Hier spricht man Deutsch

Swakopmund ist die zweitgrößte und beliebteste Stadt Namibias. Sie liegt rund 350 Km westlich von Windhuk und bereits bei der Einfahrt in die Stadt fühlt man sich irgendwie heimisch.

Hier trifft man nämlich noch auf viel Deutsches: die "Adler Apotheke", die "Swakopmunder Fleischerei", die "Bismarckstraße" und vieles mehr. Eine frische Schwarzwäler Kirschtorte kann man auch unter Palmen genießen.

Die Lage ist toll, direkt an der Küste, wo die mächtigen und langläufigen Dünen der Namib beginnen. Mit dem Sonnenuntergang kommt meist Nebel vom Meer, dies ist bedingt durch den kalten Benguela Strom, der an der Namibianischen Küste entlang läuft. Dann wird es kalt.

Es ist eine sehr lebendige und schöne Stadt mit guten Restaurants und vielen guten Unterkünften. Also ruhig mal die Hauptstraße auf und ab laufen. Im Umfeld gibt es viel zu erkunden, man sollte ruhig 2 oder 3 Tage einplanen.

Einen Tagesausflug unternahmen wir in die sog. Mondlandschaft, etwa 40 Km östlich von Swakopmund. Dies ist ein karges und trockenes Gebiet mit unterschiedlichen Landschaftformen, die tatsächlich wie etwas Unbekanntes anmutet.

Die Anfahrt erfolgt zunächst auf einer unbefestigten Schotterstraße über weitläufige, sandige Weiten und durch ein ausgetrocknetes Flußbett.

Dann wird es etwas hügeliger hier im Moon Valley. Die staubige Straße verläuft meist auf Anhöhen und von dort aus hat man nun den wunderbaren Blick auf diese Gesteinsformationen, die sich in unterschiedlichen Farben präsentieren. Dies ist das beeindruckende Werk jahrtausendlanger Erosion.

 An mehreren Stellen kann man anhalten und kleinere Spaziergänge unternehmen mit tollen Landschaftsausblicken.

Ganz in der Nähe entlang der unscheinbaren Straße D 1991 kann man die "Welwitschia Mirabilis", eine über 1.000 Jahre alte Pflanze, bewundern, die es nur hier gibt. Es ist schwerlich vorstellbar, wie eine Pflanze in einer solch kargen Trockenheit überleben kann.

Man kann ein paar Schritte auf dem Welwitschia Planes Trail gehen und sich diese Pflanzen ansehen, die nicht sonderlich schön sind, aber beeindruckend alt.

Auf dem Rückweg nach Swakopmund entlang der D 1984 machten wir dann in dieser Gegend die erste Begegnung mit erstaunlich hohen Sanddünen. 

Also links ranfahren, Auto abstellen und ein paar Schritte gehen. Einige nehmen augenscheinlich auch die Strapazen eines Aufstiegs in Kauf, um dann auf dem quietschenden Sand wieder herunter zu rutschen.

Ein Riesenspaß ist eine Quad Tour durch die Wüste. Es gibt mehrere Anbieter, wir entschieden uns für ein etwa 10 Km nordöstlich der Stadt gelegenes Unternehmen. Hier ist nicht so viel Trubel und die Dünen sind spektakulärer.

Man fährt vom Ausgangspunkt die erste Sanddüne hoch, dann durch zwei, drei Dünentäler und beim ersten Halt hat man schon komplett die Orientierung verloren und sieht um sich herum nur noch eine sandige Dünenlandschaft so weit das Auge reicht. Toll!

Man kann unterschiedlich lange Touren buchen, wir entschieden uns für 60 Minuten uneingeschränkten und mehr als empfehlenswerten Fahrspaß.

Noch mehr Wüste gibt es bei einer fantastischen Jeep Tour zum Sandwich Harbour. Ausgangspunkt ist Walvis Bay, eine gute halbe Stunde Fahrt südlich von Swakopmund. Um es vorweg zu nehmen, wer Abenteuerlust verspürt und sich spektakulär durch Sanddünen chauffieren lassen möchte, der darf diese Tour nicht verpassen.

Wir haben eine Halbtagestour gebucht, die erst einmal entlang einer Lagune mit Flamingos und in violetten Farben schimmernden Salzpfannen verläuft.

Dann geht´s entlang der Küste auf teils schmalen Durchlässen zwischen Meer und Düne. Unser Fahrer gibt etwas mehr Gas, das Wasser spritzt und wir werden von Möven begleitet.

