Traumhaft versteinerte Gestalten Unser individueller Reisebericht vom Bryce Canyon

Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass der Bryce Canyon einer der schönsten und interessantesten Canyons der USA ist. Dies liegt daran, dass man hier in Mengen die sog. Hoodoos sehen kann. Das sind pyramidenartige Felsformationen, die sich am Rande des Berghanges erheben. Hier hat die Erosion ganze Arbeit geleistet.

Bereits die Anfahrt ist spektakulär. Es geht über eine kurvenreiche Straße durch große Felsdurchbrüche und die leuchtend roten und bizarren Felsen zeigen sich zwischen grünen Fichtenwäldern.

Man kommt dann in den eigentlichen Ort und etwa 2 Km danach erscheint der Parkeingang. Ticket kaufen  -  dieses ist 7 Tage gültig  -  und los gehts. Auf einer rund 30 Km langen Strecke kann man von vielen Aussichtpunkten die vielen Facetten dieses Naturschauspiels erleben.

Die spektakulärsten Ausblicke bekommt man gleich am Anfang vom Sunrise- oder dem Sunset Point. Je nach Tageszeit verwandeln sich die Felsnadeln zu anders erscheinenden Formen und Farben.

Jeweils einen sehr schönen Gesamtüberblick hat man vom Inspiration- oder Bryce Point. Von hier aus sieht man das sog. Amphitheater in seiner vollen Größe. Eine besondere Farbenpracht erlebt man bei Sonnenaufgang oder am späten Nachmittag. Aber auch im Gegenlicht haben die Hoodoos ihren Reiz und scheinen sich fast zu bewegen.

Tipp:

Man sollte mindestens eine Nacht im Bryce Canyon übernachten, um die wunderbaren Lichtverhältnisse erleben zu können.

Die Fahrt weiter nach Süden verläuft dann durch größere Waldgebiete, hier und da sieht man Maultierhirsche und mit etwas Glück sogar den Utah Prairie Dog. Immer wieder kommt man zu Aussichtpunkten, alle sind sehenswert, aber hevorheben wollen wir die Natural Bridge sowie den Ponderosa- und Agua Point. Hier sind extrem kräftige Farbenspiele der Felsen zu sehen.

In diesem südlichen Teil ist es wesentlich ruhiger, hier kann man sehr gut abseits der Touristenströme die Natur genießen.

Am Rainbow Point -jetzt sind wir in 3.000 m Höhe- ist dann die Fahrt zu Ende, ein letzter Blick in die Weite und es geht wieder zurück.

Um die Hoodoos auch von der Nähe sehen zu können, sollte man sich einen Spaziergang oder eine Wanderung durch diese bizarre Welt nicht entgehen lassen. Es gibt unzählige Möglichkeiten vom bequemen und recht ebenerdigen Rim Trail mit wunderbaren Ausblicken bis hin zu steilen Pfaden, die 300 m hinab in den Canyon führen.

Tipp: 

Wenn man Hunger verspürt, dann gibts im Park nur die Bryce Canyon Lodge. Diese hat uns aber nicht so sehr angesprochen. Direkt im Ort liegt das Ruby´s Inn (der ganze Ort gehört Ruby ...) und wir haben hier köstlich und bis zum Umfallen gegessen. Nicht abschrecken lassen von den Menschenmassen dort und auch wenn es etwas nach Kantine wirkt, das Essen ist rustikal und sehr gut.

Sehr zu empfehlen ist noch ein Ausflug zum Cedar Breaks National Monument. Dies ist eine ideale Strecke, wenn man zum Zion National Park fährt, der Umweg über die Route 143 lohnt sich. Man sollte sich aber vorher informieren, ob die Strecke nicht gesperrt ist, denn es geht hoch hinauf in eine verschneite Gegend.

Es geht durch Hochwälder, vorbei an Seen (könnte auch in Kanada sein) zu einem Aussichtpunkt mit grandioser Kulisse: Ein zweiter Bryce Canyon im Gebirge und Hoodoos mit Schneekronen. Fantastisch.

 

Mehr Impressionen vom Bryce Canyon

Unsere Unterkunft im Bryce Canyon

Best Western Grand Hotel

Die Hotels direkt am Bryce Canyon sind alle recht bescheiden, mit Abstand am besten ist das Best Western. Es liegt etwas abseits der Hauptstraße, man ist aber zu Fuß in 3-4 Minuten im Zentrum mit allen Restaurants und Geschäften.

Das Hotel ist als klassisches, funktionales Business Hotel konzipiert. Es ist schön eingerichtet, eine große Lobby mit Kamin und ein Frühstücksbereich. Im sehr kleinen Hof befindet sich ein Pool. Die Zimmer sind sehr geräumig und ansprechend ausgestattet. Die beste Wahl in dieser Gegend.

www. Best Western Grand

Der Bryce Canyon war Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2013

San Diego - Palm Springs - Joshua Tree NP - Scottsdale - Sedona - Monument Valley - Lake Powell - Bryce Canyon - Kodachrome Basin NP - Zion National Park - Las Vegas