Begegnung mit Wüstenelefanten

Von Etosha geht es nach Westen ins Damaraland. Auf den ersten rund 100 Km fährt man noch durch teils grüne Buschlandschaften, danach wird es wieder staubig und trocken.

Etwa 80 Km nach Outjo sollte man links in ein wieder grüner werdendes Tal abbiegen zu einer ungewöhnlichen Felsformation, dem Vingerklip. Hier liegt auch die Vingerklip Lodge, ein idealer Ausgangspunkt, diese Gegend zu erkunden.

In einer großen Ebene erheben sich hier Gesteinsberge, die etwas an das Monument Valley in USA errinnern. Der Vingerklip an sich ist ein obeliskartiger Sandstein, man denkt, dieser würde jeden Moment umkippen.

Als wir dort waren, konnten wir zudem ein Naturschauspiel erleben.

Ein Sturm kam auf, dabei wurde Sand in die Luft geblasen, es regnete mit dicken Hagelkörnern und dann kam die Sonne durch. Das Ergebnis war ein leuchtender Himmel, seht selber:

Von hier sind es wiederum etwa 80 Km bis zu dem Petrified Forest, den versteinerten Bäumen. Das ist wirklich interessant, denn man kann sich in dieser kargen und trockenen Gegend gar nicht vorstellen, dass hier riesige Bäume einmal angeschwemmt wurden und diese dann versteinerten.

Ein Guide führte uns durch den kleinen Park, der einem alles über diese Phänomen erklärt.

Die Hauptattaktion neben der Landschaft ist im Damaraland aber ein vom Aussterben bedrohtes Tier: Der Wüstenelefant. Man schätzt, dass es noch etwa 100 - 150 dieser Elefanten gibt. Diese sind etwas kleiner und haben besonders große Füße, damit sie in dem sandigen Boden zurecht kommen.

Auf eigene Faust entdeckt man diese nur sehr schwer, da sich diese meist weit abseits der Straßen aufhalten. Daher unbedingt eine Safari Tour von einer der Lodgen in dieser Gegend unternehmen. Es geht also erst einmal mit dem Jeep quer Feld ein ...

Und dann tauchen Sie auf, diese majestätischen Geschöpfe. Mal auf trockenem Grasboden und Sand, dann wieder am Wasserloch.

Diese Elefanten haben sich an die trockenen Gegebenheiten in dieser Gegend sehr gut angepasst, charakteristisch sind vor allem die im Vergleich zu anderen Elefanten deutlich breiteren und größeren Füße, damit können sie sich bestens auf dem sandigen Untergrund fortbewegen. Einfach schön, diese Tiere zu beobachten.

Von unserem nachfolgend beschriebenen Mowani Camp aus haben wir noch eine Busch-Wanderung unternommen. Diese sollte man in Begleitung eines Rangers machen, der einem auch viele interessante Besonderheiten dieser kargen Landschaft erklärt. Weiterhin sollte man achtsam sein, denn es gibt hier auch viele Schlangen und da kommt dann auch wieder unser Guide zum Einsatz.

Insbesondere am späten Nachmittag mit den wunderschönen Farbgebungen ist die Natur hier sehr schön.

Jeweils etwa 30 Fahrminuten südlich vom Mowani oder Doro Nawas Camp liegt Twyfelfontein.

Hier kann man viele Felsmalereien bestaunen in einer sehr schönen und hügeligen Umgebung. Bei einem Rundgang kommt man auch an eckig ausgebildeten Felsformationen vorbei, hier hat die Erosion ganze Arbeit geleistet. Erstaunlich, was die Natur so alles hervor bringt. Nicht verpassen.

Damaraland - Weitere Impressionen

Unsere Unterkünfte im Damaraland

In den folgenden Lodges waren wir:

Mowani Mountain Camp:

Das absolute Highlight. Dieses Camp ist raffiniert in eine Felsgegend hinein gebaut worden. Es besteht aus einem Haupthaus mit reetgedeckten Kugeldächern (erkennt man von der Ferne gar nicht, da an die umliegenden runden Felsen angepasst) und 12 Zelten, die weit verteilt zwischen den Felsen liegen. Man hat seine völlige Privatsphäre, außer den Tieren schaut keiner rein.

Das Essen und der Service sind hervorragend, das Haupthaus ist zudem mit einem Wasser-Besteuber-System ausgestattet, das bringt eine angenehme Kühlung.

Der Clou ist der Sundowner, den man auf einer riesigen Felsplatte oberhalb des Haupthauses einnimmt. Es gibt leckere Häppchen und ebenso leckere Drinks. Die untergehende Sonne verwandelt dann alles in ein leuchtendes Rot. Wow, unbedingt zu empfehlen!

www.Mowani Mountain Camp

Vingerklip Lodge:

Diese liegt in der Twefelfontain Gegend, wirklich wunderschön im Schutz eines Berges gelegen mit tollem Ausblick.

Die Zimmer sind etwas einfach, wie wir hörten, sollen diese aber modernisiert werden. Das Haupthaus liegt etwas erhöht, alles offen gehalten und es gibt sehr leckeres Buffet-Essen. Das mögen wir eigentlich nicht so sehr, aber hier war die Auswahl und Qualität sehr gut.

Man kann auch auf den erwähnten Felsen steigen, ein schmaler Pfad und eine enge Treppe führen hinauf. Oben gibt es auch noch ein kleines Restaurant, das zu besonderen Anlässen geöffnet wird, sowie das sog. Heavens Gate, ein freistehender Bungalow mit fantastischem Blick, in dem man auch übernachten kann.

www.Vingerklip Lodge

Doro Nawas Camp:

Wenn man über die staubtrockene Straße sich diesem Camp nähert, so erkennt man zunächst das Haupthaus, das auf einem Hügel thront. Es sieht aus der Ferne erst einmal aus wie ein Militär-Camp. Aus der Nähe entpuppt es sich aber als eine schön angelegte Anlage mit wiederum reetgedeckten Häusern, in denen man wohnt.

Diese Häuser sind schön ausgestattet und der Clou ist, dass man sein Bett auf die eigene Terrasse schieben kann und unter freiem Himmel schlafen kann. Toll bei der reinen Luft und dem imposanten Sternenhimmel.

Das Camp an sich hat eine sehr gute Lage, ist aber etwas schlichter.

www.Doro Nawas Camp

Damaraland war Teil unserer folgenden Reise:

Mai 2008

Windhoek → Waterberge → Etosha Ost → Etosha West -→ Damaraland → Swakopmund → Gamsberg Pass