Größtes Wohnhaus und Naturschönheiten

Wer nach Asheville fährt, der kommt um einen Besuch des Biltmore Estates nicht herum. Obwohl der Eintritt mit $ 60 - 85 pro Person nicht gerade günstig ist, muss man dieses schlossartige Anwesen gesehen haben.

Dieses wurde Ende des 19. Jahrhunderts von George Washington Vanderbilt, dem Sohn des Eisenbahn-Milliardärs William Henry Vanderbilt, als seine Sommerresidenz gebaut. Das Gesamtgrundstück umfasst 32 Quadratkilometer, ein riesiger Park. Schon die 2,5 Meilen lange Zufahrt ist beeindruckend. Man muß dann kurz vor dem Ziel sein Auto parken und wird die letzten Meter mit einem Bus gefahren.

Dann erscheint dieses prächtige Gebäude und man ist sofort beeindruckt.

Beim Betreten des Hauses erahnt man bereits die Dimensionen, die einen erwarten. Mit 250 Zimmern galt Biltmore Estate seinerzeit als das größte private Anwesen der USA und ist es wahrscheinlich heute noch.

Man kann das Gebäude auf eigene Faust erkunden und folgt der guten Ausschilderung. Der Rundgang führt zunächst in die riesige Eingangshalle mit Kuppeldecke, die einem botanischen Gewächshaus ähnelt.

Über 3 Etagen verteilen sich Räume und man kann dabei antikel Mobiliar, viele der 65 Kamine oder die Bibliothek mit über 10.000 Büchern bewundern. Besonders imposant ist der über 20 Meter hohe Festsaal.

Von den Terrassen hat man einen fantastischen Blick auf das riesige Anwesen. Für die damalige Zeit eine wahre Attraktion war aber das sich im Untergeschoß befindliche Schwimmbad sowie ein Fitneß-Center und eine Kegelbahn. So etwas hatte sonst wohl kaum einer.

Auch die Tatsache, dass das gesamte Gebäude bereits über elektrischen Strom verfügte, war eine Besonderheit. Es kamen stets viele Gäste, schließlich musste das große Haus auch mit Leben erfüllt werden. Rund 40 Angestellte sorgten für das Wohl der Hausherren und der Gäste. Täglich wurde, wie in einem Hotel, die Bettwäsche gewechselt und es gab 1.136 Servietten sowie 111 Tischdecken!

Nach dem beeindruckenden Rundgang durch das schlossartige Anwesen geht es in den schönen Park mit seinen vielfältigen Pflanzen und Spazierwegen. Im Mittelpunkt steht dabei der Rosengarten mit dem architektonisch sehenswerten Gewächshaus, das wie ein riesiger Wintergarten erbaut wurde. 

Man sollte sich Zeit nehmen und diese wunderbare Parkanlage in Ruhe genießen.

Nach dem entspannten Spaziergang geht es mit dem Auto weiter zur 3 Meilen entfernten Biltmore Estate Winery. Auf diesem meistbesuchten Weingut der USA reifen Trauben für 20 verschiedene Weine.

Hier kann man auch in zwei Hotels einchecken und direkt auf dem Weingut luxuriös übernachten.

Natürlich kann man hier auch eine Weinprobe machen und die köstlichen Tropfen käuflich erwerben. Hierfür schreitet man durch ein Portal, das von großen Weinfässern eingerahmt ist. Dann gehts durch einen schönen unterirdischen Gang vorbei an Weinkellern zu einer modernen Verkaufshalle. Sehr schön insziniert.

Asheville ist ein guter Ausgangspunkt für tolle Ausflüge, denn die Umgebung dieser Stadt ist ebenfalls sehr sehenswert.

Besonders ans Herz legen wollen wir eine Fahrt zum Chimney Rock State Park, etwa 25 Meilen südöstlich von Asheville. Bereits die Anfahrt über die Route ALT 74 entlang des Hickory Creek ist landschaftlich sehr schön. In dem kleinen Ort Chimney Rock dann angekommen, geht es durch ein großes Eingangstor in den Park. Man fährt durch dichten Wald auf einer engen und sehr kurvenreichen Straße bis zu einem Parkplatz. Ab hier gehts zu Fuß weiter.

Man kann nun bei einer ausgiebigen Wanderung den Gipfel erklimmen, oder mit dem bereits 1949 in Betrieb genommenen Aufzug, der in den Felsen gehauen wurde, bis zur Aussichtsplatform, dem Ausgangspunkt für die Ersteigung des knapp 100 Meter hohen Granitmonolithen, hinauf fahren.

