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Schöner Küstenort am Nationalpark

Von Williamsburg aus fuhren wir über Norfolk zum Chesapeake Bay Bridge Tunnel. Ja, dieses Bauwerk heisst wirklich so, denn die 18 Meilen lange Überquerung der Chesapeake Bay erfolgt teils über kilometerlange Brücken sowie über ebenso lange Tunnel. Eine abenteuerliche Fahrt, die zumindest was die Brückenfahrten angeht an die Strecke zu den Keys in Florida erinnert.

Wieder auf dem Festland angekommen sind es noch knapp 1,5 Stunden Fahrt bis Chincoteague. Kurz davor fährt man an großen Satelittenschüsseln und einem Flughafengelände vorbei, hier befinden sich die Wallops Flight Facilities der NASA, eine Raketenstartstation für Forschungssatelliten. Dieses Gelände diente auch als Ausweichlandeplatz für die Space Shuttles. 

Dann gehts wiederum über mehrere Brücken durch eine Sumpflandschaft zum eigentlichen Ort. Der historische Teil befindet sich entlang der beschaulichen Main Street, hier findet man ein paar Hotels, Geschäfte und Restaurants.

Tipp: Für ein gutes Mittagessen empfehlen wir direkt an der Main Street das Bill´s Prime Seafood and Steaks Restaurant.  In einem authentisch gemütlichen Ambiente werden sehr gute Speisen serviert bei einem überaus kompetenten und aufmerksamen Service.

Natürlich haben wir uns ein saftiges Steak gegönnt, das perfekt zubereitet war.

Die eigentliche Attraktion hier ist die direkt an den Ort angrenzende Assateague Island National Seashore, ein lang gezogener Nationalpark am Meer.

Gleich nachdem man sein Eintrittsgeld entrichtet hat weist ein Hinweisschild zum Leuchtturm hin. Diesen erreicht man über einen schönen kurzen Spazierweg durch ein Waldstück. Leider war dieser am Tag unseres Besuchs geschlossen, denn sonst kann man diesen besteigen.

Natürlich gibt es hier verschiedene Wanderwege, besonders angepriesen wird der Woodland Trail und dieser ist auch zu empfehlen. Er führt durch unterschiedliche Landschaftszonen, beginnend mit einem Gebiet voller abgestorbener Bäume.

Weiter geht es durch ein schönes Waldgebiet mit ein paar Stegen und Aussichtspunkten. Vom sog. Pony Outlook soll man gute Chancen haben, einige der hier wild lebenden Pferde zu beobachten. Wir haben auch welche gesehen, allerdings leider nur in recht großer Entfernung.

Man sollte diesen Rundweg möglichst in den frühen Morgenstunden gehen, denn durch die umliegenden Sumpfgebiete hat man mit allerlei Insekten zu kämpfen. 

Die Fahrt geht dann weiter entlang eines Baches Richtung Meer. Hier trifft man vereinzelt lokale Fischer an, die mit Netzen auf Fischfang gehen. Sehr nett anzusehen, zumal auch die Reiher das Geschehen genau beobachten und auf einen Appetithappen hoffen.

Am Meer dann angekommen kann man sich an einem weitläufigen Sandstrand erfreuen mit viel Platz, denn man trifft nur wenige Menschen an.

Hier befindet sich auch das Toms Cove Visitor Centre, das man über hölzerne Stege erreicht. Von diesem aus kann man von leicht erhöhter Position aus die schöne Landschaft genießen und sich weitere Informationen einholen.

Dabei erstaunt uns immer wieder, was in den Nationalparks der USA teils möglich ist. Hier kann man sich sog. Permits, also Genehmigungen holen, um dann mit dem eigenen Auto über etwas abgelegenere Teile des Strandes zu fahren. In europäischen Nationalparks wohl kaum vorstellbar. Das Gute ist aber, dass man in dem normal zugänglichen Teil des Strandes vor solchen Strandfahrern verschont wird und ungestört baden kann.

Ab 15.00 h wird dann der Wildlife Loop geöffnet, vorher bleibt dieser zum Schutze der Tiere geschlossen. Auf der 3 Meilen langen Einbahnstraße geht es um den sog. Snow Goose Pool, ein naturbelassener See mit vielen grasbewachsenen Inselchen und wiederum abgestorbenen Bäumen im Hintergrund, ein schöner Kontrast.

Außer einigen Reihern und Vögeln haben wir nicht allzu viele Wildtiere gesehen, aber allein die Fahrt ist wunderbar.

Tipp: Nach einem ereignisreichen Tag gönnten wir uns einen schönen sundowner und dieser schmeckt nirgendwo besser als im Ropewalk Restaurant. Direkt am Wasser gelegen bietet dieses Lokal einen kleinen Sandstrand mit bunten Tischen und Liegestühlen, ideal um mit einem kühlen Drink den Sonnenuntergang zu beobachten.

Natürlich kann man hier auch speisen, geboten werden Gerichte wie Burger und Sandwiches. 

Weitere Impressionen von Chinco- und Assateague

Unsere Unterkunft in Chincoteague

HAMPTON INN & SUITES CHINCOTEAGUE

Dieses Kettenhotel unterscheidet sich sehr augenscheinlich von den sonst üblicherweise bekannten Hampton Hotels. Zum einen die Lage: wunderbar direkt in der Meeresbucht der Chincoteague Bay gelegen und zum anderen glänzt dieses Haus durch eine sehr ansprechende Ausstattung.

Man sollte sich natürlich das geringfügig teurere Zimmer mit Wasserblick gönnen, das über einen großzügigen Balkon verfügt. Die Zimmer sind ansprechend ausgestattet, sehr ordentlich und angenehm groß mit einer kleinen Sitzecke. Im Erdgeschoß befindet sich neben dem Empfang ein kleiner Kiosk sowie eine hohe Lobby, die im maritimen Flair gestaltet ist. Hier wird auch morgens das Frühstück serviert.

Sehr schön sind die Terrasse am Meer mit Sitzgelegenheiten sowie der davor verlaufende Holzsteg, der lediglich eine Verbindung mit dem benachbarten anderen Hotel bildet. Dieses Haus ist bereits mehrfach innerhalb der Hampton Hotelgruppe als das beste Hotel ausgezeichnet worden.

www. Hampton Inn & Suites

Chinotheague und Umgebung war Teil unserer folgenden Reise:

April/ Mai 2019

Atlanta - Gatlinburg - Smoky Mountains - Asheville - Blue Ridge Parkway - Blowing Rock - Peaks of Otter - Lexington - Staunton - Shenandoah National Park - Charlottesville - Williamsburg - Jamestown Yorktown - Chincoteague - Assateague National Park - Chesapeake Bay - Cambridge - Annapolis