Heiße Quellen mit Fuji - Blick Individueller Reisebericht von Hakone mit unseren Highlights
Eingebettet in die bergige Landschaft des Fuji - Hakone - Izu Nationalparks zählt die Region rund um Hakone sicherlich zu den bekanntesten Urlaubsregionen Japans. Hier erwarten den Besucher viel Natur, Vulkanlandschaften, heiße Quellen, eine Schiffsfahrt, Geschichte, Kunst und natürliche herrliche Ausblicke auf den Fuji.
Man kann alle Sehenswürdigkeiten bequem mit Bus, Bahn, Seilbahn und Schiff erkunden und dafür lohnt es sich, den Hakone Free Pass zu besorgen.
Dieses rabattierte Ticket ist für 2 oder 3 Tage erhältlich und ist dann für unbegrenzte Fahrten mit den vorgenannten Verkehrsmitteln gültig. Wir haben uns dieses von Osaka kommend am Shinkansen - Bahnhof Odawara besorgt und die klassische Rundtour unternommen, so wie auf der Karte rechts ersichtlich.
Hakone Tozan Railway
Die Hakone Tozan Railway verbindet die Stadt Odawara mit dem Bergort Gora und gilt als eine der bekanntesten und landschaftlich schönsten Zugstrecken Japans.
Diese erste echte Gebirgsbahn Japans wurde 1919 in den Dienst gestellt und für die 15 Km lange Strecke mit einem Höhenunterschied von 500 Metern und einem Umstieg in Hakone - Yumoto benötigt man eine gute Stunde.
Das Gelände weist engen Kurven auf und ist sehr steil. Deshalb kommt hier das sogenannte Zickzack - System zum Einsatz. Der Zug fährt also einen Abschnitt vorwärts, hält dann an, wechselt die Richtung und fährt weiter rückwärts den Berg hinauf. Dies wiederholt sich mehrmals und man erlebt auf der Fahrt viele wunderbare Ausblicke auf die waldreiche Landschaft. Tolle Fahrt.
Hakone Gora Park
Etwas oberhalb des Gora Bahnhofs liegt in Hanglage der Hakone Gora Park. Bereits 1914 wurde dieser Landschaftsgarten im französischen Stil terrassenförmig angelegt und er kombiniert europäische Gartenkunst mit japanischer Pflanzenvielfalt.
Während man durch den Park schlendert ergeben sich schöne Ausblicke auf die umliegende Natur sowie Berge und man kann die entspannte Ruhe am Springbrunnen oder Teehaus genießen. Der Eintritt ist im Hakone Free Pass inbegriffen.
Ebenfalls sehenswert ist sicherlich das unweit entfernte Hakone Open Air Museum, ein Freilichtmuseum mit vielen künstlerischen Skulpturen, Keramiken und vor allem einer großen Pablo Picasso Sammlung. Leider mussten wir diesen Besuch aus Zeitgründen auslassen.
Seilbahn nach Owakudani
Vom Gora Bahnhof geht es direkt weiter mit der historischen Standseilbahn Tozan Cable Car und nach 9 Minuten Fahrt erreicht man die Bergstation, wo man wiederum direkt in die Seilbahn Hakone Ropeway umsteigt.
Diese schwebt zunächst über bewaldete Hügel und Berge und nach einer Bergkuppe öffnet sich der Blick auf das spektakuläre Owakudani - Tal, eine Vulkanlandschaft mit Schwefelschloten und heißen Quellen. An der Seilbahnstation Owakudani sollte man vor der Weiterfahrt unbedingt aussteigen und einen kurzen Spaziergang zu den aufsteigenden Schwefelwolken unternehmen. Von mehreren Aussichtspunkten aus hat man bei gutem Wetter auch einen fantastischen Ausblick auf Japans höchsten Berg Fuji.
Es werden auch Führungen direkt in das Vulkangebiet angeboten und man kann schwarze, im heißen Schwefelwasser gekochte Eier probieren, die angeblich das Leben verlängern sollen.
Ashinoko See
Mit der Seilbahn geht es nun weiter zum Ashinoko See, der sich im Krater des Hakone-Vulkans nach dessen Ausbruch vor rund 3000 Jahren gebildet hat.
Auf dem See verkehren sogenannte Piratenboote, die wie historische Segelschiffe gestaltet sind. Rund 30 Minuten dauert die Überfahrt zum anderen Ende des Sees und man bekommt eine wunderbare Landschaft mit Blick auf den Fuji und das Torii Tor des Hakone Schreins geboten.
Restaurant Tipp
Rund 200 Meter von der Anlegestelle entfernt liegt an der Hauptstraße das Tatsumi Restaurant.
