Die Keys - Die Inselwelt

Wer kennt sie nicht, die Florida Keys. Etwa 150 Meilen sind diese lang und und bestehen aus rund 200 einzelnen Inseln. Der Overseas Highway verbindet die wichtigsten Inseln über 42 Brücken, die längste ist die Seven Mile Bridge.

Der erste Teil ab Key Largo ist eigentlich nicht so aufregend, der Highway ist hier 4 spurig, es herrscht reger Verkehr und das Insel-Feeling kommt noch nicht so auf. Schön wird es ab Islamorada. Dieser Ort ist wirklich sehr nett, zwischen Palmen und kleineren Sandstränden gibt es hier viele kleinere Hotels, Restaurants und Läden.

Islamorada

Tipps: Hier gibts die Islamorada Fish Company, ein Restaurant direkt am Wasser. Man sitzt neben einem kleinen Hafen, in dem die kleinen Fischkutter ihren Fang abladen. Wir waren hier schon einmal vor 15 Jahren, da war es noch etwas uriger. Man hat es zwischenzeitlich etwas eleganter gestaltet, die Fischgerichte sind nach wie vor sehr gut.

Als wir 2016 nochmal hier waren, entdeckten wir das Pierre´s Restaurant. Dieses liegt etwas abseits des Overseas Highway und man speist hier in traumhafter Atmosphäre. 

Bunter Tische und Stühle stehen auf einer großen Strandfläche mit schattenspendenden Palmen. Es gibt klassische kleinere Gerichte wie Burger, Sandwiches und Salate.

Bahia Honda State Park

Zwischen dem Ort Marathon und Big Pine Key liegt der Bahia Honda State Park. Es gibt auf den Keys mehrere Parks, aber dieser ist mit Abstand der interessanteste.

Nach dem Parkeingang zweigt sich die Straße. Wir fuhren erst einmal links und man gelangt zu einem sehr schönen, langgestreckten, weissen Strand. Ideal zum Sonnenbaden und Schwimmen. Man kann hier aber auch auf einem kleinen Pfad durch ein Dickicht laufen mit sehr abwechslungsreicher Vegetation.

Es ist sehr idyllisch hier und man sagt, dass dieser Strand der schönste der Keys sei.

Biegt man nach dem Eingang rechts ab, so gelangt man zu einer kleinen Marina und der Old Bahia Honda Bridge. Diese alte Stahlbrücke, die nicht mehr in Betrieb ist, sollte man sich von Näherem ansehen. Es gibt einen kleinen Rundweg entlang des Wassers und auf den Hügel, von dem man ein kleines Stück auf der Brücke laufen kann. Tolle Konstruktion.

Vom Hafen aus fahren Schiffe zum Riff hinaus und man kann dort wunderbar schnorcheln oder tauchen. Ein sehr schöner Park, den man auf dem Weg nach Key West unbedingt besuchen sollte.

Am Ende der Keys liegt Key West, der bekannteste und meist besuchte Ort der Inseln. Das Zentrum ist sehr schön, man spürt schon etwas von dem karibischen Flair. Man sollte durch einige der Straßen schlendern und die herrliche Architektur der vielseitigen Häuser ansehen.

Hemmingway Haus in Key West

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist das Hemmingway Haus an der Whitehead Street. Der berühmte Schriftsteller wohnte hier über 10 Jahre lang.

Man zahlt ein moderates Eintrittsgeld und kann das Wohnhaus sowie die Gärten inkl. kleinem Katzenfriedhof besichtigen (Hemmingway liebte Katzen).

Direkt daneben befindet sich das Key West Lighthouse. Einen Leuchtturm erwartet man eigentlich eher an der Küste, dieser steht auf einer kleinen Anhöhe mitten in der Altstadt.

Der Grund liegt darin, dass bei einem schweren Hurricane im Jahr 1846 die ehemaligen Leuchttürme der Stadt zerstört wurden und man den neuen Turm nun in sicherem Abstand zur Küste errichtet hat.

Duval Street

Diese Straße beherbergt viele Restaurants und Geschäfte. Sie sind allesamt in schönen, teils viktorianisch anmutenden Häusern untergebracht.

Hier kann man sehr gut shoppen und schlemmen, also unbedingt einen Spaziegang unternehmen und dabei ruhig auch einmal in die Nebenstraßen schauen.

Tipp: Im touristischen Zentrum gibt es viele Lokale, wir entschieden uns aber für ein ruhiges Restaurant in der Simonton Street. Das Sarabeth´s ist ein Restaurant und Café, in dem man nur Einheimische antrifft.

Die Karte ist klein, die Gerichte liebevoll angerichtet und sehr gut. Man kann in einem kleinen Vorgarten sitzen oder im sehr netten Innenraum. Sehr empfehlenswert.

