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Südlich von Miami entlang der Küste

Man vermutet es kaum, aber die Küstengegend südlich von Miami hat für Villen- und Naturliebhaber erstaunlich viel zu bieten.

Nur 10 Fahrminuten von Miami Downtown entfernt liegt die Villa Vizcaya, eine prächtige Residenz im Renaissance-Stil, die auf einem großen, parkähnlichen Grundstück direkt am Meer errichtet wurde.

Diese haben wir bei unserem Besuch im Jahr 2013 bereits besichtigt, die Beschreibung hierzu findet Ihr unter dem Menüpunkt Miami.

Auf der Küstenstraße geht es nun nach Süden, vorbei an Coconut Grove durch die südlichen Ausläufer der vornehmen Wohnviertel von Coral Gables.

Die Fahrt macht richtig Freude, denn an dieser von prächtigen Alleen gesäumten Straße reihen sich prächtige Villen, nette kleinere Parks und viele Wasserläufe mit Yachten aneinander, da gibt es viel zu bestaunen. 

Schon bald taucht dann das Hinweisschild zum Fairchild Tropical Botanic Garden auf und diesem riesigen Botanischen Garten sollte man dann auch einen Besuch abstatten.

Um einen ersten Überblick von der weitläufigen Anlage zu bekommen, kann man sich mit einer Elektrobahn durch den Park mit seiner enormen Vielfalt tropischer Pflanzen fahren lassen. 

Mit der gewonnen Orientierung sollte man dann den Park, oder zumindest Teile davon weiter zu Fuß erkunden, denn es gibt natürlich viele Ecken, die man mit der Bahn nicht erreicht.

Sehr schön sind natürlich die Ausblicke über die vielen Seen sowie die unterschiedlichen Palmenarten. Überhaupt findet man hier eine sehr abwechungsreiche Flora und Fauna vor. Neben Krokodilen und zahlreichen Vöglen und Reihern, trifft man immer wieder auf große Echsen.

In diesem Botanischen Garten kann man getrost mehrere Stunden verbringen und in einem netten Café bekommt man auch Erfrischungen und kleinere Speisen.

Sehens- und erlebenswert sind auch noch die Gewächshäuser mit allerlei exotischen Pflanzen sowie das Haus der Schmetterlinge, durch das man hindurchläuft und dabei den hunderten von verschiedenen Schmetterlingen ganz nahe kommt.

Es sind nur 15 Fahrminuten weiter nach Süden bis zur nächsten Sehenswürdigkeit. Hier liegt das Deering Estate, ein knapp 2 Km² großes, herrschaftliches Anwesen mit einem wunderbaren Park. Hier lebte Charles Deering, ein bekannter amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen, bis zu seinem Tod im Jahr 1927.

Heute ist es ein Museum, in dem das Alltagsleben dieser Zeit sowie die Familiengeschichte der Deerings gezeigt werden. 

Im Keller des steinernen Gebäudes erfährt man schließlich noch, wie man sich während der Zeit der Prohibition, als der Konsum von Alkohol verboten war, geschickt behalf.

Wie es sich für wohlhabene Persönlichkeiten gehört, hatte man eine große Auswahl von Weinen, Champagner und anderen alkoholischen Getränken im Weinkeller deponiert. Die Deerings hatten über 5.000 Flaschen gelagert. Der Zugang zum Weinkeller war gesichert mit einer Tresortür, die mit denen der Banken leicht mithalten konnte. Vor dieser Tür war dann ein Bücherregal angebracht, sodass man den Zugang nicht erkennen konnte. 

Nach dem Besuch der sehenswerten Gebäude bietet sich natürlich ein Spaziergang über das parkähnliche Anwesen an.

Besonders schön ist der Uferbereich mit zahlreichen Palmen und Mangroven. Mit etwas Glück -wir hatten es- sieht man in dieser geschützten Bucht auch Manatees (Seekühe).

Der gesamte nun folgende Uferstreifen, der größtenteils von Mangroven dominiert wird und kaum zugänglich ist, ist bis zu den nördlichen Ausläufern der Florida Keys mitsamt dem gesamten Gewässer Teil des Biscayne National Parks. Einer der Zugänge zu diesem Paradies für Wassersportler und insbesondere Taucher befindet sich etwa 30 Fahrminuten südlich des Deering Estates.

