Atlanta - Coca Cola, CNN und M. L. King

Atlanta war Ausgangspunkt unserer unten aufgelisteten Reise und wir verbrachten nur einen Tag hier, leider, denn diese Stadt hat mehr zu bieten als man glaubt.

Wenn man sich ein Hotel in downtown aussucht, dann kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß oder mit der nur einen Dollar kostenden Trambahn erreichen. Zunächst zieht es einen in den schönen Stadtpark, den Centennial Olympic Park, der anläßlich der Sommerolympiade 1996 angelegt wurde.

Neben weitläufigen Rasenflächen gibt es im Zentrum des Parks eine große Springbrunnenanlage, die nach musikalischen Klängen tolle Wasserspiele bietet. Rund herum stehen Bänke unter schattigen Bäumen, von denen man die "Vorführungen" beobachten kann.

Am östlichen Rand des Parks führt ein schöner Weg entlang eines Baches mit kleinen Wasserfällen. Hier sind einige Gedenksteine und Hinweistafeln aufgestellt worden, um an die Olympischen Spiele in dieser Stadt zu erinnern.

Nördlich an den Park angrenzend werden einem gleich drei Attraktionen geboten: Das Georgia Aquarium mit über 100.000 Tieren, das Museum für Bürger- und Menschenrechte sowie das Museum über die Geschichte von Coca Cola.

Wegen einer Baustelle für einen Erweiterungsbau war das Aquarium nur eingeschränkt zu besichtigen, sodass wir uns auf eine Tour durch die Welt von Coca Cola konzentriert haben. 

Nachdem man sein Ticket gekauft hat gibt es im Eingangsbereich eine gekühlte Cola. Der Andrang ist groß und damit wird erst einmal die Wartezeit überbrückt, bis es in Gruppen ins Innere des Gebäudes geht. 

In einem Saal mit unzähligen Memorabilien zur langjährigen Geschichte dieses Getränks (es wurde 1886 von John Pemberton erfunden) wird man von einem Guide eingestimmt auf einen anschließenden tollen Imagefilm mit Gänsehautfaktor (das können die Amerikaner eben und danach will man eigentlich nichts anderes mehr trinken).

Nach der Filmvorführung geht man auf eigene Faust durch den riesigen, zweigeschossigen Museumsbau und kann in verschiedenen Abteilungen alles über dieses weltberühmte Erfrischungsgetränk erfahren.

In einer großen Halle gibt es u.a. auch 110 Zapfstellen von 110 verschiedenen Coca Cola Geschmacksrichtungen aus 110 Ländern dieser Welt. Allzu große Unterschiede haben wir zwar nicht geschmeckt, aber ein Erlebnis.

Überquert man nun wieder den Centennial Olympic Park, so erscheint dort das riesige Gebäude der CNN Nachrichtenstudios. Wenn man dieses dann betritt, steht man in einem überdimensionalen Atrium und kann bereits die Dimensionen dieses größten Fernsehsenders der Welt erahnen.

Man kann verschiedene Touren buchen, wir haben die rund 60 minütige Behind the Scenes Tour gewählt, die einen zu den Redaktionsräumen und Aufnahmestudios führt. Beeindruckend ist dabei der Beginn der Tour, denn es geht über die längste freistehende Rolltreppe der Welt in das 8.Obergeschoß. Leider darf man bei den Touren keine Fotos machen, eine Besichtigung der Studios lohnt sich aber in jedem Fall.

Tipp: Zum Lunch haben wir uns Ted´s Montana Grill ausgesucht, sehr zu empfehlen. Hier gibt es frische Steaks, Burger und vieles mehr in einem gemütlichen Ambiente. Man sitzt in holzvertäfelten Nischen und wird sehr freundlich bedient.

Wieder gestärkt machten wir auf zum historischen, ja weltgeschichlichen Höhepunkt unserer Stadterkundung. Mit der Atlanta Streetcar, der Straßenbahn, die Downtown in einem Rundkurs erschließt, fuhren wir zum Martin Luther King National Historic Site

Dort angekommen geht es erst einmal ins Visitor Centre und Museum, wo das bewegende Leben dieses Bürgerrechtlers sowie Gegebenheiten und Lebensbedingungen der schwarzen Bevölkerung dieser Zeit in sehr anschaulicher Art dargestellt wird.

Auf der gegenüber liegenden Straßenseite steht die Historic Ebenezer Baptist Church, in der Martin Luther King seine Predigten abhielt.

Ein paar Schritte weiter geht es an typischen, einfachen Wohnhäusern vorbei zu dem Geburtshaus dieses berühmten Mannes, das man bei einer Führung besichtigen kann, allerdings nur zu begrenzten Tageszeiten.

Zum Abschluß führt der Weg zum imposanten Freedom Plaza mit einem langen Wasserbecken und einer Insel mit dem Grab des Baptistenpastors, der als berühmtester und ehrgeizigster Kämpfer gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

Im Jahre 1968 wurde er mit nur 39 Jahren in Memphis von einem Rassisten erschossen.

Weitere Impressionen von Atlanta

Unsere Unterkunft in Atlanta

THE AMERICAN HOTEL - DOUBLETREE BY HILTON

Dieses legendäre, bereits 1962 eröffnete Hotel, wird mittlerweile von der Hotelkette Hilton betrieben und zeigt sich in einem stylischen Look. Die Lage mitten in downtown ist perfekt, man kann alle Sehenswürdigkeiten der City bequem zu Fuß erreichen oder man nimmt die direkt von dem Hotel haltende Straßenbahn.

Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und sehr gepflegt. Wir haben ein Zimmer mit einem Balkon gebucht, eine Rarität in Atlanta, denn bei nahezu allen Hotels in Atlanta kann man sonst keine Fenster öffnen.

Der Lobby-Bereich, der sich über zwei Stockwerke erstreckt, ist modern und sehr ansprechend gestaltet. In einer Ecke befindet sich ein kleiner Kiosk, wo man sich mit Kleinigkeiten versorgen kann, und direkt angrenzend gibt´s ein nettes Restaurant. 

Alles in allem ein schönes Hotel, alles sehr ordentlich, tolle Lage und vom Preis her noch akzeptabel, denn die Hotelpreise in dieser Stadt sind recht hoch.

www. The American Hotel

Atlanta war Teil unserer folgenden Reise:

April/ Mai 2019

Atlanta - Gatlinburg - Smoky Mountains - Asheville - Blue Ridge Parkway - Blowing Rock - Peaks of Otter - Lexington - Staunton - Shenandoah National Park - Charlottesville - Williamsburg - Jamestown - Yorktown - Chincoteague - Assateague National Park - Chesapeake Bay - Cambridge - Annapolis