Erholung, Abenteuer, Wilde Pferde Unser individueller Reisebericht von den Outer Banks

Die über 250 Km lange Inselkette der Outer Banks kann man von zwei Seiten erreichen: Im Norden über 2 Brücken und im Süden über zwei Fährverbindungen. Wir kamen vom Süden und etwa 45 Fahrminuten nördlich von Beaufort N.C. startet von der dortigen Halbinsel Cedar Island die sehr schöne gut 2 stündige Schifffahrt auf die Outer Banks zu dem sehr netten Ort Ocracoke.

Es gibt hier eine Hauptstraße, an der sich mehrere Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten anreihen und ein angrenzendes, sehr nettes Wohngebiet mit einem Leuchtturm. Es ist ein lebendiger Ort mit vielen jüngeren Menschen. Farbenfroh und gepflegt. Eine Übernachtung hier lohnt sich, haben wir leider nicht getan ....

Von hier aus geht es nun etwa 15 Km weiter nach Norden und es geht wieder auf die Fähre. Diese kostet nichts und fährt mehrmals täglich. Auf dem direkten Weg wäre die Überfahrt eigentlich sehr kurz, aber wegen der Untiefen fährt man einen sehr großen Kreis um die Sandbänke herum und so dauert es rund 45 Minuten bis zum nun durchgängig befahrbaren Teil der Outer Banks.

Keine 30 Minuten Fahrt und man erreicht den Leuchtturm von Cape Hatteras. Eine Besichtigung lohnt sich, man kann kleine Spaziergänge unternehmen und ein paar Minuten weiter auf der Lighthouse Rd gelangt man zu einem schönen Strand.

Weiter Richtung Norden geht es nun über viele Kilometer durch eine menschenleere Natur. Die schmale Insel ist hier teilweise 100 - 200 m breit. Rechts und links das Meer, Dünen und Strände wechseln sich ab mit windverwehnten niedrigen Büschen.

Es ist eine entspannte und sehr schöne Fahrt. Öfters mal anhalten und die ruhige Natur genießen. Unterwegs fährt man auch am Pea Island National Wildlife Refuge vorbei. Es ist ein gemütlicher, etwa 30-40 minütiger Spaziergang durch eine sehr schöne Naturseenlandschaft mit vielen Vögeln.

Wir sind ja große Fans von Leuchttürmen. Etwa 20 Km nördlich von Pea Island liegt das Bodie Island Lighthouse. Dieser ist sehr schön gelegen, umgeben von Wäldern, großen Wiesenflächen und dichtem Schilf.

Es geht weiter und man gelangt nach Nags Head. Diese besteht aus einer riesigen Durchgangsstraße, viel Verkehr und Gewerbe. Die einzige Sehenswürdigkeit hier ist das National Monument der Gebrüder Wright. Ein Museum und eine Denkmal erinnert an die Pioniere der amerikanischen Luftfahrt.

Am südlichen Stadtrand liegt noch der Jockey´s Ridge State Park, dem man einen Besuch abstatten sollte. Die Besonderheit sind die riesigen Sanddünen, die man sich über einen gut ausgebauten Holzsteg von einigen Aussichtspunkten ansehen kann oder auch erwandern kann.

Die große Durchgangsstraße 158 macht dann einen Knick nach Westen zur Brücke aufs Festland. Hier geradeaus auf der 12 fahren in den interessantesten und schönsten Teil der Outer Banks.

Nach wenigen Kilometern erreicht man den sehr charmanten und ruhigen Ort Duck. Ja, der heißt wirklich so. Nette Geschäfte, nette Restaurants und eine entspannte dörfliche Atmoshäre prägen Duck. Man merkt aber auch gleich, dass man auf einem Teil der Insel ist, wo sich die Wohlhabenderen niedergelassen haben.

Tipp: Zum Lunch und Dinner sehr zu empfehlen ist das Restaurant The Blue Point. Es liegt etwas versteckt und wirkt von außen unscheinbar, aber innen toll eingerichtet und vorzügliches Essen bei legerer und sehr netter Atmosphäre. Abends reservieren!

Wir hatten unser Hotel ohne Frühstück gebucht und empfehlen sehr das Café in einem kleinen liebevollen Bücherladen namens Ducks´s Cottage

Unbedingt sehenswert ist Corolla Village mit dem historischen Countryclub Whalehead, dem Currituck Lighthouse, einer historischen Rettungsstation und einigen Überresten des alten Dorfkerns. Wunderschön angelegt und bei einem Spaziergang lässt sich alles gemütlich erkunden.

Das Highlight ist natürlich das ehemalige Clubhaus Whalehead mit seiner bewegten Geschichte (nachzulesen auf der dortigen website). Ein tolles Anwesen in einer tollen Umgebung. Kaum zu glauben, dass bis 1955 keine Straße hier her führte.

Und jetzt kommt der abenteuerliche und aufregende Teil, auf keinen Fall entgehen lassen! Eine Hummer-Jeepfahrt zu der winzigen Ortschaft Penny´s Hill. Das Besondere dabei ist, dass es keine Straße dort hin gibt. In Corolla hört die Straße auf und große Hinweisschilder weisen darauf hin, dass es ab hier nur noch mit 4x4 Fahrzeugen weiter geht. Die Straße ist nämlich der schneeweiße Strand.

So etwas gibt es eben nur in den USA. Der Strand ist eine "öffentliche" Straße und man brettert und schlendert durch den teils tiefen Sand direkt am Meer entlang. Ein unvergessliches Erlebnis.

Das Besondere ist weiterhin, daß man hier einige wilde Pferde beobachten kann. Mit etwas Glück trifft man diese sogar direkt am Strand an, dann müssen auch alle Fahrzeuge anhalten, denn die Tiere stehen unter Schutz.

Die Fahrt geht dann auch noch durch den "Ort", na ja, das sind eigentlich nur ein paar schöne Häuser, aber es leben dort wirklich Menschen. Ein toller Ausflug, der uns sehr gefallen hat.

Zu guter Letzt noch ein Tipp:

Direkt gegenüber vom unten beschriebenen Sanderling Resort liegt das Restaurant The Paper Canoe. Direkt am Wasser trifft man sich hier zum sundowner und anschließend gibt es sehr gute Speisen bei sehr freundlichem Service.

Impressionen von den Outer Banks

Hier gehts zur Bildergalerie mit weiteren Impressionen.

 

Unsere Unterkunft auf den Outer Banks

Sanderling Resort

Im Norden der Outer Banks liegt der Ort Duck und wiederum etwa 2 Km nördlich hiervon liegt das wohl bekannteste und beste Hotel in dieser Region. Auf der großzügigen Anlage direkt am Meer und geschützt von einer Düne bietet das luxuriöse Hotel eine gemütliche, zweigeschossige Lobby mit schönen Sitzecken, eine Bar, zwei Pools und geschackvoll eingerichtete Zimmer. Angeschlossen sind zwei Restaurants, eines davon sehr gediegen, und auf der anderen Straßenseite, wiederum am Meer, kann man sich im Spa verwöhnen lassen.

Am Strand stehen Liegestühle und Sonnenschirme zur Verfügung und man hat den Strand fast für sich allein. Es ist ein sehr schönes Resort mit hohem Erholungsfaktor. Einzig der Service könnte etwas aufmerksamer sein.

www. Sanderling Resort

Die Outer Banks waren Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2014

St. Augustine - Jekyll Island - Savannah - Hilton Head Island - Charleston - Beaufort - Outer Banks - Charlottesville - Keswick Hall - Washington

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