Digby und Neck

Digby ist ein relativ großer Ort an der Bay of Fundy und Versorgungszentrum für das weite Umland. Von hier aus startet auch die Fähre nach Saint John in New Brunswick auf der gegenüber liegenden Seite der Bucht.

Mittelpunkt des Ortes ist die Water Street mit Hafen, Restaurants und Geschäften. Über eine sehr schön angelegte Uferpromenade kann man das Zentrum von Digby erkunden.

Liebhaber von Meeresfrüchten kommen hier voll auf ihre Kosten, denn Digby bezeichnet sich als "Scallop Capital of the World", also als Welthauptstadt der Jakobsmuscheln. Natürlich gibt es hier überall auch Hummer und sonstige Fischgerichte, aber diese Muscheln sind eine wahre Spezialität und werden köstlich zubereitet.

Wir haben mehrere Restaurants besucht, aber die folgenden haben uns besonders gefallen:

Im Wheelhouse Seafood Restaurant in der Water Street wird man von einem sehr freundlichen Service verwöhnt und speist in lockerer Atmoshäre mit Blick auf den Hafen. Fast nebenan liegt das Shoreline Restaurant, das sich im hinteren Teil eines Souvenirladens befindet. Es ist im leicht maritimen Flair gehalten und man serviert hier große und sehr leckere Portionen. Wenn man vorher im Laden etwas kauft, gibts noch 10% Rabatt beim Essen.

Von Digby aus sind zwei Ausflüge nennens- und empfehlenswert. 30 Fahrminuten nördlich liegt Annapolis Royal, die Sehenswürdigkeiten dort beschreiben wir auf der Annapolis-Seite.

Ein netter Tagesausflug führt nach Digby Neck, eine lang gezogene Halbinsel in der Bay of Fundy. Die Straße zum Ende des Necks ist zweimal unterbrochen und mit regelmäßig verkehrenden Fähren erreicht man die jeweils andere Seite.

Die interessanteste Sehenswürdigkeit ist der Balancing Rock, ein monolitisches Steinmassiv, das auf der Felsklippe des steilen Uferstreifens zu balancieren scheint. Vom Parkplatz aus führt ein rund 2,5 Kilometer langer Weg durch eine herrliche Naturlandschaft zum ufernahen Waldgebiet. Nun geht es über 235 Stufen zu einer Stegkonstruktion, von der man nicht nur einen tollen Ausblick auf die bizarre Küste hat, sondern insbesondere auf das balancierende Naturwunder. Je länger man dieses bewundert, umso mehr hat man die Befürchtung, dass dieser Fels umkippen würde.

Ein wirklich schöner Spaziergang.

Auf der Fahrt bis zur Fähre nach Brier Island am Ende dieser Halbinsel wird einem eine schöne und abwechslungsreiche Natur geboten. Immer wieder tauchen kleine Fischerdörfer auf, aber ansonsten herrscht hier Ruhe in unberührt wirkenden Landschaften.

Wenn man dann auf dieser Tagestour Hunger verspürt, darf man nichts besonderes erwarten.

Eigentlich recht nett sieht das Captain´s Daughter Restaurant aus, das bei der Ablegestelle der Fähre von Freeport nach Brier Island liegt. Leider serviert man hier aber nur am Abend, mittags nur an Wochenenden in der Hauptsaison.

Setzt man nun über nach Brier Island, dann wird einem lediglich in dem kleinen Ort Westport neben der Tankstelle ein Imbiß geboten. Eigentlich nicht zu empfehlen, ist eine einfache Pommes-Bude, aber die einzige Möglichkeit für ein schnelles Mittagessen. Empfehlenswert ist daher, sich eine Lunch-Box mitzunehmen.

Von dem Ort Westport aus führt dann in westliche Richtung eine Schotterstraße zum Brier Island Lighthouse. Es ist eine recht nette Fahrt und am Leuchtturm kann man einen kleinen Spaziergang unternehmen.

Alles in allem ist diese Digby Neck Tour ein netter Ausflug, man darf aber mit Ausnahme des Balancing Rocks nicht zu viel erwarten. 

Weitere Impressionen von Digby und dem Neck

Unsere Unterkunft in Digby

Digby Pines Golf Resort & Spa

Etwas außerhalb des Ortes liegt dieses Resort erhaben auf einer Anhöhe mitten in einem herrlich grünen Umfeld. Es strahlt den gewissen Charme eines Grand Hotels aus mit einem sehr schönen Garten und tollem Blick auf das Meer.

Man kann wählen zwischen freistehenden Cottages oder dem Haupthaus, in letzterem haben wir gewohnt. Dabei sollte man sich ein Zimmer mit Meerblick gönnen, tolle Aussicht. Wir haben uns für einen überschaubaren Aufpreis eine Junior Suite geleistet, die sehr großzügig gestaltet und sehr schön eingerichtet ist. Tolles Zimmer.

Im Erdgeschoß kann man es sich in einem großen Salon mit Bar gemütlich gemachen und von den großen Panoramafenstern aus hat man einen schönen Blick auf den Garten und die malerische Bucht. Im Gartengeschoß befindet sich ein wirklich gutes Restaurant, wir haben hier sehr gut gespeist und wurden sehr freundlich bewirtet.

Alles in allem ein sehr schönes Hotel und empfehenswert.

www. Digby Pines Resort

Digby war Teil unserer folgenden Reise:

September 2018

Halifax - Sydney - Louisbourg - Cape Breton - Baddeck - Liscombe - Peggys Cove - Lunenburg - Kejimkujik Nationalpark - Annapolis Royal - Digby - Shelburne - White Point - Liverpool