Lebenswerte Hauptstadt von Nova Scotia

In Halifax angekommen zieht es einen natürlich erst einmal an die Waterfront. Diese schön angelegte, aus Holzbohlen erbaute Uferpromenade führt an vielen Anlegestegen mit Booten und Restaurants sowie Geschäften entlang.

Zwischendrin kann man es sich auf Bänken, bunten Liegestühlen oder sogar Hängematten bequem machen und den vorbei fahrenden Schiffsverkehr beobachten.

Am Ende der Waterfront ist die Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe und von dort aus strömen unzählige Menschen tagtäglich in die Stadt. Diese ist sehr schön angelegt mit einem Museum über die Geschichte der Einwanderer sowie touristische Geschäfte.

Hier steht auch das Denkmal von Samuel Cunard. Er gilt als einer der Väter der Stadt, war ein erfolgreicher Geschäftsmann und eröffnete mit seinem ersten Dampfschiff Britannia den kommerziellen Fracht- und Personenverkehr über den Atlantik nach Europa.

Am belebtesten ist es im mittleren Teil der Waterfront, hier findet man viele Imbißstände und Restaurants.

Tipps: Sehr beliebt ist das Restaurant The Bicycle Thief, mittags und abends immer voll. Hier gibt es raffiniert angerichtete Speisen auf einem etwas höheren Niveau. Man sitzt innen wie außen sehr schön, nur der Service ist etwas langsam. Das gute Essen macht dies aber wett.

Ebenfalls sehr gut gegessen haben wir im Waterfront Warehouse. In dem ehemaligen Lagerhaus werden einfache, aber sehr gute Gerichte serviert in einer schönen und charakteristischen Atmosphäre. Sehr guter Service und es gibt eine reichhaltige Austernbar.

Von diesen Restaurants gleich um die Ecke befindet sich das Maritime Museum of the Atlantic, dessen Besuch wir sehr empfehlen.

Hier wird sehr anschaulich die Geschichte der Kanadischen Seefahrt gezeigt mit imposanten Schiffsmodellen. Weiterhin gibt es eine Ausstellung über die Titanic mit Originalstücken sowie eine ausführliche Dokumentation über die verheerende Explosion im Hafen von Halifax im Jahr 1917, bei der ein Großteil der Stadt vernichtet wurde und über 2.000 Menschen starben.

Als wir dann das Museum wieder verließen und zum Hafen blickten, entdeckten wir sie: die Bluenose. Dieser Segelschoner, der seinen Heimathafen in Lunenburg hat, ist eines der wichtigsten Symbole Kanadas und schmückt heute noch die 10 Cent Münze Kanadas.

Von der Uferpromenade geht es nun leicht bergauf in Richtung Innenstadt. Auf dem Weg zur Zitadelle kommt man an dem Rathausplatz namens Grand Parade vorbei. Um diesen schön angelegten kleinen Park gruppieren sich moderne Bürohochhäuser sowie herrschaftliche historische Gebäude.

Tipp: Direkt an diesem Park liegt das mehr als empfehlenswerte Restaurant The Five Fishermen, unser absoluter Favorit. Feine Speisekreationen in einem etwas gehobeneren, aber keinesfalls steifen Ambiente, werden hier neben klassischen Steak- und Fischgerichten serviert. Sehr aufmerksamer Service und ohne Reservierung hat man kaum eine Chance auf einen Tisch. Wir waren gleich zweimal hier.

Gut gestärkt geht es hinauf zur Zitadelle von Halifax. Diese im 18. Jahrhundert erstmals erbaute Festungsanlage - die heutige Anlage wurde 1846 erbaut - gilt als eine der Paradebeispiele militärischer Baukunst und ist wohl die meistbesuchteste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Neben der sehenswerten Anlage an sich kann man auch Militärparaden in historischen Uniformen bewundern. Es werden auch Führungen angeboten und dabei erfährt man alles Wissenswerte über die Geschichte dieser Anlage.

Sehr beeindruckend fanden wir den Nachbau eines Original-Schützengrabens aus dem 1. Weltkrieg. Man kann diesen durchlaufen und durch eingespielte Kriegsgeräusche wirkt der Aufenthalt im Graben sehr authentisch. 

Gleich hinter dem Festungshügel liegt die schönste Grünanlage der Stadt. Der liebevoll angelegte und gepflegte Halifax Public Garden ist eine Oase der Ruhe mit allerlei Pflanzen, Wasserläufen und großen Blumenfeldern.

Hier kann man wieder Energie tanken.

Geht man nun über die Spring Garden Road wieder Richtung Hafen, so erlebt man den geschäftigen Teil dieser Stadt. Hier findet man viele Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten.

Am Ende dieser Straße erhebt sich die imposante Basilica Saint Mary´s mit dem gegenüber liegenden, sehenswerten Friedhof The Old Burying Ground. Dieser wurde bereits 1749 angelegt und es wurden hier viele kanadische Berühmtheiten sowie Kriegsopfer begraben.

Wiederum gegenüber liegt das Government House, die offizielle Residenz des "Lieutenant Governor of Nova Scotia".

Schließlich noch ein Hinweis für diejenigen, die abends etwas unternehmen wollen. Nach Sonnenuntergang füllen sich in der Argyle Street die vielen Restaurants, Bars und Clubs.

Weitere Impressionen von Halifax

Unsere Unterkunft in Halifax

MARRIOTT HARBOURFRONT HOTEL

Dieses klassische Business-Hotel liegt direkt am Wasser und der Uferpromenade. Die große Lobby wirkt ein wenig nüchtern und am Ende findet man ein offen in die Eingangshalle integriertes Restaurant, welches wiederum nett ausgestattet ist.

Die geräumigen Zimmer sind schön eingerichtet und gepflegt. Für einen kleinen Aufpreis kann man sich ein Zimmer buchen mit schöner Aussicht auf die Bucht von Halifax. Schade und etwas unverständlich bei dieser schönen Wasserlage ist, dass es keine Balkone gibt und man die Fenster nicht öffnen kann.

Insgesamt ein gutes Hotel in schöner Lage, aber auch recht teuer.

www. Marriott Harbourfront Hotel

Halifax war Teil unserer folgenden Reise:

September 2018

Halifax - Sydney - Louisbourg - Cape Breton - Baddeck - Liscombe - Peggys Cove - Lunenburg - Kejimkujik Nationalpark - Annapolis Royal - Digby - Shelburne - White Point - Liverpool