Am sog. Dante Fascell Visitor Centre bekommt man alle Informationen zu den verschiedenen Wassersportmöglichkeiten, von hier aus werden auch Bootsfahrten angeboten.

Wir kamen hier her gegen 16.00 h ohne Anmeldung, sodass leider alle Ausflüge bereits ausgebucht waren bzw. es zeitlich bereits zu spät war. 

Insofern "begnügten" wir uns mit einem Spaziergang, der sich allerdings als sehr schön herausgestellt hatte. Dieser führt zunächst am Hafenbecken entlang, dann geht es über eine längere Brücke zu einer sehr schmalen Halbinsel, wo man durch Mangroven hindurch Richtung Meer laufen kann. Zwischendurch sind immer wieder kleinere offene Stellen mit Bänken, von denen man den schönen Ausblick genießen kann.

Ein ereignisreicher Tag geht langsam zu Ende und wir fuhren wieder zurück nach Coconut Grove, wo wir auch übernachtet haben (Hotelbeschreibung weiter unten). 

Am Hafen treffen sich die Menschen zum Sonnenuntergang, es herrscht eine beschauliche und entspannte Atmosphäre und auch hier kann man noch einen kurze Mangroven-Walk unternehmen.

Nur ein paar Schritte vom Hafen und den gepflegten Grünanlagen entlang der Uferstraße entfernt liegt das nette kleine Zentrum von Coconut Grove mit einer Mischung aus modernen Wohnhäusern und historischen Gebäuden.

Hier hat man eine gute Auswahl an Geschäften, Restaurants und Cafés. 

Tipp: An der Ecke Grand Ave und Commodore Plaza liegt das sehr nette italienische Restaurant Farinelli 1937. Es war Anfang Januar und wir saßen zum Dinner gemütlich auf der Terrasse, aßen eine außergewöhnlich gute Pizza sowie Antipasti und wurden mit einem sehr guten Wein verwöhnt. 

Bevor wir am nächsten Tag uns Richtung Coral Springs aufmachten, statteten wir noch dem Barnacle Historic State Park einen Besuch ab. Dieser liegt mehr oder weniger im Ortszentrum von Coconut Grove am Main Hwy.

Die Bezeichnung Park ist vielleicht etwas übertrieben, es ist vielmehr ein schönes größeres Grundstück direkt am Meer mit einem Bootshaus sowie dem Wohnhaus von Ralph Middleton Munroe, einem der Gründungsväter von Coconut Grove sowie des Biscayne Bay Yacht Clubs. Das Besondere an diesem Haus ist, dass es das älteste noch am gleichen Ort erhaltene Gebäude des Bezirks Miami Dade County ist.

Weitere Impressionen südlich von Miami

Unsere Unterkunft in Coconut Grove

HOTEL ARYA

Dieses Hotel wurde als Apartmenthaus konzipiert und die Wohneinheiten gehören vielen Einzelinvestoren. Teile des Hauses sind privat genutzte Wohnungen und der Rest wird von einer Managementgesellschaft als Hotel betrieben. 

Die Lage ist perfekt, man wohnt mitten in diesem gehobenen und gepflegten Vorort von Miami. Man sollte sich natürlich ein Zimmer mit Meerblick gönnen, der Preisunterschied ist nicht sonderlich groß. Dann hat man auch einen tollen Blick auf die Marina, das Meer und die schönen vorgelagerten Grünanlagen. Unser Zimmer war nicht besonders groß und recht spartanisch eingerichtet, aber ordentlich und mit einem schönen Balkon.

Auf einer Dachfläche im 9. Stock kann man sich im Pool erfrischen und in einem kleineren Restaurant den Hunger stillen. Insgesamt ein schönes Hotel, insbesondere wegen der tollen Location mit wunderbarem Ausblick und der Nähe zum Wasser und den vielen Restaurants und Cafés. 

www. Hotel Arya

Miami Süd war Teil unserer folgenden Reise:

Januar 2020

Miami Süd - Everglades - Coral Springs - Naples - Lovers Keys - Sanibel Island - Sarasota - Tampa - Orlando

Diese Tour auf der Karte ansehen.