Auf dem Weg zurück zum Wasser sollte man noch einen Abstecher über die Southard Street zum Marinehafen machen. Es geht durch eine gehobene Wohngegend mit großem Baumbestand zu einem Kriegsschiff, das ein Museum beherbergt.

Über die Emma und Front Street geht es zum Ausgangspunkt am zentralen Mallory Square zurück. Die sehr schöne, von Palmen gesäumte Straße führt an luxuriösen Villen und am Truman Little White House vorbei. Ursprünglich wurde dieses im 19. Jahrhundert als Hauptquartier der Flottenkommandeure errichtet. 

1946 diente es dem damaligen Präsidenten Truman als Winterresidenz.

Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist schließlich noch die bunt bemalte Boje am Southernmost Point an der South Street. Sie markiert den südlichsten Punkt der kontinentalen USA.

Auf der Bundesstraße 1 geht es wieder zurück Richtung Festland. In Big Pine Key findet man das National Key Deer Refuge. Hier kann man die vom Aussterben bedrohten Key-Hirsche und Rehe sehen. Vom Highway führt eine Straße nach Norden, erst noch an ein paar Häusern vorbei und dann durch eine bewaldete Landschaft.

Bereits entland der Straße sieht man die zutraulichen Tiere, sie lassen sich von Menschen und Autos nur bedingt aus der Ruhe bringen. Dies scheint den hier lebenden Menschen nicht so recht zu sein, denn auch in den Gärten lassen sich Hirsch & Co. gerne nieder. Aber man sollte immer beachten, der Hirsch war hier zuerst da!

An dem Watson Blvd. Richtung No Name Island befindet sich kurz vor der Brücke zu der besagten Insel das No Name Pub. Zum Essen weniger zu empfehlen, aber unbedingt auf einen Drink vorbeischauen. Das Lokal ist duster und schummerig, neben ein paar Touristen trinken einheimische Gestalten ihr Bier an der Bar. Das Besondere und daher sehenswerte ist die "Dekoration". Das gesamte Lokal ist beklebt mit (echten) Ein Dollar Noten. Es sollen über 200.000 sein. Das ist einmalig.

Tipp:  Sehr gut gefallen hat uns auch noch The Island Fish Company. Ein authentisches und vielbesuchtes Restaurant am östlichen Eingang von Marathon. Man sitzt direkt am Wasser und serviert werden sehr gute Fisch- und Fleischgerichte, aber auch exzellente Salate, Meeresfrüchte uns allerlei Köstlichkeiten.

Der Service ist sehr gut und freundlich, am Steg oder dem kleinen Miniatur-Strand schmeckt auch der Sundowner besonders gut. Das Restaurant ist so beliebt, dass so manch einer sogar mit seinem Hubschrauber einfliegt und auf dem Auto-Parkplatz parkt. Wow.

Impressionen von den Keys

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Unsere Unterkunft auf den Keys

Tranquility Bay Beachfront Hotel

Mit Abstand die schönste Unterkunft auf unserer Florida-Rundreise!

Dieses Resort liegt in Marathon, strategisch sehr günstig, da man ziemlich mittig auf den Keys ist. Von der befahrenen Hauptstraße biegt man in das Resort ein und fährt auf eine große Villa im Kolonialstil zu. Hier befindet sich die Rezeption, Lounge- und Restaurantbereich.

Rechts und links hiervon sind sehr geschmackvolle Reihenhäuser in U-Form angelegt mit sehr großzügigen Grünanlagen und Pools. Man bewohnt ein ganzes zweigeschossiges Haus mit zwei Terrassen und kompletter Ausstattung.

Die gesamte Anlage ist ein Traum, eigener Sandstrand, Beachbar und ruhigen Liegebereichen. Wärmstens zu empfehlen.

www.Tranquility Hotel

Sunset Key Cottages

Wir waren im März 2016 nochmal in Key West und haben uns für dieses Resort entschieden. Dieses liegt auf einer Privatinsel, die man in 5 Minuten mit einem Shuttle-Boot erreicht.

Man kann wählen zwischen unterschiedlich großen Villen, die alle sehr geschmackvoll ausgestattet sind. Man kann sich entspannen am Sandstrand oder dem schön angelegten Pool. In dem romantischen Restaurant direkt am Wasser kann man herrlich speisen.

Die gesamte Anlage ist sehr schön gestaltet und äußerst gepflegt. Diese Exklusivität hat aber auch seinen Preis, also unbedingt nach Angeboten fragen.

www. Sunset Key Cottages

Die Keys waren Teil unserer folgenden Reise:

Januar 2012

Miami - Orlando - Cape Canaveral - Palmetto - Sarasota - Sanibel und Captiva Island - Naples - Everglades National Park - Key Largo - Marathon - Key West

Im März 2016 haben wir Miami, den Everglades und den Keys mit Key West nochmal einen Besuch abgestattet.