Meteor und Höhlen

Von Windhoek fährt man etwa 2 Stunden nach Norden und erreicht die Waterberge - Gegend. Wir steuerten erst einmal unsere Frans Indongo Lodge an, die nach dem Eigentümer Dr. Frans Indongo benannt ist. Dieser ist ein angesehener und erfolgreicher Geschäftsmann in Namibia, der vom Viehhirten zum wohl reichsten Mann Namibias wurde.

Die Waterberge sind ein guter Stop auf dem Weg zum Etosha National Park und hier kann man im Gegensatz zu den sonst sehr trockenen Gebieten Namibias eine völlig andere Landschaft mit viel Grün erleben. Von der Lodge aus wird auch eine Safarifahrt angeboten, bei der man viel Wild sehen kann.

Eine knappe Fahrstunde ist das Waterberg Wilderness Reserve von der Frans Indongo Lodge entfernt. Schon die Anfahrt ist sehr schön, insbesondere die letzten Kilometer auf einer gut ausgebauten Schotterstraße, die an den lang gezogenen steinernen Erhebungen entlang führt.

Im eigentlichen Park geht es nach der Begleichung einer moderaten Parkgebühr erst einmal gleich nach dem Eingang nach links zu einem Deutschen Friedhof. Das ist schon sehr skurril, hier mitten in der Einsamkeit Namibias Deutsche Grabsteine zu sehen. In der Schlacht mit den Hereros sind hier zahlreiche Soldaten gefallen.

Nachdem man die recht schlechte Straße zu dem Friedhof gemeistert hat, geht es wieder auf der asphaltierten Straße bergauf in Richtung steil aufragender Felswände. Dabei kommt man an einem sehr schönen Kolonialhaus vorbei, in dem sich ein Restaurant befindet. Insbesondere im Hof sitzt man sehr schön unter Schatten spendenden Bäumen.

Die Straße zweigt sich dann, nach rechts gehts zu den Bungalows, eine von der Lage sehr schöne Übernachtungsmöglichkeit, aber von der Ausstattung sehr spartanisch.

Links führt die Straße dann zu einem kleinen Parkplatz und von hier aus führen mehrere Wanderwege in die Berge. Der beliebteste Weg ist natürlich der zum Gipfel, von wo man eine wunderschöne Aussicht geniessen kann.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Norden bis in die Nähe von Tsumeb in die Uris Safari Lodge (Beschreibung siehe unten). Big Five sehen und aufregende Safaris darf man hier nicht erwarten, dafür aber spektakuläre ehemalige Erzminen. Einige davon kann man mit einem Führer besichtigen. Unbedingt machen!

Sehr abenteuerlich, denn so richtig erschlossen sind diese nicht. Vielmehr erlebt man hier ein Höhlensystem so, wie seinerzeit die Menschen die Minen verlassen haben. Ohne Taschenlampe und Helm geht gar nichts.

Es ist stickig und heiss hier unten, man kann sehr gut nachempfinden, unter welch harten Bedingungen die Menschen hier arbeiten mußten. So etwas erlebt man nicht alle Tage!

Eine weitere Attraktion ist der rund eine Fahrstunde entfernte Hoba Meteorit. Dieser ist vor rund 80.000 Jahren hier auf die Welt gestürzt und gilt mit seinen rund 50 Tonnen als der größte bekannte Meteorit der Welt.

Er besteht größtenteils aus Eisen und obwohl es eigentlich "nur" ein großer Stein ist, strahlt er doch etwas Mystisches aus. 

Am Abend gibt´s in unserer Lodge einen Brai, es wird gegrillt mit Fleisch von Antilope, Kudu und (für die Europäer) Rindersteaks. Köstlich!

Impressionen von den Waterbergen und Uris

Unsere Unterkünfte

Frans Indongo Lodge

Wenn man die Waterberge erkunden will, dann liegt diese Lodge sehr günstig. Sie eignet sich aber auch sehr gut als Zwischenstop auf dem Weg zum Etosha Nationalpark.

Nach unserem ersten Besuch im Jahr 2008 haben wir 2017 erneut hier übernachtet. Man wohnt in kleinen Rundhütten, alles ist sehr geschmackvoll und gepflegt. Die Einrichtung wurde ggü. unserem ersten Besuch nochmal deutlich aufgewertet. Vor dem Haupthaus liegt eine große Terrasse, von der man mit etwas Glück auch Antilopen sichten kann. Es gibt einen kleineren Pool und einen Aussichtsturm.

Am Nachmittag wird eine Safari-Fahrt angeboten, diese lohnt sich durchaus, zumal preislich recht moderat. 

Der Service war stets excellent, kann man getrost empfehlen.

www.Frans Indongo Lodge

Uris Safari Lodge

Eine sehr schöne Anlage, liegt im üppigen Grün mitten im Minengebiet. Man muß erst einmal beim Gate einchecken, bevor man auf das Gelände fahren darf. Bis zur Lodge sind es dann immer noch rund 10 Km.

Alle Häuser sind mit Reet gedeckt, alles sehr großzügig. In den Gartenanlagen blühen viele exotische Pflanzen, sehr schön.

www.Uris Safari Lodge

Die Waterberge haben wir 2008 und 2017 jeweils auf unserem Weg Richtung Etosha erkundet.