Authentischer geht es kaum, hier wird in einer typisch japanischen Atmosphäre eine kleine Auswahl an Ramen und Izakaya - Gerichten serviert. Augenscheinlich ist es ein Familienbetrieb und es gibt nur wenige Sitzplätze. Wir haben hier sehr gut und zu fairen Preisen gespeist.
Hakone Checkpoint
Nach wenigen Metern in nördlicher Richtung erreicht man den Hakone Checkpoint, eine der während der Edo - Zeit im 17. bis 19. Jahrhundert wichtigsten Kontrollstationen Japans.
Heute ist der Hakone Checkpoint eine originalgetreu rekonstruierte Anlage mit Toranlagen, Wachtürmen, Verwaltungsgebäuden sowie Unterkünften der Soldaten und Beamten. Sehr anschaulich wird hier den Besuchern gezeigt, wie Grenzkontrollen in der Edo - Zeit funktionierten.
Onshi-Hakone Park
Auf einem Fußweg entlang des Sees geht es dann vorbei an einem netten Teehaus sowie dem Museumsgebäude des Hakone Checkpoints zum Onshi-Hakone Park.
Der Park umfasst etwa 16 Hektar und liegt auf einer kleinen Halbinsel, die in den See hineinragt. Er wird von vielen Besuchern links liegen gelassen, dabei bietet er schöne Spazierwege, gepflegte Gartenanlagen und wunderbare Ausblicke auf den See und den berühmten Berg Fuji. Ursprünglich war es kein öffentlicher Park, sondern diente als Sommerresidenz der japanischen Kaiserfamilie. Heute erinnern noch Fundamente und ein rekonstruiertes Gebäude mit Museum an die frühere Palastanlage.
Old Tokaido Cedar Avenue
Es geht weiter nach Norden und nun führt der Weg durch die Old Tokaido Cedar Avenue, einen etwa 500 Meter langen Abschnitt der alten Tokaido-Straße, die von hohen, jahrhundertealten Zedernbäumen gesäumt ist.
Hakone Schrein
Eine Uferpromenade führt nun zum kleinen Ort Motohakone und ein schmaler Uferweg dann weiter zum Hakone Schrein.
Der Schrein liegt eingebettet in dichte Zedernwälder am Fuße des Berges Hakone. Eine lange Treppe, gesäumt von moosbewachsenen Steinlaternen, führt durch den Wald hinauf zum Hauptgebäude dieses bedeutenden, im Jahr 757 gegründeten Shinto Schreins.
Das bekannteste Wahrzeichen ist das große rote Torii-Tor, das scheinbar im Wasser des Ashinoko - See zu stehen scheint. Hier bilden sich lange Warteschlangen von Besuchern, die sich vor dem Tor fotografieren lassen wollen.
Zurück nach Hakone Yumoto
Von Motohakone aus gibt es eine direkte Busverbindung zum Bahnhof von Hakone Yumoto, von dem man wieder mit der Hakone Tozan Railway nach Gora oder Odawara fahren kann.
Wir haben in dem nachfolgend beschriebenen Hotel in Hakone Yumoto eine Nacht verbracht und abends sehr gut in dem kleinen Izakaya - Restaurant Suzuka auf Tatami - Matten sitzend gespeist. Man muß allerdings anmerken, dass der Ort sehr stark auf Tagestouristen eingestellt ist und viele Restaurants dann abends schließen.
Wo und wann wir noch überall in Japan waren, das seht Ihr über den Link "Unsere Reiserouten".
Unsere Unterkunft in Hakone
Yumoto Fujiya Hotel
Vom Hakone Yumoto Bahnhof aus sind es gerade einmal 3 - 4 Gehminuten bis zum leicht erhöht liegenden Hotel. Man erreicht dieses bequem über einen Lift und steht dann in der großen, zweigeschossigen Lobby mit einem freundlichen Empfang.
Das Hotel verfügt natürlich auch über ein Onsen, also ein Thermalbad, schließlich ist ja Hakone bekannt für seine heißen Quellen. Jeder Hotelgast bekommt einen traditionellen Yukata, einen leichten Baumwollkimono, gestellt und man kann sich im gesamten Hotel auch damit bewegen und aufhalten.
Das Hotel bietet mehrere Restaurants und eine Bar, allerdings haben wir die typisch japanischen Restaurants im Ort bevorzugt. Unser großzügiges Zimmer mit Sitzecke, Balkon und Blick auf den Fluß und den Ort war sehr ordentlich und wie in fast allen japanischen Hotels lagen auch hier Schlafanzüge bereit.
Hier geht´s zur Hotel - Website → www. Yumoto Fujiya Hotel

























































