USA Hauptstadt - Imposant

Washington, eine weitere Großstadt in den USA? Nein, diese Stadt ist doch anders: imposante Gebäude, äußerst gepflegt, viel Grün, Monumente am laufenden Band und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die Hauptstadt kann man nicht nur reduzieren auf das Weiße Haus, sie ist in jedem Fall extrem vielseitig und sehenswert. Wir hatten leider nur einen Tag Zeit, das hat uns im Nachhinein geärgert, denn es gibt sehr viel zu sehen.

Natürlich zieht es einen zuerst zum White House und es präsentiert sich genau so, wie man es vom Fernsehen kennt. Egal von welcher Seite man sich diesem Gebäude nähert, es ist ein wahrer Hingucker. Bei längerer Voranmeldung kann man es auch von Innen besichtigen.

Die klassische Erkundungstour führt über die langgezogenen Grünflächen namens National Mall vom Lincoln Memorial zum Capitol. Auf 3,5 Kilometer Länge reihen sich viele Sehenswürdigkeiten aneinander.

Zu Ehren des 16. Präsidenten der USA Abraham Lincoln wurde dieses griechisch anmutende Lincoln Memorial als Denkmal errichtet, das sich am westlichen Ende der Mall befindet. Man nähert sich diesem entlang des Reflecting Pools und der Anblick des Monuments mit dem Wasserlauf im Vordergrund ist überwältigend.

Über riesige Freitreppen schreitet man dann hinein in eine übergroße offene Halle mit der in Marmor gehauenen Statue des Präsidenten. Sehr imposant, aber leider muß man sich stets den Platz mit sehr vielen Menschen teilen.

Unweit von diesem Memorial findet man noch weitere zahlreiche Gedenkstätten wie das Vietnam Veterans Memorial sowie das Vietnam Women Memorial, das Korean War Veterans Memorial oder das John Ericsson Memorial.

Lohnenswert und berührend ist der Abstecher über die mit großen goldenen Statuen geschmückte Arlington Memorial Bridge zum gleichnamigen Friedhof. Diesen erreicht man in gut 20 Gehminuten und bei einem Spaziergang läuft man hier an unzähligen weißen Grabsteinen von gefallenen Veteranen vorbei hinauf auf einen kleinen Hügel. Dort liegen John F. Kennedy und seine Frau Jackie Onassis begraben. Ein melancholischer, aber auch ein beeindruckender Moment.

Wieder zurück Richtung National Mall geht man wieder zu Fuß den gleichen Weg oder lässt sich für wenige Dollar mit dem Taxi fahren.

Dann geht unser Spaziergang weiter durch die Constitution Gardens mit einem kleinen See zum National World War II Memorial. Um ein großes Wasserspiel mir Springbrunnen gruppieren sich im Halbkreis zahlreiche Säulen und Gedenksteine. Eine sehr schön und großzügig angelegte Gedenkstätte und von hier aus hat man auch den tollen Blick auf das Lincoln Memorial.

Weiter Richtung Osten gehts zum Washington Memorial, dem von Weiten schon sichtbaren, knapp 170 Meter hohen Obelisken. Dieser riesige Marmorturm wurde in Erinnerung an den ersten Präsidenten der USA, George Washington, errichtet.

RESTAURANT TIPP

Etwa 10 Gehminuten vom Obelisk entfernt eignet sich für eine kleine Verschnaufpause der legendäre Old Ebbitt Grill in der 15 th Street NW, knapp ggü. vom Weißen Haus.

Das Lokal ist eine Institution, etwas gediegen, aber nicht steif und British angehaucht. Es gibt einen Barbereich und gemütliche Tische. Immer voll, tolles Essen und gute Stimmung.

Gestärkt geht es dann weiter Richtung Capitol. Unterwegs kommt man noch an einigen Museen, gemütlichen Gartenanlagen und historischen Gebäuden vorbei.

Man sollte einen Blick werfen in den netten Garten neben dem Smithsonian National Museum. Hier liegt der National Gallery of Art Sculpture Garden mit teils skurilen und sehenswerten Kunstwerken um einen kleinen See mit Springbrunnen und schön angelegten Wegen und Grünanlagen. Es gibt hier auch ein schönes kleines Café.

