einer imposanten Glaskuppel stehend blickt man auf das knapp 14 Meter hohe Tsuzumi - mon - Tor, ein hölzernes Holzportal mit elegant geschwungenen Säulen.
Kanazawa Castle
Nachdem wir in unserem u.g. Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf zum lediglich fünf Gehminuten entfernten Nordeingang der Burganlage von Kanazawa.
Die ursprünglich im 16. Jahrhundert erbaute Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstört und heute sieht man einen kleineren wiederaufgebauten Teil der Burg. Sie ist umgeben von weitläufigen Grünanlagen und einige Gebäudeteile kann man auch von innen besichtigen.
Der Burgpark
Im Norden und Westen der Burganlage schließt sich ein schöner Park an und wir schlenderten durch diesen bei wunderbarem Herbstwetter. Ein Weg führt hierbei auch zum terrassenartig angelegten japanischen Gyokusen - inmaru Garten mit einem See und kleinen Wasserfall sowie einem traditionellen Teehaus.
Kenroku-en Garten
Verlässt man dann den Burgpark in südöstlicher Richtung, so gelangt man zur unmittelbar angrenzenden Gartenanlage Kenroku-en. Diese über 100.000 m² große Anlage gilt als einer der schönsten Landschaftsgärten Japans und bei einem wunderbaren Spaziergang erlebt man hier die vielfältige und elegante japanische Gartenkunst.
21st Century Museum of Contemporary Art
Über den südlichen Parkausgang gelangt man am Ishiura Shrine vorbei zum 21st Century Museum of Contemporary Art, dem Museum für moderne Kunst. Dieses besticht durch seine kreisförmige Architektur mit Glasfassade und bei einem Besuch kann man internationale und japanische Gegenwartskunst bestaunen.
Restaurant Tipp
In der Gegend um das vorgenannte Museum herum gibt es nur wenige Einkehrmöglichkeiten.
Sehr zu empfehlen ist hier das kleine und einfache Nanahoshi Curry Restaurant im ersten Stock eines Eckgebäudes. Es gibt authentische Curry - Gerichte nach japanischer Art zu moderaten Preisen. Sehr lecker und sehr gut besucht, sodass man mit Wartezeiten rechnen muß. Es lohnt sich aber.
Nagamachi Samurai Bezirk
Vom vorgenannten Museum und Restaurant aus in westlicher Richtung sind es nur 10 Gehminuten bis zum Nagamachi Samurai District, einem historischen Viertel, in dem einst Samurai und ihre Familien lebten.
Hier schlendert man durch einen Bezirk mit vielen alten Häusern im traditionellen japanischen Baustil, engen Gassen, Kopfsteinpflasterstraßen und liebevoll gestalteten Innenhöfen.
In diesem Viertel findet man viele Samurai - Villen, einige davon kann man auch besichtigen. Die bedeutendste Villa ist die Nomura-ke Samurai Residence der Familie Nomura, einer wohlhabenden Samurai-Familie, die vom 16. Jahrhundert bis zum Ende der Edo-Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts im Dienste der in Kanazawa herrschenden Familie Maeda stand.
Zu sehen gibt es ein klassisches japanisches Haus mit Holz- und Tatami - Böden, traditionelle Schiebetüren mit Papierbespannung, Schnitzereien und Artifakte sowie einen schön angelegten kleinen Garten.
Oyama Schrein
Vom Samurai Viertel geht es weiter nach Osten Richtung Burgpark und nach etwa 10 Gehminuten erreicht man den Oyama Schrein.
Besonderes Merkmal dieses eigentlich typisch japanischen Shinto - Schreins mit einer schönen Gartenanlage um einen Teich herum ist das außergewöhnliche Haupttor Shinmon, das japanische, chinesische und europäische Architekturstile verbindet.
Omicho Market
Wiederum 10 Gehminuten nördlich des Oyama Schreins liegt der Omicho Market, ein über 300 Jahre altes Marktgelände mit über 170 Geschäften und Restaurants in überdachten Gassen.
Hier werden insbesondere fangfrische Meeresfrüchte in einer riesigen Auswahl angeboten, darunter auch Kugelfisch und riesige Mengen an Königskrabben. An vielen Ständen kann man gegrillten Fisch und allerlei sonstige Leckereien kosten, ein Eldorado für Streetfood - Fans.
Restaurant Tipp
Abends, wenn die Stände in der Omichi Markthalle schließen, hat man immer noch eine Auswahl an Restaurants. Viele davon befinden sich im ersten Stock, authentischer ist aber der Besuch von Restaurants im Erdgeschoß mit Verkaufsständen tagsüber und abends im Innenbereich mit Speisenangeboten.
Wir haben das Kaisendon Ichiba entdeckt, das sich in der "grünen Marktstraße" befindet (die einzelnen Wege sind farblich gekennzeichnet) und wurden hier köstlich verwöhnt. Es ist ein sehr einfaches, fast ungemütliches Lokal, aber man bekommt herrliche Gerichte zu sehr fairen Preisen serviert.
Higashi Chaya District
Der Higashi Chaya District wurde im frühen 19. Jahrhundert gegründet und gehört zu den drei ehemaligen Vergnügungsvierteln von Kanazawa. „Chaya“ bedeutet wörtlich „Teehaus“, doch diese Häuser waren nicht einfach Cafés, sondern exklusive Orte, an denen wohlhabende Gäste von Geishas mit Musik, Tanz und Unterhaltung empfangen wurden.
Bei einem Spaziergang durch die engen Gassen mit ihren historischen Holzhäusern fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt, zumal man hier auch viele Besucher mit traditionellen Kimonos antrifft. Am östlichen Ende des Viertels führt noch ein ausgeschilderter Weg einen Hügel hinauf zum Hosenji Tempel und von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt.
Wo und wann wir noch überall in Japan waren, das seht Ihr über den Link "Unsere Reiserouten".
Unsere Unterkunft in Kanazawa
The Sanraku Hotel Kanazawa
Nur 3 Gehminuten vom Omicho Markt entfernt befindet sich dieses perfekt gelegene Hotel mit moderner Ausstattung sowie japanischen Stilelementen. Von hier aus erreicht man fussläufig alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Wir haben ein Zimmer zum ruhig gelegenen Innenhof mit einem kleinen japanischen Garten und Wasserspielen gebucht. Ausstattung und Größe des Zimmers waren sehr gut, nichts zu beanstanden.
Das Hotel verfügt über ein Restaurant, wobei wir die nahe gelegenen Restaurants rund um den Markt bevorzugt hatten. Bemerkenswert und unbedingt zu betonen ist aber das grandiose Frühstück, da wird einfach alles, sowohl für den japanischen als auch europäischen Geschmack, angeboten. Sogar frisch zubereitetes Sushi, Sashimi oder Tempura wird serviert. Toll.
Hier geht´s zur Hotel - Website → www. Sanraku Hotel Kanazawa









































