Dort angekommen eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die umliegenden Berge und die weitläufige Natur.

Über gut ausgebaute Treppenkonstruktionen gelangt man auf diesen frei stehenden Felsen, von dem die Aussichten nochmal schöner wirken.

Von hier aus kann man noch weiter hoch klettern zum Devils Head und der Opera Box, das ist eine Felsspalte am Steilhang, von der man wiederum einen schönen Blick in das vom Broad River durchzogene Tal und den Chimney Rock hat.

Wenn der Weg nicht gesperrt gewesen wäre, hätte man noch die kleine Wanderung zu den 125 Meter hohen Hickory Nut Falls machen können.

Für den Aufstieg hatten wir ja die bequemere Aufzug-Variante gewählt, zurück gings dann aber über viele Holztreppen hinunter zum Parkplatz. Immer wieder eröffnen sich wunderbare Ausblicke und obwohl es hunderte Stufen sind, ist der Abstieg durch den verträumten Wald unbedingt zu empfehlen.

Unterwegs kann man auch noch in einer kleinen Grotte einen Zwischenstop machen.

Von hier aus bietet sich eine Weiterfahrt über die Route 64 und 276 nach Südwesten zum Nantahala National Forest an, durch den der Blue Ridge Parkway führt. Über diesen gelangt man auch wieder zurück nach Asheville.

Die Beschreibung dieser Tour seht Ihr unter dem Menüpunkt Blue Ridge Parkway.

Schließlich sollte man sich natürlich auch das Stadtzentrum von Asheville mal ansehen. Dieses ist rund um die Patton Avenue und die College Street durchaus sehenswert.

Hier in Downtown sind noch viele historische Gebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert erhalten. Man sagt der Stadt nach, sie hätte eine der größten Ansammlung von Art Deko Häusern zu bieten.

Den schönen Teil von Downtown kann man bei einem Spaziergang in etwa einer Stunde gut erkunden.

Neben den schönen Gebäuden gibt es auch nette Geschäfte, Cafés und kleine Grünflächen, also eigentlich ein schöner Ort. Einzig die zahlreichen Obdachlosen trüben ein wenig das sonst so harmonische Stadtbild.

Rund 15 Fahrminuten südwestlich vom Stadtzentrum liegt die Park- und Gartenanlage Arboretum. Dieser Botanische Garten bietet auf über 250.000 m² Fläche eine große Vielfalt an Flora.

Auf schön angelegten Wegen kann man hier einen ausgiebigen Spaziergang in der Natur unternehmen.

Nicht verpassen sollte man den Bonsai-Garten, wo man zahlreiche Exemplare dieser japanischen Gartenkunst besichtigen kann.

Insgesamt ein netter Park, wobei man im Vergleich zu anderen Botanischen Gärten dieser Welt die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen sollte.

Weitere Impressionen von Asheville und Umgebung

Unsere Unterkunft in Asheville

DOUBLETREE BY HILTON ASHEVILLE

Dieses Hotel liegt südlich des Zentrums von Asheville, unweit der Zufahrt zum Biltmore Estate. Es ist von der recht stark befahrenen Hauptstraße zurück versetzt und wenn man ein Zimmer mit Balkon zum schön begrünten Innenhof oder nach hinten hinaus wählt, dann kann man bei offenen Fenstern ins Grüne blicken und die völlige Ruhe genießen.

Obwohl es ein Kettenhotel ist, zeigt es sich doch recht individuell. Man betritt das Haus über eine lang gezogene und ansprechend eingerichtete Lobby mit Sitzecken und einem kleinen Kiosk. Im hinteren Bereich wird eine Ausstellung über die Geschichte des Ortes gezeigt, sehr interessant.

Die Zimmer sind geräumig und ansprechend ausgestattet, alles ordentlich und nichts zu beanstanden. Direkt angeschlossen an das Hotel ist ein TGI Fridays Steakrestaurant, wobei wir dieses nicht so schön empfanden. Keine 2 Fahrminuten entfernt liegt das Texas Roadhouse, dieses können wir sehr empfehlen.

www.Doubletree Asheville

Asheville und Umgebung waren Teil unserer folgenden Reise:

April/ Mai 2019

Atlanta - Gatlinburg - Smoky Mountains - Asheville - Blue Ridge Parkway - Blowing Rock - Peaks of Otter - Lexington - Staunton - Shenandoah National Park - Charlottesville - Williamsburg - Jamestown Yorktown - Chincoteague - Assateague National Park - Chesapeake Bay - Cambridge - Annapolis