Genau gegenüber fällt das imposante Gebäude der Smithsonian Institution auf, das die Verwaltung der Forschungseinrichtungen des Gründers James Smithson beherbergt.

Das aus rotem Sandstein erbaute Gebäude wird auch "The Castle" genannt.

Das United States Capitol ist ein weiteres besonderes Highlight, das am östlichen Ende der National Mall liegt. In diesem klassizistisch gestalteten Gebäude finden die Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt. Je näher man sich dem Kapitol nähert, umso beeindruckender wirkt es.

Das monumentale Regierungsgebäude liegt auf einer leichten Anhöhe, sadass es nicht nur gut sichtbar ist, sondern eine besondere Größe und Macht ausstrahlt. Davor liegt ein idyllischer kleiner See mir sehr schönen Grünanlagen. Es gibt hier sogar einen kleinen Botanischen Gartenteil.

Auf der Rückseite ist der Besuchereingang und man kann von dort aus an kostenlosen Führungen ins Innere des Regierungsgebäudes teilnehmen.

Es herrscht in der Regel großer Andrang, aber es lohnt sich. Wir waren kurz vor Schließung der Rundgänge hier und hatten Glück, sind dann sofort rein gekommen. Besichtigen kann die beeindruckenden Repräsentationsräume, nicht aber die eigentlichen Büros und Sitzungszimmer.

Absolut sehenswert ist die Library of Congress, die faszinierende Kongressbibliothek. Man erreicht diese direkt vom Kapitolgebäude aus über einen unterirdischen Gang.

Beim Betreten ist man spontan beeindruckt. Eine überhohe opulent ausgestattete Eingangshalle empfängt den Besucher. Da kommt man wirklich ins Staunen. Über das Obergeschoß gelangt man zu einer Aussichtsgalerie mit Blick in den riesigen Lesesaal. Die Bibliothek gilt hinsichtlich des Bücherbestandes als die Größte der Welt.

Nach dem Rundgang durch das Bibliotheksgebäude verlässt man dieses wieder auf Straßenniveau und bekommt dabei dieses auch von außen zu sehen. Wie im Innern so auch äußerlich ein imposantes Bauwerk.

Schlendert man nun über den großzügig gestalteten Platz und überquert die Straße, so steht man vor einem griechisch anmutenden Gebäude mit mächtigen Säulen. Dies ist der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA.

Von hier aus ging es zurück Richtung unserem u.g. Hotel und wir wählten ein paar Nebenstraßen. Das Zentrum von Washington ist schon wirklich schön, viele Prachtbauten, lebendiges Treiben mit Cafés und Restaurants, viele kleinere Grünanlagen und Plätze und alles erstaunlich ordentlich und gepflegt.

Wir hatten ja leider nur einen Tag Zeit, es war der letzte Tag vor unserer Rückreise nach Deutschland. Washington D.C. steht also weiterhin auf unserer Liste, diese Stadt wollen wir noch einmal genauer erkunden.

Und zum Schluß noch ein Restaurant-Tipp:

Das Woodward Table liegt in der 15 th Street NW Ecke H Street NW, fast gegenüber von unserem unten beschriebenen Hotel. Hier haben wir ein leckeres Dinner genossen.

Sehr netter Service, schönes Ambiente und sehr gutes Essen. Zum Lunch gibt´s auch Kleinigkeiten.

Update 2020: Leider gibt es dieses Restaurant anscheinend nicht mehr ...

Weitere Impressionen von D.C.

Unsere Unterkunft in Washington D.C.

SOFITEL WASHINGTON DC LAFAYETTE SQUARE

Das Sofitel ist ein Businesshotel auf luxuriösem Niveau. Die Lage ist mehr als gut, gleich hinter dem Weißen Haus. Eine ideale Ausgangsposition, man kann von hier aus zu Fuß alles erreichen.

Lobby und Aufenthaltsbereich sind eher klein gehalten, aber edel gestaltet. Der Empfang war sehr freundlich, effizient und zuvorkommend. Die Zimmer der günstigen Kategorie sind recht klein, aber funktionell, gut eingerichtet und gepflegt.

www. Sofitel Washington Lafayette Square