Am Vormittag ist es hier immer ein wenig nebelig und dann bremst er auf einmal, eine Robbe blockiert die Strandpiste. Ein guter Moment, um kurz auszusteigen und sich mit unserem Guide über Flora und Fauna dieser Gegend zu unterhalten.

Die Fahrt geht weiter und man erreicht eine ehemalige Siedlung, eben den Sandwich Harbour. Es ist aber nichts mehr übrig geblieben außer einem Warnschild. Die Lage ist aber wunderschön, hier kann man mal eine hohe Düne erklimmen, etwas spazieren gehen und das Farbenspiel von tiefblauem Wasser und gelb-orange leuchtenden Sanddünen auf sich wirken lassen.

Wir waren völlig allein hier und bei dieser Stille und unberührten Abgeschiedenheit fühlt man sich fast in eine wunderbare heile Welt versetzt.

Dann gehts durch die weite Wüste zurück und die Fahrt wird jetzt erst richtig spektakulär.

Unser Fahrer rast die Dünen auf und ab und teilweise denkt man nicht im Traum daran, dass es hier noch weitergeht. Ein Aufschrei meiner Frau und ab geht es im tiefen Sand den extrem steilen Abhang runter.

Nach dem ersten Aufschrei folgte dann auch gleich der nächste. War die erste Steilfahrt schon spektakulär, unser Guide setzt aber noch einen drauf.

Wieder wird Gas gegeben und der Jeep schwimmt geradezu einen sehr steilen Abhang einer ca. 60 Meter hohen Düne herunter. Schaut selber! Wow!

Diese Tour ist ein echtes Erlebnis mit Stil, denn mitten in der Wüste wird dann Halt gemacht und es gibt dann auch noch Champagner und Leckereien.

Ein krönender Abschluß einer sehr empfehlenswerten Offroad Fahrt durch die fantastischen Dünen der Namib Wüste.

Eine weitere Attraktion sind die Seelöwen in Cape Cross an der Skeleton Coast. Von Swakop fährt man etwa 1,5 Stunden. Wir besuchten diesen Ort auf unserem Weg vom Damaraland zur Küste.

Nachdem man das Eintrittsgeld entrichtet hat und den Ausschilderungen folgt gelangt man mit dem Auto zu den Sammelplätzen der Seelöwen. Es stinkt hier bestialisch und wir konnten tausende von diesen Geschöpfen am Strand und auf den Felsen liegen sehen. Sehr beeindruckend, so viele Seelöwen auf einen Haufen sehen.

Wir verbrachten hier noch eine Nacht in der Cape Cross Lodge, eine Auswahl gibt es nicht. Die Lodge ist einfach, aber ordentlich und geruchsfrei gelegen. Das Essen ist sehr gut und die Zimmer sind sehr gemütlich. Und am Abend fliegen zigtausende von Kormoranen vorbei, das hörte gar nicht mehr auf ....

 

Unsere Unterkünfte in Swakopmund

Wir übernachteten in folgenden Unterkünften:

Cornerstone Guest House

Ein sehr gemütliches Bed & Breakfast mitten im Ort in einer Wohnstraße.

Unser Gastgeber kümmert sich rührend um seine Gäste, spricht natürlich auch etwas Deutsch. Der kleine Garten ist liebevoll gestaltet und die Zimmer sind sehr gemütlich. Eine sehr gepflegte Location mit leckerem Frühstück.

www. Cornerstone Guest House

Burning Shore Beach Lodge

Diese liegt etwa 15 Km südlich von Swakopmund in einem kleinen Wohngebiet direkt am Wasser. Hier verbrachten auch Angelina und Brad Pitt einen Teil ihrer Flitterwochen (angeblich haben wir im gleichen Bett geschlafen wie Angelina!).

Es ist eine gute und geschmackvoll eingerichtete Lodge mit direktem Strand-Zugang.

Update 11.2019: Die direkte Website gibt es scheinbar nicht mehr, man kann die Lodge über diverse Reiseveranstalter buchen.

Swakopmund war Teil unserer folgenden Reisen:

Mai 2008

Windhoek WaterbergeEtosha OstEtosha WestDamaraland — Swakopmund — Gamsberg Pass


September 2010

WindhoekEtoshaDamaraland — Skelett Küste — Swakopmund — NamibWolwedans 

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